Archive for November, 2006

Und ich dachte immer, Horrorfilme wären unrealistisch.

Thursday, November 30th, 2006

Dieses nette Geschichtchen vergas ich in meinem Madrid-Artikel zu erwähnen. Daher hier nun als kleiner Nachtrag:

Wir hielten irgendwo auf der Strecke nach Madrid, weil alle außer Tina zum Klo mussten. Da war also dieser Truck Stop etwas abseits der Straße, den wir anfuhren. Es ist in Spanien scheinbar öfter mal so, dass man an einer Autobahn oder ähnlichem zu einer Tankstelle etc. etwas weiter weg gelotst wird. Nicht immer sind diese gut ausgeschildert, und nicht immer ist der Weg zur Autobahn zurück gut ausgeschildert. :)
Es hat bestimmt jeder schonmal einen Film gesehen, in dem irgendwelche Teenager mit dem Auto unterwegs sind und an einem Truck Stop halten, der weitab der Straße liegt. Es ist dunkel, kaum Autos stehen dort und es hat diese typische Ich-bin-auf-deiner-Rückbank-Atmosphäre. Wenn die Teenager dann das Gebäude betreten, sitzen dort an der Bar viele unheimliche Gestalten, von denen jede einzelne ein fleischerhakenschwingender Psychopath sein könnte, und die sich alle gleichzeitig zu den Neulingen umdrehen und verstummen. Während man dann zur Toilette geht, folgen einem ein paar Blicke und man ist wirklich froh bald wieder draußen zu sein.
Ziemlich genau so lief das auch bei uns ab. :) Dadurch dass Tina im Auto wartete und ich den Geistesblitz hatte sie dort einzuschließen, konnten wir dann recht sicher sein, dass sich niemand auf der Rückbank versteckte. Als wir grad wieder im Auto saßen, kam ein Van mit vielen weiteren komischen Gestalten an. Wir waren wirklich froh, als wir wieder auf der Straße waren.

Madrid: Viel erlebt, wenig geschlafen… und so ähnlich geht’s weiter

Tuesday, November 28th, 2006

Das Madrid-Wochenende liegt hinter mir und es war richtig cool. Nur das Wetter war relativ uncool. Es waren nie mehr als 10°, und es regnete ständig. Wir haben den Fehler gemacht dort mal Nachrichten mit einer Wetterkarte zu sehen. In Valencia waren es nämlich so um die 23° und Sonne. Schon ein Unterschied. Selbst in Deutschland war das Wetter besser wie ich mir hab sagen lassen.

Abgesehen davon war es aber wirklich schön. Ich denke, in Madrid gibt es nicht so viel Standard-Touristenprogramm wie in Barcelona. Wir haben uns ein paar Sehenswürdigkeiten angesehen, aber auch anderes gemacht wie zum Beispiel feiern zu gehen. Wir hatten ein Apartment mitten in der Stadt (für Ortskundige: Nähe Calle Gran Via) und konnten uns so günstig selbst versorgen. Nen Parkplatz für das Auto zu finden (diesmal ein schwarzer Opel Astra) war etwas abenteuerlich, aber nahe der Uni machbar. Jene ist in Madrid übrigens riesig. Nicht umsonst heißt das Viertel “Cuidad Universitaria” (Universitätsstadt). Es ist kein abgeschlossener Campus, sondern wirklich ein großes Stadtviertel am Rande von Madrid.

Da Beatrice und Tina (die Freundin, die sie aus Deutschland mitbrachte) erst wenige Stunden vor unserer Abfahrt in Valencia landeten und die Nacht vorher quasi nicht geschlafen hatten, waren sie am Anfang unserer Reise etwas müde, wie ich durch Fotos belegen kann, sofern man mich lässt. :) Insgesamt schienen aber Tina und ich die Fittesten gewesen zu sein, denn wir waren an zwei Tagen ohne “die Mädels” unterwegs. Ich habe die Zeit über immens wenig geschlafen in Madrid. Am ersten Abend (Mittwoch) waren wir nur chinesisch essen, einkaufen und dann schon im Bett, denn am nächsten Morgen mussten wir um neun Uhr das Auto umparken, weil der Parkplatz um die Ecke ab dann Geld kostete. An dem Tag besuchten wir den Hauptbahnhof “Atocha”, den “Plaza Mayor”, den “Palacio Real” (nur von außen) und noch son bisschen Stadt. Abends haben Tina und ich dann noch etwas die Stadt bei Nacht erkundet, die aufkeimende Weihnachtsbeleuchtung bewundert, und einen Blick auf “Huertas”, die Partygegend von Madrid, geworfen, die übrigens auch bei uns um die Ecke war. Die Filialen des Corte Ingles waren am krassesten geschmückt (gut, die haben halt auch schlicht die größten Gebäude); auch in Valencia wie wir später feststellten.

