Archive for March, 2007

Wohnungssituation-Update

Tuesday, March 27th, 2007

Hach, davon werd ich auch noch meinen Enkeln erzählen können. Kurzes Was-bisher-geschah: Susana (unsere Vermieterin) zog zu ihrem Freund, sagte uns (Jonas und mir) quasi nix davon, plötzlich saßen neue Leute in ihrem Zimmer, Jonas zog auch aus, weil’s ihm zu blöd wurde, ich sollte Nachschub besorgen, keiner wollte, plötzlich war jemand da (Yassin). Dieser jemand ist übrigens… naja. Yassin ist witzig und auch ein netter Kerl (Mein Besuch kam auch mit ihm klar.), aber er ist halt was komisch. Mal abgesehen davon dass er schnarcht wie doof macht er auch in wachem Zustand komische Geräusche. Man stelle sich einen Menschen mit einem schrecklichen Schnupfen vor, der noch nie von der Existenz eines Taschentuchs gehört hat. Paints a picture, hm?

Ich hatte mich also damit abgefunden, dass der Mensch hier wohnt und mit Zuversicht auf die erneute Vermietung von Susanas altem Zimmer geblickt, die für April geschehen sollte, denn daran sollte ich ja wieder teilhaben. Und auch wenn die Chancen schlecht standen, dass das besser ablaufen würde, stirbt die Hoffnung ja wie immer zuletzt. Doch all das ist nun egal, denn ich ziehe ebenfalls Anfang April aus. Wie mag das plötzlich kommen, wollte ich doch mir den Stress nicht antun und Susana das zusätzliche Geld nicht gönnen, was sie einnimmt, wenn ich erstmal weg bin und mein Zimmer zu einem Doppelzimmer mutiert ist? Susana muss eines schönen Morgens aufgewacht sein und festgestellt haben, dass sie gar nicht warten muss bis ich weg bin. Also schickte sie mir am späten Abend des 13.3. eine Mail, dass ihre ökonomische Situation nicht so rosig sei und sie aus der Wohnung rausholen müsse, was ginge. Mein Zimmer wird nun also ab April einfach ein Doppelzimmer sein und somit 350 Euro kosten. Sie ließ mir somit die Optionen das zu zahlen, mir jemanden zu suchen, der mit mir in meinem Zimmer (und meinem Bett) wohnt oder auszuziehen. Da überlegt man nicht lang.

Nun war ich also von jetzt auf gleich wieder auf Wohnungssuche. Noch in der gleichen Stunde quatschte ich Friederike und Eva an (die zusammen wohnen), weil ich wusste, dass Friederike bald ihr Zimmer räumen würde. Am nächsten Tag in der Uni schrieb ich so ziemlich jedem in meiner studiVZ-Freundesliste, der in Valencias Straßen zu Hause ist. Eine Möglichkeit bot sich mir dort. Jemand anderes war kurz davor umzuziehen. Außerdem hätte ich für Friederikes Zimmer wohl Chancen gehabt, denn mit ihren Mitbewohnern komme ich sehr gut klar. Leider ist die Wohnung halt sehr weit weg von meiner alten, und ich wäre schon glücklich gewesen mehr oder weniger in meiner Gegend wohnen zu bleiben. Glücklicherweise erzählte ich außerdem am Mittwoch Morgen in der Uni Martin von meinem Schicksal und er meinte, in seiner Wohnung würde Anfang April jemand ausziehen, so dass sie nun auch auf der Suche wären. Der aufmerksame Leser wird sich erinnern, dass ich Martin aus Schweden vor ner Weile auf ner Party kennengelernt habe. Seitdem hab ich ihn noch ein paar Mal gesehen und mache in der Uni das eine oder andere mit ihm zusammen.

Am nächsten Abend schaute ich also mit all meinen Gästen bei ihm vorbei um mir die Wohnung anzusehen. Es war recht bald klar, dass das was ist. Natürlich bekomme ich nach spanischer Sitte das schlechteste Zimmer, weil ich als letzter einziehe, also wird das etwas schlechter ausfallen als bisher, aber der Rest der Wohnung ist klar um Längen besser, ebenso wie die Mitbewohner und die Lage. Es fährt ein Bus von der Haustür direkt zu Uni. Generell ist die Uni und die Innenstadt etwas näher und trotzdem ist es nur ein paar Straßen von meiner alten Wohnung entfernt. Und nicht zuletzt ist das Zimmer günstiger. Ich sollte Susana wirklich für ihre Aktion danken. Zu den objektiven Highlights der Wohnung zählen eine Spülmaschine, ein Festnetz-Telefon und eine Mörder-Aussicht (11. Stock), die in nächster Zeit leider von einem Gerüst mit Werbe-Banner versperrt wird. Aber es gibt noch ne Dach-Terrasse. :)

