Auf Wiedersehen, Aachen
Ich könnte es bestimmt schaffen jeden Post aus Aachen von einem anderen Hotspot aus zu senden. Dieser hier kommt über einen, der aus der Wohnung meiner guten Freundin und Kommilitonin Esther erreichbar ist *neid*.
Gestern war Schlüsselübergabe in unserer Wohnung. Das heißt, seit gestern Mittag habe ich keine Wohnung mehr in Aachen. Ist ein blödes Gefühl mit diesem Wissen durch Aachens Straßen zu laufen. Natürlich habe ich ein paar Adressen von lieben Menschen, die mir temporäres Obdach geben können und wollen. Außerdem habe ich ein Auto hier, das ich als HQ betrachten könnte.
Leider wird dieses Auto morgen früh wieder in Goch benötigt, weswegen ich heute irgendwann mal dorthin aufbrechen sollte. An sich ganz OK, denn hier ohne Wohnung rumzulaufen hat zwar irgendwie was, fühlt sich auf Dauer aber nicht so prickelnd an. Außerdem gibt es in Goch noch das eine oder andere zu erledigen.
Es wird wohl nicht das letzte Mal sein, dass ich in Aachen bin, aber mein Lebensmittelpunkt, wie man das Teil so schön nennt, wird erstmal woanders sein. Es ist nicht schön aus Aachen wegzugehen. Auch wenn es objektiv nicht die schönste Stadt der Welt sein mag, so hab ich mich hier immer sehr, sehr wohl gefühlt und verbinde viel damit. Allerdings weiß ich ja, dass der Abschied nur für eine begrenzte Zeit ist, weswegen ich auch meine erste Idee für den Titel (”Tschüß, Aachen”) nicht umgesetzt habe. Ich werde wiederkommen und Aachen mit allem, was ich darin vermissen werde, wird mich erwarten.
Um noch ein kleines Update von anderen Dingen zu bringen: Mein Mentor hat sich noch nicht gemeldet. Ist bestimmt wie der Rest von Spanien im Urlaub. Dafür hab ich andere Kontakte geknüpft. Zum einen hab ich über unser International Office meine Mail-Adresse an andere Leute meiner Uni weitergeben lassen, die auch nach Valencia gehen werden und direkt mal ein paar Antworten bekommen. Ich bin sehr positiv überrascht. Werden bestimmt interessante Menschen sein. Zum anderen könnte es gut passieren über entsprechende Gruppen im Studiverzeichnis noch ein paar Leute kennenzulernen (auch von anderen Unis).
In einer solchen habe ich auch von einer Jugendherberge in Valencia erfahren, die scheinbar noch Platz hat. Außerdem hab ich dort den Tipp gekommen im GalileoGalilei anzufragen, ob die Obdach übrig haben. Eigentlich ist das ein teures Wohnheim der Uni, aber für ein paar Tage kann man dort relativ günstig unterkommen. Letztes hat mir auch schon zugesichert was frei zu haben. Damit würde ich mir einen Umzug schon in den ersten paar Tagen ersparen, was ich sehr begrüßen würde.
Wenn ich wieder in Goch bin, werd ich noch ein paar Fragen klären und etwas Organisatorisches durchziehen müssen, aber so langsam nimmt alles konkrete Formen an, was mich doch arg beruhigt. Ungewissheit ist ja weniger mein Ding.