Am nächsten Morgen (Freitag) parkten wir mal wieder das Auto um, weil wir zwar schon an der Uni und auch umsonst geparkt hatten, aber ziemlich versteckt und einsam. Im Prinzip haben wir das Auto jeden Tag mindestens einmal bewegt. :) Mittags waren wir zuerst im “Palacio Real”, in dem man hauptsächlich protzige Räume zu sehen kriegt, danach war der weibliche Teil unserer Truppe shoppen, während ich versuchte etwas für die Uni zu tun, was dringend nötig war. Am Abend trafen wir uns mit Laura (für die, die sie nicht kennen: Sie wohnt in Getafe, einem Vorort von Madrid. Ich kenne sie, weil sie mal ein paar Jahre in Deutschland gewohnt hat und zu dieser Zeit bei uns auf dem Gymnasium war.) und ein paar ihrer Freunde und gingen - wie Laura es so nett formulierte - “Sangría saufen”. Der Laden hierfür schien tierisch beliebt zu sein, denn wir standen etwa 45 Minuten dafür an, was uns die Spanier als fix klassifizierten. Mit zehn Leuten auf einer winzigen Treppe vergeht die Zeit allerdings wie im Flug. :) Endlich drin war es dann auch cool. Zwar sehr eng und so (klar), aber lustig. Der Laden hatte sogar einen Pianisten, der für Stimmung sorgte und ordentlich Applaus einheimste. Wir spielten - wie unter Spaniern üblich - ein paar kindische Saufspiele wie Stille Post (das hier Kaputtes Telefon heißt) und das mit den Händen auf dem Tisch überkreuz und reihum klopfen und so. Als man uns um zwei rauswarf, gingen wir (ohne Beatrice) die Straße entlang in einen Laden, der sehr cool dekoriert war und einer Disco etwas näher kam. Da blieben wir bis fünf oder so. (Die Spanier gingen vor uns.) Der Laden war ganz fein, wenn auch etwas teuer. Aber wir haben mit irgendwelchen Typen gequatscht, die da rumstanden, konnten also auch etwas spanisch einsetzen, obwohl diese etwas englisch und einer sogar was deutsch konnte.
Für den nächsten Tag (Samstag) hatten wir uns mittags mit Laura verabredet und wollten uns außerhalb von Madrid etwas umsehen. Eigentlich wollte Laura mit uns in den Norden in die Berge, aber da es goss wie aus Eimern entschieden wir uns für Toledo, was nur eine halbe Stunde entfernt und wirklich sehenswert ist. Wir blieben den ganzen Tag dort und obwohl das Wetter auch hier nicht berauschend war, hat sich das echt gelohnt. Das Haupt-Exportprodukt von Toledo scheinen übrigens Schwerter und sowas zu sein, denn das gab’s da an jeder Ecke zu kaufen.
Toledo ist nicht wirklich höllisch groß, aber man kann sich trotzdem sehr gut verlaufen; viel besser als in Madrid. Denn Toledo ist halt total konfuß aufgebaut, während in Madrid alles quadratisch ist.
Als wir an dem Tag endlich wieder im Apartment waren, uns für’s Abendessen eingedeckt hatten und darauf freuten, erfuhren wir von Laura, dass wir das Licht im Auto brennen gelassen hatten. Da wir am nächsten Morgen wieder nach Valencia wollten, musste also mindestens einer von uns wieder eine halbe Stunde mit der Metro durch die halbe Stadt und es ausmachen. :) Wir haben dann erstmal gemütlich gegessen und lange überlegt, wie wir den Abend und nächsten Morgen organisieren, weil wir nur noch endlich viele Metro-Tickets hatten und wir für den nächsten Morgen unsere Auscheck-Zeit mit dem Wunsch der Mädels zu einem nahegelegenen Markt zu gehen vereinen mussten.
Letztendlich haben wir uns viel zu viele Gedanken gemacht, denn die Frau, von der wir unser Apartment hatten, tauchte am nächsten Morgen schlicht nicht auf und meinte, als wir sie endlich erreichten, wir sollten den Schlüssel einfach auf dem Tisch liegen lassen. Der Markt fiel auch flach, weil dieser nur morgens war und früh aufstehen dann doch niemand wollte. Wir fuhren an dem Tag noch etwas mit dem Auto durch Madrid und sahen uns um. Nach einem Besuch im “Parque del Retirdo” (der fette Park mitten in Madrid mit dem Bötchenfahr-See und so), wo Heta noch schnell eine Karrikatur von sich anfertigen ließ, ging es dann wieder nach hause.
Während ich die Hinfahrt noch alleine bestitt, weil schlicht jeder andere schlief, wechselten wir uns auf dem Rückweg ab. Abenteuerlich war noch die Rückgabe des Autos. Der Tank musste hierfür so leer wie nur möglich sein, weil wir die Tankfüllung mit bezahlt hatten. Wir waren also in Madrid einmal für 10 und in Valencia nochmal für 2 Euro tanken. Den Boardcomputer, der uns immer anzeigte, wie viele Kilometer mit dem aktuellen Tankinhalt noch drin sind, haben wir damit ganz gut verwirrt. Er zeigte zum Schluss nicht mehr wirklich verlässliche Daten an und wir mussten dem guten alten Zeiger neben der beleuchteten Zapfsäule vertrauen.

