Die Tücken der Essenssuche

Gestern wollten wir baskisch essen gehen. Beatrice schwärmt ja immerzu von dem Essen aus dem Baskenland, und nun hat sie durch Zufall ein solches Restaurant gefunden, also stellten wir den Plan auf bevor hier alles vorbei ist da mal rein zu schauen. Der Abend fing gut an, denn ich wurde als einziger nicht über die Planänderung informiert, dass wir uns später treffen. Zur Zeit ist es hier in Valencia auch ziemlich kühl, weswegen son bisschen Rumstehen auf offener Straße eigentlich keinen Spaß macht. Aber letztendlich waren wir dann dort drin und irgendwie… war das nicht das Richtige. Es gab nicht das, wonach wir suchten. Also ich wusste nicht, was wir suchten, aber Bea fand nichts, was ihre Vorfreude hätte wecken können. Ich glaub, vieles von deren Essen war schlicht spanisch. Die hatten allerdings auch komische Sachen wie Schweinefüße, Schneineschwanz, … ne Menge vom Schwein, was man sonst nicht so auf den Teller bekommt… aber irgendwie war der Laden nix. Zudem war er sehr teuer. Es gab sogar eine eigene America’s Cup Karte. *kopfschüttel* Ich mein, ist ja auch nur noch ein paar Monate hin und man kann das ja ruhig schonmal zum Anlass nehmen ein paar Gerichte mit den Namen der Teams zu versehen und sich das gut bezahlen zu lassen. Eine Unsitte hier in Spanien - gerade bei teureren Restaurants - ist, die Umsatzsteuer (7%, wie bei uns) nicht in den Preis zu packen. Nicht immer findet sich der Hinweis darauf so leicht auf der Karte wie in dem Laden. Aber ich find das so oder so ne Frechheit.
Wir haben uns dann überlegt, dass der Laden ein Fehltritt war, haben jeder unser Wasser geleert und die Rechnung verlangt. :) Das Wasser war gar nicht so teuer und wir haben noch nen Euro Trinkgeld draufgelegt (bei dem Betrag waren das glatte 20%). Trotzdem schaute die Dame nicht sehr freundlich drein als sie das Geld nahm. Aber es war nicht so, dass wir wertvolle Kapazitäten belegt hätten. Der Laden war bis auf uns nahezu leer, denn wir waren schon sehr früh (gegen neun) dort.

Und es war auch echt gut, dass wir so früh waren, denn wir brauchten ja nun eine Essensalternative. Uns fiel da die Bodega neben DER Bodega ein. Zu der beliebtesten Bodega Valencias kann man gerade mittwochs nach acht Uhr nämlich nicht mehr gehen, es sei denn man möchte viele, viele Menschen beim Spaßhaben beobachten… durchs Fenster. Aber ein paar Häuser weiter ist eine weitere Bodega, in der immer recht wenig los ist. Wir haben die schonmal als Alternative genutzt. Die ist ähnlich günstig und hat mehr Auswahl. Wir liefen also dorthin (20 min) und stellten fest, dass auch sie an dem Tag sehr gut besucht war. Dann fiel mir der Chinese ein, bei dem ich mal mit ein paar Leuten essen war (vielleicht hab ich das sogar hier erwähnt). Der verkauft ein All-you-can-eat-Buffet für 6,50 EUR, bei dem man sogar noch eine recht ausreichende Menge Getränke und ein Nachtischlein dazu bekommt. Ich erinnerte mich nicht mehr ganz präzise an den Ort. Weil das baskische Restaurant bei mir um die Ecke war, hatte ich keinen Stadtplan dabei wie ich das sonst eigentlich immer hab. Aber es ging auch ohne. Wir waren dann nochmal mindestens ne halbe Stunde (eher 45 min) unterwegs (und es war wirklich kalt), fanden den Laden dann aber doch problemlos (leider nicht auf dem kürzesten Weg). Mittlerweile waren wir dann auch ziemlich hungrig, stellten aber fest, dass es das Buffet mittwochs gar nicht gibt. :( Allerdings standen einige Menüs auf der Karte, mit denen man (ohne Getränke) auch für 4-6 Euro davonkam. Also ein sehr günstiger Chinese. Werde da wohl noch öfter vorbeischauen. Leider nicht ganz so nah bei mir. :) So schwierig kann es also sein hier was zu essen zu finden. Letztendlich waren wir dann so gegen Mitternacht wieder auf dem Heimweg.
Bea hat sich jetzt nochmal mit System umgesehen nach baskischen Restaurants und welche gefunden. Vielleicht gibt das also doch noch was mit dem baskischen Essen. *daumendrück*

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