Es weihnachtet nicht sehr. (Süden-Tour 2)

Der Plaza de España ist auch bei Dunkelheit schön, allerdings geschlossen. Hmpf. Wir sind wohl über ne Stunde durch die Stadt gelaufen um ein Restaurant zu finden, wo wir was essen können. Immer wieder haben wir Leute gefragt und immer wieder scheiterte es daran… dass Montag war. :) Wir haben es dann doch noch in einen Laden geschafft, wo wir ne Viertelstunde bevor die Küche schloss gerade noch was zu essen bekamen. Danach wollten wir dann noch irgendwohin, wo wir Flamenco erleben konnten. Uns wurde ein Laden genannt, den wir dann sogar irgendwann fanden (als Flamenco aber natürlich schon längst vorbei war). Es gibt übrigens scheinbar auch ein Agua de Sevilla, welches weit sprittiger ist als das Agua de Valencia, aber leider haben wir es nicht geschafft es zu kosten.
Am Mittwoch sahen wr uns zwei Städtchen nahe Sevilla an, die uns im Turisten-Büro empfohlen wurden. Das erste war Santipoce, welches uns als wichtigster Ort der alten Römer in der Provinz Sevilla verkauft wurde. Wirklich beeindruckendes gab es dort leider nicht zu sehen, und wir wären um ein Haar völlig durchnässt worden vom Regen, der plötzlich und irre heftig einsetzte. Der zweite Ort (Carmona) war weit sehenswerter und wir verbrachten ne ganze Weile dort bis es dann weiter ging nach Cádiz. Eigentlich wollten wir uns auf dem Weg dorthin noch die Formel 1-Rennstrecke in Jerez ansehen, aber da es schon dunkel war, verschoben wir das auf den nächsten Tag (an dem wir es dann aber doch sein ließen). [Nachtrag: Am nächsten Tag in Marbella las Heta im Internet, dass gerade an diesem Tag auf der Strecke ein großes Event mit McLaren stattfand. Wer weiß, ob wir dann dort rein gekommen wäre, aber das hätte schon was gehabt. Echt schade, dass wir nicht dort waren. Vielleicht ja, wenn ich das nächste Mal in der Gegend bin. :) ] In Cádiz wohnten wir in einem feinen Hotel mitten in der Stadt, hatten aber leider nur Zeit am Abend was zu essen und einen kurzen Blick auf die Stadt zu werfen. Heute Morgen gaben wir uns dann noch die Cámara Oscura im Torre Tavira. Das Teil ist wirklich ne coole Sache. Man steht in diesem Turm, auf dem ein Spiegel und ein paar Linsen angebracht sind, die etwas auf einen Schirm projezieren. Dadurch kann man dort von oben (live) einen Blick auf die ganze Stadt werfen. Eine Dame steht dann daneben und erzählt was zu den Gebäuden, die man sieht. Eine sehr coole Erfahrung und weit besser als mit nem Bus durch die Stadt zu fahren. Und man sieht halt nicht nur ein Video von der Stadt, sondern wirklich ein Live-Bild, sieht Leute auf ihren Dächern Wäsche aufhängen und sowas. :) Durch dieses Event sahen wir dann, dass Cádiz wohl leider doch einiges Sehenswertes hat, was wir uns leider nicht mehr ansehen konnten. Wir warfen noch einen kurzen Blick auf den Strand, der recht fein ist und an dem es ziemlich hohe Wellen gab (Atlantik halt), und sind nun auf dem Weg nach Tarifa, was an dem südlichsten Zipfelchen Spaniens liegt. Von da geht’s dann über Gibraltar nach Marbella.

Es ist krass, dass der Trip schon halb rum ist. Auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Da heute der 6. Dezember ist und die Spanier ja schon seit ner Woche oder so überall Weihnachtsdekoration hängen haben, wollten wir uns auch mal ein bisschen in Vorweihnachtsstimmung versetzen (weil das ja von selbst so schwer passiert bei 20° und Sonnenschein) und hören nun im Auto etwas Weihnachtsmusik. :) Es funktioniert relativ schlecht. Zwar ist das cool so durch Spaniens Straßen zu fahren, aber in Weihnachtsstimmung werden wir wohl erst in der Sekunde versetzt, in der wir in unserem Heimatland ankommen und uns irgendwas abfrieren.

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