Hat aber alles super geklappt, und Tina und ich brachten unseren Freund am Montag Morgen wieder zum Fluhafen, wo wir ihn her hatten. Der Plan war Tina dann zu zeigen, wie sie von dort nach Valencia kommt, weil sie das ja tun müsste, wenn sie während unseres Süden-Trips aus Sevilla ankommt. Der Plan hat sich nun leider geändert. Bea und Tina kommen nicht mit. :( Heta und ich haben uns jetzt noch jemanden aufgerissen, der mitfährt. Zur Not machen wir das dann zu dritt. Sollte also jemand von euch Anfang Dezember noch nichts vor haben, meldet euch bis morgen Abend. :)

Jetzt werde ich noch ein paar stressige Tage in Valencia erleben (klar, positiver Stress), in denen ich überhauptnicht alles unterkriege, was ich tun müsste/wollte und dann geht’s Freitag wieder los. Auf dem Madrid-Trip haben wir so an die 1000 Kilometer verfahren. Im Dezember werden es wohl bedeutend mehr werden. Für den Weg nach Madrid hatte ich zwei CDs gebrannt mit den aktuellen Top40 der spanischen Charts. Meiner Ansicht nach kann man sich die bedeutend besser anhören als das, was bei uns so “in” ist. Werde die Musik über Weihnachten auch mal mit nach Deutschland nehmen um euch wenn gewünscht einen Eindruck zu vermitteln.

Noch eine sehr coole Story aus Madrid: Am Samstag Abend fuhren Tina und ich wegen dieser Licht-Geschichte mit der Metro zurück zum Auto (”die Mädels” gingen schlafen) und bestritten dann (nicht nur) um Tickets zu sparen den Rückweg zu Fuß. Wir sind natürlich nicht den kürzesten Weg gelaufen und waren etwa zwei Stunden unterwegs, was sich aber gelohnt hat. Haben viele Botellons und noch einiges neues von der Stadt gesehen. Sehr geil war, dass es halt nachts um ein Uhr da noch genauso voll ist wie mittags um vier. Sehr coole Stadt; kann man nicht anders sagen. Das coolste, was wir gesehen haben: Als wir so eine größere Straße lang liefen, sahen wir ein großes Polizeiaufgebot. Insgesamt standen da nachher sechs Streifenwagen. Und es war anfangs nichts zu sehen, wofür die gut sein könnten. In Madrid gibt es natürlich auch Bus- und Taxispuren und manchmal sind die krass abgetrennt. Da stehen dann so Pfähle und Klötze auf der Straße und ein Taxifahrer hat’s wohl nicht so ganz in die Spur geschafft, denn der hatte ein paar dieser Klötze unter seinem Auto liegen, oder besser gesagt: Das Auto stand auf den Klötzen. Wir standen eine Weile dort und beobachteten wie die Fußballmannschaft angerückter Polizisten und ein paar Passanten das Taxi hochhoben und weitere Menschen die Klötze wegräumten. Leider standen wir auf der falschen Seite der sehr befahrenen Straße und bekamen dadurch kein wirklich vernünftiges Video/Foto hin. Auf dem, was wir haben, erahnt man aber zumindest schon die Größe der Aktion.

