Archive for January, 2007

Mini-Semesterferien in Deutschland

Friday, January 26th, 2007

Um mal kurz all den Neidern die rosarote Brille runter zu reißen: Ja, auch Spanien kann mieses Wetter haben und - jetzt haltet euch fest - ja, sogar Valencia! Also kühl bis kalt ist es hier ja schon ne Weile. (Das mit dem kurzen Herbstwinterfrühling war etwas voreilig.) Aber als ich heute morgen meine Augen öffnete, dachte ich echt, ich wär im falschen Film. Es donnerte, blitzte, stürmte, schüttete wie doof. Was für ein Glück, dass ich erst heute Abend wieder auf die Straße muss. Vielleicht hat es sich bis dahin beruhigt, denn am Wochenende soll es freundlicher werden. Für die, die mir nicht glauben:

Wetter in Valencia

So. Damit dieser Post hier jetzt nicht nur übers Wetter geht, denk ich mir noch was aus, was ich mitteilen möchte. Zur Zeit ist ja Prüfungsphase hier. Und auch die Zeit der finalen Projekte. Ich mache ein solches mit Stefan und Wolfgang (Wolfi) zusammen für das Fach “Real-Time Systems”. Unsere Aufgabe war eine Software zu entwickeln (in Ada), mit der man nen Roboter steuern kann (son Arm mit Zange). Außerdem sollte man verschiedene Positionen speichern und später abspulen lassen können. Also man kann eine Sequenz von Bewegungen speichern und der fährt die dann ab, wenn man will. Klingt interessant… ist es auch. Und wenn es funktioniert, macht es auch Spaß. Das Problem ist halt nur, dass wir alle die eine oder andere Klausur vor uns sehen und deswegen nicht so die Zeit für Spielereien haben. Die Deadline für das Projekt ist der 8. Februar, was eigentlich nach den Klausuren noch genug Zeit ließe, allerdings werden Stefan und ich vom 1. Februar an nicht hier sein, weswegen das vorher noch weg muss. An sich verbrachten wir wohl nicht übermäßig viel Zeit mit dem Projekt, aber mehr als wir dachten. Ich spare mir hier die Details, sonst hören die Nicht-Informatiker gleich alle auf zu lesen. :) Wir dachten schonmal, wir wären fertig, aber als wir dem Onkel vom Praktikum das dann zeigten, meinte der, wir hätten die Aufgabe nicht ganz richtig verstanden, also mussten wir unser Programm noch etwas erweitern (wieder ungeplant weitere Zeit investiert). Der scheint uns auch irgendwie zu unterschätzen. Als wir das erste Mal zu ihm kamen und meinten, wir würden ihm das gerne zeigen, hat der ganz überrascht geguckt und meinte dann: “Ihr wisst, dass ihr nen Bericht schreiben müsst?… Und ich muss mir das ansehen…” Der konnte nicht glauben, dass das alles klar war. Als er uns dann sagte, was noch fehlte und uns klar war, dass das in höchstens nem Tag gemacht ist, fragten wir direkt nach nem neuen Termin. Und er so nach dem Motto: Macht erstmal, dann sehen wir weiter. Ich glaub, der ist von den Spaniern ein anderes Arbeitstempo gewohnt.
Naja, jetzt haben wir am Montag nen Termin und danach liegt das dann hoffentlich hinter uns. Denn viel Zeit bleibt nicht mehr. Am 1.2. fliegt Stefan zu seinem - zugegebenermaßen recht verspäteten - Weihnachtsbesuch nach hause (cool wenn dir jemand Mitte Januar erzählt, er gehe Weihnachtsgeschenke kaufen) und kommt erst am 14. oder so wieder, und auch ich verbringe (dank Ryanair zu einem lächerlichen Preis) den Großteil meiner Mini-Semesterferien in Deutschland (vom 1. bis zum 7.2., jedoch weder in Aachen noch in Goch). Mich würde interessieren, was die Gerüchteküche so zusammenbekommt zu der Frage, wo ich sein werde und was ich da mache. An die Eingeweihten: pssst :)

Bis zu meiner Abreise wird meine Zeit dann hauptsächlich aus Lernen bestehen, unterbrochen von so Aktionen wie z.b. einem großen Abschieds-Paella-Essen morgen Abend oder einem Vorräte-Vernichtungsessen bei Heta und Bea am Dienstag.

