Niemand spricht mehr deine Sprache… wieder daheim (Süden-Tour 8)

So, wieder im Lande und natürlich schon wieder kaum Zeit zu schreiben. Ich hab auf der Reise ab und an mal was verfasst, was ihr nun hier lesen könnt. Also blättert mal etwas zurück und fangt “vorne” an, bevor ihr weiterlest (Bei “Süden-Tour 1″).

Das Ende der Reise:
In Torrevieja frühstückten wir am Hafen in der Sonne und gingen dann etwas einen riiiiiesen Steg entlang. Der ging ewig weit ins Wasser und da das Wetter zwar schön aussah, aber trotzdem sehr kalt war (weil windig), gingen wir nur ein Stück. Den Park, der uns empfohlen wurde, fanden wir zwar, aber wirklich spektakulär war der wohl nicht. Es gab einen Aussichtsturm, in dem man mit ner Kamera war rumgucken konnte (mit Zoom; lustiges Spielzeug) und damit hatten wir dann auch alles gesehen. Auf einen 3km-Marsch um den See rum verzichteten wir, weil wir ja auch noch anderes sehen wollten auf dem Weg nach Valencia. Zunächst fuhren wir nach Alicante, was aber recht uninteressant erschien. Alles war zu, die Altstadt weit weg, wie hatten keinen Stadtplan (Sonntags hat sogar der Corte Ingles zu.) und auch nicht mehr wirklich Bock uns was anzusehen. Kurz vor Valencia (oder eher neben Valencia) machten wir dann noch fix Halt an der Formel 1-Strecke in Cheste. Dort ging an dem Tag scheinbar irgendwas Motorradmäßiges ab, was die aber schon wieder am einpacken waren. Trotzdem konnten wir uns durch eine Garage reinschleichen und einen Blick auf die Strecke werfen. Wäre schön gewesen etwas Action zu erleben, aber immerhin hab ich jetzt mal an einer Formel 1-Teststrecke gestanden. :)

Nun liegt dieses Highlight meines Aufenthalts also hinter mir und ich bin froh das gemacht zu haben. Ich habe viel gesehen und erlebt und wenn ich jetzt noch irgendwann mal eine Tour durch den Norden machen sollte, kenne ich mich in Spanien vermutlich weit besser aus als in Deutschland. Der übliche Effekt: Wenn man nur zu Besuch ist, guckt man sich viel gründlicher um. Ich habe nun fast ganz Andalusien gesehen. Wir waren bis auf eine in jeder Provinz Andalusiens und haben in den meisten sogar übernachtet. In den zehn Tagen haben wir ziemlich genau 2.400 Kilometer zurückgelegt, von denen ich vermutlich so 1.500 selbst gefahren bin. Es hat alles irre Spaß gemacht und war sehr interessant. Was mir auch Spanier hier bestätigt haben: Der andalusische Akzent ist echt krass. In der Gegend scheint man was gegen das S zu haben, denn es wird einfach nicht ausgesprochen. Man spricht dort z.b. “vamo” statt “vamos” oder “ma lejo” statt “mas lejos”. Da die spanischen Verbformen für die zweite Person (die man halt oft gebraucht, wenn man miteinander spricht) alle ein S am Ende tragen, klang das alles auch etwas komisch. :) Aber wir haben es überlebt und wir kamen überall klar. Da die Gegend sehr turistenbeliebt ist, spricht man an nicht wenigen Orten ja englisch oder sogar deutsch, was teilweise echt nervt, wenn man mal das Land Spanien wirklich erleben will. Da war es schon ein gutes Gefühl wieder zu hause zu sein, denn in der Provinz Valencia findet man nirgens ein englisches oder deutsches Wort an der Wand. Hier ist alles, wenn man Glück hat, in Spanisch oder eben Valenciano. Daran hab ich mich gewöhnt, und das hab ich unterwegs irgendwie vermisst, so bekloppt ich diese Zweisprachigkeit auch finde.
Nun stehen erstmal noch zwei Wochen Vorlesungen und all das an, in denen ich bestimmt nicht viel Zeit haben werde, und dann geht’s nach Deutschland. Werde vom 22.12. bis zum 7.1. dort sein. Also lasst mich wissen, wo ihr seid, dann überbrücken wir vielleicht auch noch die letzten Kilometer.

One Response to “Niemand spricht mehr deine Sprache… wieder daheim (Süden-Tour 8)”

  1. Andalusien Says:

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