Vielleicht lass ich nochmal was von mir hören was die aktuelle Woche angeht. Spätestens wenn ich wieder in Valencia bin, gibt’s aber weitere Infos sowie Fotos und Videos .

Spanien bietet noch so viel mehr als Valencia… seh’n wir’s uns an!

Tuesday, November 21st, 2006

Es gibt etwas anzukündigen: Ich werde in nächster Zeit ein bisschen unterwegs sein. Habe mit ein paar Leuten zwei Reisen geplant. Ich habe in den Beschreibungen einiger Hostals was von Internet gelesen, aber stellt euch besser darauf ein in den nächsten Wochen nicht ganz so viel von mir zu sehen.
Am Mittwoch morgen werde ich zum Flughafen fahren und den Mietwagen abholen sowie Beatrice und eine Freundin von ihr, die dann beide aus Deutschland kommen. Mittags fahren wir dann los noch zusammen mit Heta-Mari nach Madrid. Dort bleiben wir bis Sonntag. Werde dort natürlich auch Laura treffen und sie wird am Wochenende was mit uns unternehmen.
In der Woche nach Madrid geht’s dann am Freitag (wieder mit dem Mietwagen) los Richtung Süden bis zum Sonntag der folgenden Woche. Die Tour sieht etwa so aus: Valencia, Albacete, Linares, Córdoba, Sevilla, Cádiz, Gibraltar, Marbella, Málaga, Granada, Almería, Murcia, Alicante, Valencia. Kriegen also so ziemlich ganz Andalusien zu sehen. Auf der zweiten Tour werden auch wir vier unterwegs sein, wobei die Freundin von Beatrice zwischendurch wieder nach Deutschland muss. Sie fliegt dann von Sevilla nach Valencia und von dort nach hause. Zum Glück liegen ein paar Tage zwischen den beiden Reisen, sonst würde sie gar nichts von Valencia zu sehen kriegen. :)
Die Reisen zu organisieren war/ist schon etwas Arbeit, aber es macht Spaß und das wird sicherlich eines der Highlights hier. Ich hab jetzt auch ein Konto bei einer spanischen Bank (Bancaja), so dass ich nicht mehr Städte nach deutschen Banken absuchen oder alternativ 5 EUR für was am Geldautomaten zu ziehen zahlen muss. Kommt bestimmt gut gerade auf der zweiten Tour.

Was gibt es noch zu berichten? Calvin, unser Katerchen, ist etwas krank. :( Er hat in den letzten Tagen die Bude voll gereiert. Aber Susana war mit ihm beim Arzt und das wird schon wieder.

Ich war beim Frisör. Das erste Mal in meinem Leben, dass mir nicht mein Onkel oder jemand, den er dafür bezahlt, die Haare geschnitten hat. Ich glaube, die Frau hat weggehört als ich sagte, ich wolle sie nur ein wenig kürzer haben. Sie sind jetzt ziemlich kurz geworden. Aber mir wurde schon zugetragen, dass das gut aussähe, also was soll’s? Ich war bei dem Frisör auf dem Campus der Uni. Habe dort 5,60 EUR bezahlt. Quasi geschenkt.

Ich habe nun drei Sprach-Tandems. Von Clara hatte ich, denke ich, schonmal berichtet. Ihren Zettel hatte ich am Brett im International Office gefunden. Nun war ich auf einem Info-Treffen vom AEGEE-Valencia, die unter anderem Sprach-Tandems vermitteln, und hab mich dort angemeldet. Danach kam eine Nachricht von denen, dass sie händeringend Menschen suchen, die den Spaniern englisch beibringen, und da man mir hier ab und an mal sagte, dass mein Englsch recht gut wäre, hab ich mich auch dafür gemeldet. Somit hab ich von denen nun eine Spanierin bekommen, mit der ich spanisch und deutsch reden werde und eine für spanisch und englisch.
Isabel hat sich auch bei dem Verein gemeldet, und ihren Partner hab ich heute in meiner Fakultät getroffen. Er war mal nen Monat für nen Sprachkurs in Aachen und war daher daran interessiert mich kennen zu lernen. Vielleicht wird das also in nächster Zeit mal besser mit dem Kontakt zu Spaniern…