Die Tücken der Essenssuche

Thursday, January 25th, 2007

Gestern wollten wir baskisch essen gehen. Beatrice schwärmt ja immerzu von dem Essen aus dem Baskenland, und nun hat sie durch Zufall ein solches Restaurant gefunden, also stellten wir den Plan auf bevor hier alles vorbei ist da mal rein zu schauen. Der Abend fing gut an, denn ich wurde als einziger nicht über die Planänderung informiert, dass wir uns später treffen. Zur Zeit ist es hier in Valencia auch ziemlich kühl, weswegen son bisschen Rumstehen auf offener Straße eigentlich keinen Spaß macht. Aber letztendlich waren wir dann dort drin und irgendwie… war das nicht das Richtige. Es gab nicht das, wonach wir suchten. Also ich wusste nicht, was wir suchten, aber Bea fand nichts, was ihre Vorfreude hätte wecken können. Ich glaub, vieles von deren Essen war schlicht spanisch. Die hatten allerdings auch komische Sachen wie Schweinefüße, Schneineschwanz, … ne Menge vom Schwein, was man sonst nicht so auf den Teller bekommt… aber irgendwie war der Laden nix. Zudem war er sehr teuer. Es gab sogar eine eigene America’s Cup Karte. *kopfschüttel* Ich mein, ist ja auch nur noch ein paar Monate hin und man kann das ja ruhig schonmal zum Anlass nehmen ein paar Gerichte mit den Namen der Teams zu versehen und sich das gut bezahlen zu lassen. Eine Unsitte hier in Spanien - gerade bei teureren Restaurants - ist, die Umsatzsteuer (7%, wie bei uns) nicht in den Preis zu packen. Nicht immer findet sich der Hinweis darauf so leicht auf der Karte wie in dem Laden. Aber ich find das so oder so ne Frechheit.
Wir haben uns dann überlegt, dass der Laden ein Fehltritt war, haben jeder unser Wasser geleert und die Rechnung verlangt. :) Das Wasser war gar nicht so teuer und wir haben noch nen Euro Trinkgeld draufgelegt (bei dem Betrag waren das glatte 20%). Trotzdem schaute die Dame nicht sehr freundlich drein als sie das Geld nahm. Aber es war nicht so, dass wir wertvolle Kapazitäten belegt hätten. Der Laden war bis auf uns nahezu leer, denn wir waren schon sehr früh (gegen neun) dort.

Und es war auch echt gut, dass wir so früh waren, denn wir brauchten ja nun eine Essensalternative. Uns fiel da die Bodega neben DER Bodega ein. Zu der beliebtesten Bodega Valencias kann man gerade mittwochs nach acht Uhr nämlich nicht mehr gehen, es sei denn man möchte viele, viele Menschen beim Spaßhaben beobachten… durchs Fenster. Aber ein paar Häuser weiter ist eine weitere Bodega, in der immer recht wenig los ist. Wir haben die schonmal als Alternative genutzt. Die ist ähnlich günstig und hat mehr Auswahl. Wir liefen also dorthin (20 min) und stellten fest, dass auch sie an dem Tag sehr gut besucht war. Dann fiel mir der Chinese ein, bei dem ich mal mit ein paar Leuten essen war (vielleicht hab ich das sogar hier erwähnt). Der verkauft ein All-you-can-eat-Buffet für 6,50 EUR, bei dem man sogar noch eine recht ausreichende Menge Getränke und ein Nachtischlein dazu bekommt. Ich erinnerte mich nicht mehr ganz präzise an den Ort. Weil das baskische Restaurant bei mir um die Ecke war, hatte ich keinen Stadtplan dabei wie ich das sonst eigentlich immer hab. Aber es ging auch ohne. Wir waren dann nochmal mindestens ne halbe Stunde (eher 45 min) unterwegs (und es war wirklich kalt), fanden den Laden dann aber doch problemlos (leider nicht auf dem kürzesten Weg). Mittlerweile waren wir dann auch ziemlich hungrig, stellten aber fest, dass es das Buffet mittwochs gar nicht gibt. :( Allerdings standen einige Menüs auf der Karte, mit denen man (ohne Getränke) auch für 4-6 Euro davonkam. Also ein sehr günstiger Chinese. Werde da wohl noch öfter vorbeischauen. Leider nicht ganz so nah bei mir. :) So schwierig kann es also sein hier was zu essen zu finden. Letztendlich waren wir dann so gegen Mitternacht wieder auf dem Heimweg.
Bea hat sich jetzt nochmal mit System umgesehen nach baskischen Restaurants und welche gefunden. Vielleicht gibt das also doch noch was mit dem baskischen Essen. *daumendrück*

