Valencia durch Brillengläser

Ja, diese Woche war fein. Nicht nur weil der Herbstwinterfrühling hier recht kurz war und wir von jetzt auf gleich schon wieder Bomben-Wetter haben mit mehr als 20° und blauem Himmel. Um im Dunkeln zu spazieren nimmt man immer noch besser mal ne Jacke mit und das Wasser ist bestimmt auch noch kühl, aber am Strand liegen könnte man sich mittags schon fast wieder vorstellen. Entschuldigt, sturmgeschädigte Deutsche, aber ich muss das hier mal grad für die Nachwelt festhalten.

Warum war die Woche noch cool? Ich hatte ja schon von den Party-Events am Mittwoch und Donnerstag erzählt. Die waren wirklich fein, vor allem weil sie halt trotz allem die Uni nicht beeinträchtigt haben. Am Freitag feierte Isabel bei sich zu hause mit viel Käse, Brot und so Zeugs und noch mehr Wein in ihren Geburtstag hinein. Das war echt eine Party nach meinem Geschmack. Wir saßen mit einigen Leuten (10-15, schätze ich) in ihrem Wohnzimmer, tranken, aßen, quatschten, … echt toll. So toll, dass ich direkt mal bis morgens dablieb. :) Irgendwann (vielleicht um drei oder so) gingen einige Gäste noch in die Altstadt zum Tanzen. So wirklich war mir zu einer solchen Aktion nicht zumute. Es wäre von dort aus ähnlich weit zu mir nach hause gewesen, also hätte ich schon mal dort vorbeischauen können, aber ich dachte nicht, dass ich arg viel Spaß haben würde und dafür mit dem Taxi dorthin und vor allem von dem überaus bequemen Sofa aufstehen… :) Ich blieb also mit den spärlichen Überresten der Gästeliste und bekam angeboten auch den Rest der Nacht schlafend auf diesem Sofa zu verbringen. Das tat ich dann auch (so ab fünf), als die Party endgültig vorbei war. Am nächsten Tag hatte ich mich mittags an der Uni verabredet um an einem Projekt zu arbeiten. Zum Glück musste ich dafür nichts mitbringen, so dass ich von Isabel aus direkt zur Uni fahren konnte, die ist da nämlich direkt um die Ecke. (Das bedeutet, es existiert eine gute Metro-Anbindung.) Ich ersparte mir also 45 min nach hause und dann nochmal eine ähnliche Zeit wieder zurück zur uni zu fahren, so dass ich noch beim Aufräumen helfen konnte und das Appartment bei meinem Verlassen schon wieder ziemlich ordentlich aussah. Außerdem gab’s Frühstück. :) Auf einmal fiel Isabel nämlich ein, dass sie vergessen hatte um Mitternacht den Kuchen raus zu holen. Natürlich sehr praktisch, da nun etwa 10 Menschen weniger anwesend waren um sich dessen anzunehmen.

Die Arbeit an der Uni lief gut und ich war für das kurze Stückchen Schlaf erstaunlich leistungsfähig. Ein bisschen blöd war, dass ich am Abend zuvor zu Isabel natürlich meine dicke Jacke anzog, weil ich damit rechnete morgens um vier nach hause zu müssen und diese in der Mittagssonne nun etwas lästig war.

Am Abend war ich dann noch mit Heta und Bea im Kino. Wir wollten uns eigentlich “Casino Royale” ansehen, aber damit hatte uns die Website auf den Leim geführt, denn der lief zu der Zeit nicht, als wir dort ankamen. Also sahen wir “Vacaciones”, welcher im Englischen “The Holiday” und im Deutschen, glaub ich, “Liebe braucht keine Ferien” heißt. Der Film war ganz fein. Wir konnten ihn trotz eines anwesenden Kindergeburtstages genießen und verstanden sogar einiges. Hinterher waren wir noch in einem extrem coolen italienischen Restaurant in der Altstadt essen. Die Deko dort ist wirklich herausragend, und das Essen äußerst genießbar. Wer es sehen will, möge seinen Hintern her bewegen. :)
Der Abend endete früh, weil wir alle in der Nacht zuvor nicht viel Schlaf bekommen hatten. (Heta und Bea gehörten zu denen, die von Isabel zur Altstadt aufbrachen und vermutlich später als ich im Bett waren.)
Heute machte ich dann eine neue Erfahrung: Valencia durch Brillengläser. Denn nachdem ich meine Kontaktlinsen nun bis gestern Abend etwa 40 Stunden drin hatte, wollte ich meinen Augen heute mal eine Atem-Pause gönnen. Durch diese Brillengläser wirkte ich dann an der annähernden Finalisierung des Projektes mit, so dass die Woche wirklich gut aufhört. Morgen ist hier irgendein Feiertag. Kein Schimmer, was der so kann, aber ich muss ja eh lernen und projektieren. Die nächste Woche wird voll von Uni-Arbeit, aber dann wird’s erstmal entspannend. Es wird also (auch hier im blog, hoffe ich) nicht wirklich langweilig.

Leave a Reply