Two guys and a tool

Sunday, November 12th, 2006

Ich glaube, die Frequenz meiner Beiträge nimmt weiter ab. Zum einen passiert hier mittlerweile schon was weniger als am Anfang, zum anderen wird auch die Uni mehr und mehr zu etwas, das Zeit haben möchte. Obwohl ich (selbst wenn das hier niemand lesen würde) das blog gerne als ein abgespecktes Tagebuch verwenden würde um mich später auch selbst an diese schöne Zeit erinnern zu können, bleibt weniger und weniger Zeit dafür, und es gibt auch wirklich nicht mehr so viel zu berichten wie zu Anfang. Ihr werdet von nun an also nur noch Weltbewegendes zu lesen bekommen. :)

Wie dieses: Heute haben Jonas und ich unsere Waschmaschine gefixt. Das war richtig cool. Es blieb nämlich immer viel zu viel Wasser und Waschmittel in der Maschine und der Wäsche. Also wollten wir mal den Filter reinigen. Es stellte sich bald heraus, dass der recht sauber war, aber in dem Abwasserschlauch irre viel Zeug rumlag. An diesen ran zu kommen war nicht so leicht. Das ging dann ungefähr so: “Hm… wir kommen da nicht dran. Können wir das hier abschrauben? Nein, dafür müsste das weg sein. Das geht nicht. Vielleicht können wir das wegmachen und dann kommen wir von der anderen Seite…” Wir hatten zum Schluss das Teil auf der Seite liegen und an diversen Enden was geöffnet. Dann kamen wir an einiges dran, aber wir hatten halt kein anständiges Werkzeug. Das bewahrt Susana nämlich in ihrem Zimmer auf, und sie war noch am schlafen (und hatte wen da, glaub ich). Also verfügten wir über ein Teil, an dem mehrere Schraubenzieher und so hingen und was Jonas mal für nen Euro irgendwo gekauft hat, und was sonst noch so in einer (schlecht bestückten) Küche vorhanden ist. Dieses 1-Euro-Werkzeug hat wirklich Wunder geleistet. Es hätte einen Orden verdient. Es ist auch fast bei der Aktion draufgegangen, aber zum Glück haben wir unter und in der Maschine 1,20 EUR gefunden, wovon wir ein neues kaufen können. :)
War auf jeden Fall schon sehr cool, auch wenn ich dadurch nun erst um fünf Uhr oder so die erste Mahlzeit des Tages einnahm. Wir nutzten auch ein paar Küchengegenstände, wie Pfannenheber und sowas. Erstaunlich was man mit denen und etwas Ingenieursgrips hinbekommt. Nun läuft das Teil wieder rund… denke ich (wir testen sie gerade). Aber das Wasser läuft nun ohne Probleme ab. Und das Wasser, was nach unserer Aktion austrat, haben wir auch unter Kontrolle bekommen. :)