Valencia durch Brillengläser

Monday, January 22nd, 2007

Ja, diese Woche war fein. Nicht nur weil der Herbstwinterfrühling hier recht kurz war und wir von jetzt auf gleich schon wieder Bomben-Wetter haben mit mehr als 20° und blauem Himmel. Um im Dunkeln zu spazieren nimmt man immer noch besser mal ne Jacke mit und das Wasser ist bestimmt auch noch kühl, aber am Strand liegen könnte man sich mittags schon fast wieder vorstellen. Entschuldigt, sturmgeschädigte Deutsche, aber ich muss das hier mal grad für die Nachwelt festhalten.

Warum war die Woche noch cool? Ich hatte ja schon von den Party-Events am Mittwoch und Donnerstag erzählt. Die waren wirklich fein, vor allem weil sie halt trotz allem die Uni nicht beeinträchtigt haben. Am Freitag feierte Isabel bei sich zu hause mit viel Käse, Brot und so Zeugs und noch mehr Wein in ihren Geburtstag hinein. Das war echt eine Party nach meinem Geschmack. Wir saßen mit einigen Leuten (10-15, schätze ich) in ihrem Wohnzimmer, tranken, aßen, quatschten, … echt toll. So toll, dass ich direkt mal bis morgens dablieb. :) Irgendwann (vielleicht um drei oder so) gingen einige Gäste noch in die Altstadt zum Tanzen. So wirklich war mir zu einer solchen Aktion nicht zumute. Es wäre von dort aus ähnlich weit zu mir nach hause gewesen, also hätte ich schon mal dort vorbeischauen können, aber ich dachte nicht, dass ich arg viel Spaß haben würde und dafür mit dem Taxi dorthin und vor allem von dem überaus bequemen Sofa aufstehen… :) Ich blieb also mit den spärlichen Überresten der Gästeliste und bekam angeboten auch den Rest der Nacht schlafend auf diesem Sofa zu verbringen. Das tat ich dann auch (so ab fünf), als die Party endgültig vorbei war. Am nächsten Tag hatte ich mich mittags an der Uni verabredet um an einem Projekt zu arbeiten. Zum Glück musste ich dafür nichts mitbringen, so dass ich von Isabel aus direkt zur Uni fahren konnte, die ist da nämlich direkt um die Ecke. (Das bedeutet, es existiert eine gute Metro-Anbindung.) Ich ersparte mir also 45 min nach hause und dann nochmal eine ähnliche Zeit wieder zurück zur uni zu fahren, so dass ich noch beim Aufräumen helfen konnte und das Appartment bei meinem Verlassen schon wieder ziemlich ordentlich aussah. Außerdem gab’s Frühstück. :) Auf einmal fiel Isabel nämlich ein, dass sie vergessen hatte um Mitternacht den Kuchen raus zu holen. Natürlich sehr praktisch, da nun etwa 10 Menschen weniger anwesend waren um sich dessen anzunehmen.

Die Arbeit an der Uni lief gut und ich war für das kurze Stückchen Schlaf erstaunlich leistungsfähig. Ein bisschen blöd war, dass ich am Abend zuvor zu Isabel natürlich meine dicke Jacke anzog, weil ich damit rechnete morgens um vier nach hause zu müssen und diese in der Mittagssonne nun etwas lästig war.

