Mini-Semesterferien in Deutschland
Friday, January 26th, 2007Um mal kurz all den Neidern die rosarote Brille runter zu reißen: Ja, auch Spanien kann mieses Wetter haben und - jetzt haltet euch fest - ja, sogar Valencia! Also kühl bis kalt ist es hier ja schon ne Weile. (Das mit dem kurzen Herbstwinterfrühling war etwas voreilig.) Aber als ich heute morgen meine Augen öffnete, dachte ich echt, ich wär im falschen Film. Es donnerte, blitzte, stürmte, schüttete wie doof. Was für ein Glück, dass ich erst heute Abend wieder auf die Straße muss. Vielleicht hat es sich bis dahin beruhigt, denn am Wochenende soll es freundlicher werden. Für die, die mir nicht glauben:
So. Damit dieser Post hier jetzt nicht nur übers Wetter geht, denk ich mir noch was aus, was ich mitteilen möchte. Zur Zeit ist ja Prüfungsphase hier. Und auch die Zeit der finalen Projekte. Ich mache ein solches mit Stefan und Wolfgang (Wolfi) zusammen für das Fach “Real-Time Systems”. Unsere Aufgabe war eine Software zu entwickeln (in Ada), mit der man nen Roboter steuern kann (son Arm mit Zange). Außerdem sollte man verschiedene Positionen speichern und später abspulen lassen können. Also man kann eine Sequenz von Bewegungen speichern und der fährt die dann ab, wenn man will. Klingt interessant… ist es auch. Und wenn es funktioniert, macht es auch Spaß. Das Problem ist halt nur, dass wir alle die eine oder andere Klausur vor uns sehen und deswegen nicht so die Zeit für Spielereien haben. Die Deadline für das Projekt ist der 8. Februar, was eigentlich nach den Klausuren noch genug Zeit ließe, allerdings werden Stefan und ich vom 1. Februar an nicht hier sein, weswegen das vorher noch weg muss. An sich verbrachten wir wohl nicht übermäßig viel Zeit mit dem Projekt, aber mehr als wir dachten. Ich spare mir hier die Details, sonst hören die Nicht-Informatiker gleich alle auf zu lesen.
Wir dachten schonmal, wir wären fertig, aber als wir dem Onkel vom Praktikum das dann zeigten, meinte der, wir hätten die Aufgabe nicht ganz richtig verstanden, also mussten wir unser Programm noch etwas erweitern (wieder ungeplant weitere Zeit investiert). Der scheint uns auch irgendwie zu unterschätzen. Als wir das erste Mal zu ihm kamen und meinten, wir würden ihm das gerne zeigen, hat der ganz überrascht geguckt und meinte dann: “Ihr wisst, dass ihr nen Bericht schreiben müsst?… Und ich muss mir das ansehen…” Der konnte nicht glauben, dass das alles klar war. Als er uns dann sagte, was noch fehlte und uns klar war, dass das in höchstens nem Tag gemacht ist, fragten wir direkt nach nem neuen Termin. Und er so nach dem Motto: Macht erstmal, dann sehen wir weiter. Ich glaub, der ist von den Spaniern ein anderes Arbeitstempo gewohnt.
Naja, jetzt haben wir am Montag nen Termin und danach liegt das dann hoffentlich hinter uns. Denn viel Zeit bleibt nicht mehr. Am 1.2. fliegt Stefan zu seinem - zugegebenermaßen recht verspäteten - Weihnachtsbesuch nach hause (cool wenn dir jemand Mitte Januar erzählt, er gehe Weihnachtsgeschenke kaufen) und kommt erst am 14. oder so wieder, und auch ich verbringe (dank Ryanair zu einem lächerlichen Preis) den Großteil meiner Mini-Semesterferien in Deutschland (vom 1. bis zum 7.2., jedoch weder in Aachen noch in Goch). Mich würde interessieren, was die Gerüchteküche so zusammenbekommt zu der Frage, wo ich sein werde und was ich da mache. An die Eingeweihten: pssst
Bis zu meiner Abreise wird meine Zeit dann hauptsächlich aus Lernen bestehen, unterbrochen von so Aktionen wie z.b. einem großen Abschieds-Paella-Essen morgen Abend oder einem Vorräte-Vernichtungsessen bei Heta und Bea am Dienstag.