Ingenieur bei der Arbeit The Tool

Oder das: Gestern war ich auf der Geburtstagsparty von Inessa. Sie ist Kanadierin und studiert mit mir hier Informatik, obwohl sie eigentlich Mathematik studiert. Die Party begann bei ihr zu hause, wo ich recht spät auftauchte, weil Jonas an dem Abend eine Paella zubereitete, die ich erstmal probieren musste. Trotzdem war das eine sehr coole Party. Wir waren vielleicht 20 Menschen oder so in dem 2-Mensch-Apartment und von der Besetzung her war es schon recht anders als ichs gewohnt bin. Normalerweise sind hier auf Parties nämlich so 50% Deutsche anwesend. Hier war ich der einzige. Die Mehrheit stellten die Skandinavier (ein Däne und diverse Norweger und Schweden). Außerdem waren ein Pole, die Mitbewohnerin von Inessa (eine Amerikanerin) und ein kanadischer Freund von ihr, der grad in London arbeitet, anwesend. War mal eine schöne Erfahrung, diese Mischung, und die Skandinavier hier sind alle super in Ordnung.
So irgendwann zwischen zwei und drei Uhr gingen wir dann los um uns auf der Straße eine neue Location zu suchen. Inessa wohnt an der “Avenida de Vincente Blasco Ibáñez”, wo sich ein Großteil der Erasmus-Läden befinden. Wir liefen also nur wenige Minuten und standen letztendlich vor dem “Zenith”, das ich als Mini-Disco bezeichnen würde, obwohl die Spanier das vermutlich anders einsortieren. Es hatte eine eher kleine Tanzfläche, wo laute Musik gespielt wurde, allerhand Licht-Spielzeug an der Decke hing und sogar eine Bühne mit Tänzerinnen existierte. Weiter hinten gab es dann einen etwas ruhigeren Bereich, wo man sogar miteinander reden konnte.
Wir waren acht Menschen. Eine unter uns hatte sieben Freikarten für den Laden. Der Türsteher wieß uns darauf hin, dass diese erst ab vier Uhr gelten würden (ja, der Laden machte ja auch erst um drei auf). Vermutlich hat er gemerkt, dass wir uns in der Zeit bis dahin (~50 min.) was anderes suchen würden und hat uns einfach rein gelassen. Er hat nichtmal die Anzahl der Freikarten gecheckt. :)
Nun sollte man ja meinen, ich hätte mich dort - wie ich es in Discos zu tun pflege - zu Tode gelangweilt. Dem war jedoch nicht so. Ich war selbst überrascht, aber obwohl nur sehr wenige Gläser Sangría und später ein Vodka und ein Tequila in mir ihr Werk taten, hatte ich tierisch Spaß. Es war ja klar, dass ich verändert nach hause kommen würde, aber nun haltet euch fest: Ich habe getanzt. Vielleicht nicht gut, aber zumindest nahezu non-stop. Vielleicht ist es unklug, das zu erwähnen, weil das dann zu hause demnächst jeder von mir erwartet, aber bisher war das erstmal eine einmalige Aktion. Wir werden sehen… Vielleicht hat es bis dahin auch schon jeder wieder vegessen.
Auf jeden Fall war das ein tierisch cooler Abend. Ich hatte noch nie so viel Spaß in einer Disco. Wir standen da im Grüppchen und haben uns amüsiert. Plötzlich zog der Pole (Es kam irgendwie nicht dazu seinen Namen zu erfahren, aber ich hab ihn schonmal im Hörsaal sitzen sehen.) seinen Gürtel aus, zwei Leute hielten ihn fest und wir machten spontan eine Limbo-Aktion. Völlig krank, aber saulustig. Andere Leuten haben auch mitgemacht.
Wir blieben so bis fünf oder sechs. Dann war Inessa hinüber. :) Ich schlief bis halb zwei oder so und werkelte dann mit Jonas an der Waschmaschine bis zum Abend. Insgesamt ein feines Wochenende.

Außerdem ist das Wetter wieder besser geworden. Vielleicht ist es nicht mehr wirklich Strandwetter, aber das Termometer kletterte schon wieder auf 28°. Außerdem sind die Wolken größtenteils futsch. Schon nicht verkehrt für Mitte November. Gestern Mittag war ich wieder ne Runde Basketball spielen. Das war wieder sehr cool, aber halt etwas warm. :-P Danach hatte ich schon Blasen an den Füßen, was meine Aktion in der Disco noch viel bewundernswerter macht, wie ich sagen würde. Hoffen wir, dass das so weitergeht. Für die nächsten Tage sieht die Wetterkarte auf jeden Fall fein aus… nicht für den Rest von Europa, aber für Spanien schon.

Bilder von Barcelona sind online!

Tuesday, November 7th, 2006

Ja, 274 Bilder von drei Kameras sind ne Menge. Das dauert was, bis das verfügbar ist. Aber nun ist es endlich soweit. Enjoy!

Ich will mein Geld zurück!

Friday, November 3rd, 2006

Das stand so nicht im Reiseführer!

Wir haben richtig deutsches Wetter hier. Alle haben mich ausgelacht, als ich einst den Regenschirm einpackte. Und nun? Es regnet und es ist kühl. Ich kann die Sonne nicht sehen. Da kann doch was nicht stimmen. Ich meine, die Frage ob kurze oder lange Hose stellt sich irgendwie gar nicht mehr. Ich hab bis heute noch nie etwas langärmliges in meiner Wohnung getragen (und auch draußen nicht bei Tageslicht). Ach ja: Erwähnte ich, dass es windig ist. Ich kann nichtmal mehr beide Fenster meines Zimmers weit geöffnet lassen ohne dass es richtig fegt.

Ehrlich, so geht das nicht weiter. Es ist mehrere Tage her, dass mir jemand erzählt hat, er wäre am Strand gewesen. Ja, ganze Tage. Dieser Monat ist wettertechnisch echt das Letzte. Ich hoffe, das geht fix vorbei, und wir kriegen wieder Wetter, wie es sich für Valencia gehört. Temperaturen unter 20° gehören in die Nacht… und auch nicht in jede.

Naja. So bleibt ja auch mal etwas Zeit für gemütliches Lernen zu hause oder wie z.B. heute einen Videoabend. Machen wir das Beste aus unserem Schicksal. :-P