Am Abend war ich dann noch mit Heta und Bea im Kino. Wir wollten uns eigentlich “Casino Royale” ansehen, aber damit hatte uns die Website auf den Leim geführt, denn der lief zu der Zeit nicht, als wir dort ankamen. Also sahen wir “Vacaciones”, welcher im Englischen “The Holiday” und im Deutschen, glaub ich, “Liebe braucht keine Ferien” heißt. Der Film war ganz fein. Wir konnten ihn trotz eines anwesenden Kindergeburtstages genießen und verstanden sogar einiges. Hinterher waren wir noch in einem extrem coolen italienischen Restaurant in der Altstadt essen. Die Deko dort ist wirklich herausragend, und das Essen äußerst genießbar. Wer es sehen will, möge seinen Hintern her bewegen. :)
Der Abend endete früh, weil wir alle in der Nacht zuvor nicht viel Schlaf bekommen hatten. (Heta und Bea gehörten zu denen, die von Isabel zur Altstadt aufbrachen und vermutlich später als ich im Bett waren.)
Heute machte ich dann eine neue Erfahrung: Valencia durch Brillengläser. Denn nachdem ich meine Kontaktlinsen nun bis gestern Abend etwa 40 Stunden drin hatte, wollte ich meinen Augen heute mal eine Atem-Pause gönnen. Durch diese Brillengläser wirkte ich dann an der annähernden Finalisierung des Projektes mit, so dass die Woche wirklich gut aufhört. Morgen ist hier irgendein Feiertag. Kein Schimmer, was der so kann, aber ich muss ja eh lernen und projektieren. Die nächste Woche wird voll von Uni-Arbeit, aber dann wird’s erstmal entspannend. Es wird also (auch hier im blog, hoffe ich) nicht wirklich langweilig.

Erasmus-Tagesgeschäft

Friday, January 19th, 2007

Am Mittwoch haben wir mal wieder (klingt als würden wir das ständig tun; falsch) einen Erasmus-Abend verlebt. Wir trafen uns zunächst in der Bodega. (Valencia hat zig davon, aber es gibt eine herausragende, und jeder weiß, wovon man spricht, wenn man nur Bodega sagt.) Weil da hauptsächlich Erasmusler abhängen, bekommt man dort schon kaum noch nen Stehplatz, wenn die Spanier erstmal das Haus verlassen. Es heißt also früh da sein. Da ich Mittwochs immer bis acht Uhr Vorlesung habe, war ich bisher immer jemand, für den man einen Stuhl freihalten musste. Diesmal war das anders. Die Vorlesung war schon nach der halben Zeit rum. Die Entscheidung, ob ich meine Uni-Tasche mit auf den Erasmus-Abend nehme oder von der Uni erst nach hause und dann ziemlich genau den halben Weg wieder zurück zur Bodega latsche, nahm ich mir ab, indem ich in der Uni lediglich mit einem leeren Zettel und einem Stift in der Tasche aufkreuzte, was ich nichtmal brauchte. Es war die letzte Vorlesung, und viel passierte da nicht mehr. Aber ich wollte vorbereitet sein, falls die Dozentin irgendwas über die Klausur verrät.
Gegen acht uhr stand ich also schon vor der Bodega, aber natürlich war niemand sonst dort (Treffzeitpunkt war ja auch bloß um acht). Ich hab dann Heta und Bea zu hause abgeholt, weil die beiden nicht weit von dort wohnen. Als wir dann zu dritt wiederkamen, waren alle weiteren Personen dort. Sandra hatte mit ihrer Mitbewohnerin die ganze Aktion überhaupt erst angezettelt und war mit eingefleischten Erasmus-Abend-Veteranen zusammen dort. Wir waren insgesamt neun Menschen (ein Geburtstagskind) und futterten und becherten ziemlich umfangreich von acht bis nach zwölf (wie man das in dem Laden halt so macht). Am Ende war jeder dann schlappe sieben Euro los. Ja, günstig ist der Laden auch noch. Darum ist es dort auch immer - vorsichtig ausgedrückt - unheimlich voll. Am Mittwoch war es erstaunlich leer. Man konnte den ganzen Abend lang die Eingangstüre sehen, es blieb ständig ein begehbarer Gang in der Mitte frei und ich hab sogar noch irgendwo Stühle rumstehen sehen. Normalerweise kann man hier nach acht Uhr die Hoffnung auf einen Sitzplatz und nach zehn auch die auf einen Stehplatz begraben. Da wollte ich den Leuten endlich mal zeigen, wie voll der Laden werden kann, und da läuft da nix. :) Es wird vermutlich an der Prüfungsphase liegen, die man vielen Erasmuslern ja nicht anmerkt, die auf der Straße antreffbaren Spanier aber spürbar ausdünnt. Diese Bodega ist Ausgangspunkt für unheimlich viele Erasmus-Abende. Wenn man dort rausgekehrt wird (zwischen zwölf und eins), geht man in eine Bar oder sowas. Wir waren (fast die einzigen) im Cafe Paris, das tagsüber wie eine abrissreife Ruine und nachts wie ein Bordell aussieht. Von innen ist es da aber ganz nett, und man kann nicht nur Agua de Valencia genießen, sondern auch viele andere “Aguas”, die sich alle durch die zugesetzten Säfte unterscheiden. Die restlichen Zutaten, die auf der Karte mit “Alcohol y Champán” umschrieben werden, sind invariant. Da das Geburtstagskind unter uns scheinbar viele andere Menschen motiviert hatte uns beizuwohnen, war unsere Gruppe zu dieser Zeit schon auf über 15 Menschen angewachsen. Auch Jonas kam plötzlich mit einem Schwung Leute die Tür rein. Interessant, wer einem auf so einem Abend so alles begegnet. :) Wir bestellten die eine oder andere Karaffe und bekamen hinterher sogar noch eine geschenkt, von der ich weiterhin behaupte, dass ihr Inhalt nicht nur aussah wie Spülmittel.
Der letzte Abschnitt eines traditionellen Erasmus-Abends (Er beginnt so gegen 2 oder 3 Uhr.) findet in einer Disco statt, wofür man sich mittwochs in der Regel das “Caribeans” aussucht. Fragt mich nicht, warum? Niemand weiß es, aber alle sind dort. Vermutlich gerade deshalb. :) Man stelle sich also einen winzigen Kellerraum mit DJ und Theke vor, in dem sich hunderte Erasmusler drängen. Eine schöne Art seine Zeit zu verbringen, nicht? Meiner Ansicht nach kann man in dem Laden eigentlich nichts vernünftig tun. Zu eng zum Tanzen, zu laut zum Reden, zu teuer zum Saufen, … was zu gehen scheint ist Frauen aufzureißen, aber auch nur, wenn man sie schon Stunden zuvor - beispielsweise in einer Bodega - abgefüllt hat. Man hört und sieht auf jeden Fall ständig solche “Erfolgsgeschichten”. Da das nun jetzt nicht grad eines meiner Hobbys ist, fühl ich mich in dem Laden nicht wirklich wohl. Eigentlich wollte ich da noch nie hin. Ich wurde am Mittwoch nun zum dritten Mal abgefüllt und dorthin geschliffen. :) Naja, ich bin nach kurzer Zeit gegangen und die anderen, wie ich mir hinterher habe sagen lassen, dann auch recht bald.
Am nächsten Morgen gestaltete sich das Aufstehen dann etwas unschön, unter anderem weil es recht früh geschehen musste. Denn ich hatte mich in der Uni verabredet um ein Projektchen für Freitag zu vollenden. Das lief aber auch ganz gut.

