Auf wie viele Arten kann man “angenommen” sein?
Willkommen zu meinem kleinen Valencia-Blog!
Ich hab mir überlegt als Startzeitpunkt hierfür den Tag zu wählen, an dem ich eine offizielle Annahmebestätigung aus Valencia erhalte, was vorgestern geschehen ist. Ganz genau kann ich das allerdings nicht sagen, da ich nicht etwa benachrichtigt wurde, als dies geschah. Nein, ich habe sporadisch bei dem Anmelde-Dings auf der Uni-Website vorbeigeschaut und irgendwann das Wort “accepted” gefunden. Was bis zu diesem Zeitpunkt geschah, könnt ihr im Artikel Vorgeschichte nachlesen. Da ich den Tag nun nicht exakt bestimmen kann, an dem dieses Blog starten soll und ich heute auch noch eine Klausur zu schreiben hatte, dachte ich mir dann, dass ich einfach heute beginne, da nun die Uni für dieses Semester gelaufen ist.
Nun bin ich also offiziell “accepted”. Was immer das jetzt genau bedeutet, denn bei dem vielen Papier, was ich schon auf verschiedenstem Wege (Mail, Fax, Post) nach Spanien hab tragen lassen, verliert man echt ein wenig den Überblick. Ich hoffe, ich hab das in der Vorgeschichte noch richtig zusammenbekommen.
Ich kann also nur hoffen, dass ab jetzt irgendwie alles anläuft. Dass ich einen Mentor bekomme, der sich bald bei mir meldet, dass ich irgendwelches Propaganda-Material geschickt bekomme und irgendwie… weiß nich… irgendwas passiert halt, was die Sache noch konkreter werden lässt. Langsam häufen sich nämlich in der Tat die Gedanken in diese Richtung. Wohnung kündigen, von der Uni beurlauben, Flug buchen… all das war unsektakulär, aber so Sachen wie die Erkenntnis, dass ich am Mittwoch zum vorerst letzten mal im FAI saß oder ein Blick in den Kalender und die Erkenntnis, dass nur noch gute sechs Wochen zwischen mir und Spanien liegen, lässt einen schonmal schlucken. Nun da die Uni vorbei ist, kann ich mich auch voll und ganz auf die Organisation konzentrieren. Viele wichtige Dinge sind schon geschehen. Die Anschaffung eines Notebook beispielsweise. “Danny” wird mir dort drüben wertvolle Dienste leisten. Auch eine DigiCam besitze ich jetzt, so dass ich die Welt mit lebenswichtigen Impressionen versorgen kann.
All das werdet ihr bald auf meiner Homepage erleben können. Nun warte ich erstmal das nächste weltbewegende Ereignis ab, welches einen Blog-Eintrag verdient.
July 18th, 2006 at 21:04
Hi Tobi,
du hast ja sehr detailliert die ganze Vorgeschichte beschrieben. Schön, das nochmal im Überblick zu lesen und an den “Hergang” erinnert zu werden. Was mir definitv fehlt (aber das mag daran liegen, dass diese Dinge mit dir nicht soviel zu tun haben
) ist die Erwähnung des Films “L’auberge espagnole”, durch den ich zum ersten Mal mit Erasmus (und Erasmus-Gedankengut) in Berührung kam — das war im April 2005 und ich dachte bei weitem nicht daran, so etwas für mich persönlich in Erwägung zu ziehen. Das ist einer dieser Anhaltspunkte, an denen man sehen kann, wie sehr man sich innerhalb weniger Monate verändern kann.
). Aber schon vorher hatte ich wie gesagt den berühmten Erasmus-Film gesehen und von diesem Zeitpunkt an — glaube ich heute — war die Idee, selbst etwas dieser Art zu unternehmen, gesäht. Trotzdem hast du natürlich mit dem Begriff “Plan B” recht, weil der Aufwand für einen Übersee-Aufenthalt gigantisch gewesen wäre (Grüße und Respekt an dieser Stelle an den zukünftigen Harvard-Studi) und angesichts dieses Aufwands Erasmus an eine Reisebüro-Buchung erinnerte (was, wie ich inzwischen weiß, auch nicht immer zutrifft).
Daran sieht man auch, dass Erasmus eigentlich keine Notlösung war. Die Idee an Übersee war bei mir vor allem eine Idee an Kanada und zwar deswegen, weil die Freundin des Bruders eines Bonner Tobis im August 2005 aus Kanada wiederkam, mir von Kanada erzählte und ich sehr begeistert war (begeisterter noch als sie
Besonders gefreut hat mich übrigens die Formulierung “mit viel Alumni-Kultur und viel fancy Business-Gehabe” — besser kann man Unitech eigentlich nicht beschreiben (ohne Unitech jetzt zu nahe treten zu wollen).
Gut, jetzt höre ich mal auf. Ich wünsche dir jetzt schonmal — auch wenn wir uns vorher noch sehen — alles Gute in Valencia. Das mit der Sprache wird schon. Denk einfach immer daran, dass Sprache letztlich nur der Kommunikation dient. Die kann man erstens auch anders realisieren und zweitens muss man eine Sprache nicht perfekt beherrschen, um kommunizieren zu können. Das Wichtigste ist, glaube ich, dass man das Benutzen einer (Fremd-)Sprache genießt. Dann kommt alles andere automatisch.
In diesem Sinne: hasta luego
Flo