Bea scheint von uns allen am meisten Spaß gehabt zu haben. (Vielleicht wurde sie noch getoppt von dem Typen unter uns, der der Erzählung nach zu den erfolgreichen Abschleppern des Abends gehörte.) Sie wollte dann gestern direkt wieder weg. Monatelang rennen wir hier rum und haben quasi nie sowas gemacht. Ich würde auch sagen, dass wir nicht so höllisch viel verpasst haben. Man sollte es mal erleben, aber ich könnte mir nie vorstellen, das wöchentlich oder gar öfter zu machen. Bea jedoch wollte wieder los, also haben wir gestern noch was nettes Kleines erlebt. Wir waren in einer Crepería am Plaza de la Virgen und danach in einer Bar in “El Carmen”, dem Altstadt-Viertel von Valencia. Das war die gleiche Bar, in der wir einst mit den Spanisch-Lehrerinnen waren (niemand wird sich daran erinnern), aber diesmal waren wir in dem gemütlichen Teil. An dem Abend haben wir Isabels Vater kennengelernt, der zur Zeit zu Besuch ist. War ein sehr schöner Abend. Völlig anders als der davor, aber beide fein. :)

Ich glaub, Formel 1 ist wirklich langweilig.

Wednesday, January 17th, 2007

Ich würd vielleicht nicht unbedingt sagen, dass ich Zeit habe, aber mir ist danach mal wieder was zu schreiben. Ist ja schon ne ganze Weile her, dass ich was von mir habe hören lassen. Die Frequenz meiner Posts ist echt zurückgegangen. Es passiert nun auch nicht so höllisch viel im Moment. Zumindest nichts, worüber jemand gerne lesen würde, glaube ich. Aber es ist auch nicht langweilig.

Also zu meiner großen Ankündigung von diesem Formel 1-Dings:
Nun, das war nicht so der Burner, der es versprach zu sein. Wir hatten Widersprüchliches über die Startzeit gehört, also waren wir viel zu früh dort, weil wir uns schon um fünf an meiner Tür trafen. Dadurch waren wir natürlich unter den ersten und bekamen noch einen Spitzen-Platz direkt an der Straße. Für die Eingeweihten: Wir standen am Paseo de la Alameda. Das war so etwa die große Gerade der Strecke, die man hier in der Stadt abgesteckt hatte. Da konnten die Herren von McLaren richtig Gas geben… und das taten sie auch. Aber darauf mussten wir halt warten. Stundenlang. Vielleicht startete das Event in der CAC früher (Da waren Scheinwerfer und all das.), aber da konnten wir nicht gucken gehen, weil wir sonst unseren guten Platz verloren hätten (und ich schätze, die haben auch nicht jeden rein gelassen). Bei uns wurde es so gegen halb acht interessant. Die mathematisch begabten Leser werden nun verstehen, warum meine Erinnerung von diesem Ereignis hauptsächlich Warten beinhaltet.
Zunächst wurden die Fahrer des Teams rumgefahren. Sie saßen hinten auf SLK-Cabrios und brausten an der jubelnden Menge vorbei. Dann klemmten sie sich selbst hinter das Steuer und führten wohl auch ein paar Späße auf, wie sich aus den Spuren, die wir auf anderen Teilen der Strecke fanden, schließen ließ. Nach einer weiteren Wartezeit kamen dann die Formel 1-Wagen auf die Strecke. Man munkelt, dass es noch die alten waren, wobei ich sicher bin, dass nahezu niemand, der dort stand, das bestätigen oder abstreiten könnte. Leider fuhren sie nur zwei Runden. Es war schon fein mal direkt neben einem beschleunigenden Formel 1-Wagen zu stehen und jetzt weiß ich auch, warum jeder, den man an einer solchen Strecke findet, Ohrenschützer trägt, aber ich bin nicht sicher, ob es die Warterei wert war.
Uns war recht kalt und wir hatten Hunger, also beschlossen wir direkt nach der Auto-Show was essen zu gehen. Das taten wir dann auch und liefen somit dem Menschenstrom entgegen, der von den äußeren Bereichen der Strecke in die CAC ströhmte. Denn dort begann nun irgendwo (Wir haben es nur auf den riiiiesigen Fernsehschirmen gesehen.) eine Bühnenshow. Später soll es auch ein richtig fettes Feuerwerk gegeben haben, aber wir waren wirklich hungrig. :) Der Park vor der CAC ist wirklich schön, aber für solche Menschenmassen etwas ungeeignet. Denn es schlängelt sich ein Wässerchen da durch, welches man hier und da über winzige Brücken überqueren kann. Wenn nun tausende Menschen den Park durchqueren wollen, wird das etwas eng… aber lustig anzusehen. Heta bekam am nächsten Tag von einer anderen Finnin erzählt, diese habe sogar Mika Häkkinen gesehen und ein paar Worte mit ihm gewechselt. Es muss ein fettes Event gewesen sein. Wir hätten das anders angehen sollen um es korrekt zu genießen. Naja. Nächstes Mal. :)

McLaren in Valencia

Friday, January 12th, 2007

Ich komme im Moment zu wenig. Bald werd ich bestimmt auch mal wieder was hören lassen wie es so läuft, aber arg spannend ist es im Moment nicht. Prüfungsphase halt.

Aber ich wollte kurz eine Ankündigung loswerden (später werd ich dann bestimmt ausführlich berichten, wie’s war): Am nächsten Montag (15.01.2007) findet abends hier in der Ciudad de las Artes y Ciencias (quasi vor meiner Haustür) ein fettes Event statt. Der Rennstall McLaren Mercedes wird dort sein neues Auto vorstellen zusammen mit seinem scheinbar neuen Piloten Alonso (der ja Spanier ist). Das wird bestimmt ne große Sache (hab was von 400.000 Besuchern gehört), und vielleicht kann man im Fernsehn was davon mitkriegen. Also schaut mal rein. Vielleicht wink ich in die Kamera.