Für mein Wohl war also prinzipiell gesorgt. Ich musste nur noch mit Susana klären, dass ich bis zum 5. hier wohnen bleiben kann. Denn das neue Zimmer wird erst am 4. frei und aufgrund des Besuchs meiner Eltern steht mir ab dem 5. ein Mietwagen zur Verfügung, der die eine oder andere Stunde bei der Aktion einsparen sollte. Susana fand das mit dem Datum OK, sofern ich ihr helfe die freien Zimmer hier neu zu vermieten. Diesmal hatte das ja nichts mehr mit Aussuchen zu tun. Der Erste, der das Geld hinlegt, wohnt hier, und diesmal ist das genau das, was ich will, denn so hab ich wenig zu tun. Ich habe exakt einem Menschen mein Zimmer gezeigt (erstaunlicherweise einer Einzelperson). Die Anrufe kamen natürlich wieder unerwartet, Susana sagte mir ein weiteres Mal nichts davon, dass sie inseriert hatte. Ich setzte einen Termin fest und bestellte die Leute alle da hin. Von vier oder fünf Anrufern erschien wie gesagt einer. Interessant war, dass nicht wenige einfach anriefen um das Zimmer zu mieten, nicht um es anzusehen. Diese Leute wohnten weit weg und wollten vermutlich einfach einen Platz haben, von dem aus sie weitersuchen konnten. Es gab wirklich Leute, die das Zimmer ungesehen haben wollten. Einer wollte Fotos sehen, also bat mich Susana ihr welche zu schicken. Ich tat das und erntete neben einem Dank die Aussage, dass die Zimmer bereits vermietet wären (also ihres schon, meines fast). Der mittlerweile gewohnt hohe Kommunikationsgrad interessierte mich mittlerweile zum Glück nur noch wenig. Scheinbar war das mit meinem Zimmer dann doch nicht ganz so klar, denn es kommen immer noch ab und an Leute her. Auch wieder nach gewohnt spanischer Art. Wenn man anruft und einen Termin für in zwei Stunden abspricht, heißt das beispielsweise lang nicht, dass man auch aufkreuzt.

Nun beginne ich die Tage zu zählen wann ich in die neue Wohnung komme. Mit jedem Tag werde ich glücklicher hier weg zu kommen. Ich werde bestimmt noch das eine oder andere Mal positiv von meiner neuen Wohnung schreiben (und negativ von meiner alten).

La fiesta más loca del mundo

Tuesday, March 27th, 2007

So. Nun da alles vorbei ist, lasse ich mal allgemein was zu den Fallas von mir: Definitiv das verrückteste und krankeste Fest, das ich je erlebt habe. Ich fürchte, meine Erzählungen werden dem niemals gerecht werden. Es glaubt einem auch keiner, wenn man das erzählt. Zum Glück hab ich Zeugen. Man kommt einfach aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Vom 1. bis zum 20. März schaffen es die Valencianer wieder und wieder ihre bisherigen Aktionen in den Schatten zu stellen. Die Stadt befindet sich fast einen ganzen Monat lang im Ausnahmezustand. Es herrscht überall mehr oder weniger Kriegsatmosphäre, zig Straßen sind unbefahrbar, kaum ein Bus fährt seine übliche Route, die ganze Innenstadt ist ständig voller Menschen, (Und wenn ich sage “voll”, dann heißt das, jeder hat gerade Platz zu stehen.) ständig gibt’s überall Musik, Umzüge und Knallerei, riesige kunstvoll gestaltete Puppen an jeder Kreuzung, nachts taghell erleuchtete Straßenzüge, zum Schluss ein unfassbares Inferno und dann ist alles ganz plötzlich vorbei. Ich kann mittlerweile äußerst gut verstehen, warum sehr viele Menschen zumindest über das eigentliche Fallas-Wochenende die Stadt verlassen. Also der wirkliche Hintergrund der Fallas ist mir nicht bekannt. Ich werde ihn mal recherchieren, weil mich wirklich interessiert, was diese ganzen kranken Aktionen für nen Sinn haben. Allerdings ist der wahre Grund wohl längst verwischt und das Fest hat sich zu dem, was es heute ist, entwickelt.

Nun im Einzelnen: In Valencia gibt es 382 Gruppierungen (vergleichbar mit unseren Karnevalsvereinen), die bestimmte Straßenzüge repräsentieren. Diese Vereine organisieren das ganze Jahr über allerhand Festivitäten und kümmern sich unter anderem um die Fertigung einer mehr oder weniger riesigen Puppe. Diese wird am 15. März nachts aufgestellt (bei solch großen Teilen fängt man damit allerdings meist schon Wochen vorher an) und ist dann ein paar Tage zu bewundern. Unterstützt wird das ganze von Straßenbeleuchtungen und -verziehrungen, die das, was die hier an Weihnachten so aufhängen, zu einem schlechten Witz degradieren. Die Puppen sind alle von Profis entworfen und gefertigt und teilweise wirklich 6 oder 8 Stockwerke hoch. Sie enthalten ein Holz-Gerüst und sind außen aus Kunststoff modelliert. Solch schöne Teile (oder zumindest ihre Baustelle) wollen natürlich den ganzen März über nachts nett beleuchtet sein. Also um Strom (oder auch um Geld und Umwelt allgemein) machen sich die Valencianer im März mal so gar keine Gedanken. Es gibt dann diverse Preise, die so ne Puppe oder auch Straße gewinnen kann (jeder, der will, kann abstimmen) und in der Nacht vom 19. auf den 20. März (San José) werden dann alle Puppen einfach abgefackelt. Ja genau, diese Puppen, die teils RICHTIG Geld kosten (Der Rekord in diesem Jahr lag bei deutlich über 600.000 EUR.) und die durch ihre Ausmaße und ihr Material brennend ein nicht zu vernachlässigendes Risiko darstellen, werden (nachdem sie gute 96 Stunden stehen) spektakulär niedergebrannt. Dazu später mehr.
Die Fallas haben auch nette Elemente. So gibt es beispielsweise zwei Tage, an denen jeder Verein seine Leute auf die Straße schickt und große Umzüge stattfinden. Die gesamte Innenstadt ist dann quasi nicht begehbar. Die ziehen stundenlang durch die Straßen und präsentieren quasi ihre Fallas-Mädels (Frauen im traditionellen Outfit). Diese tragen alle ein Sträußchen Blumen zum Plaza de la Virgen, auf dem dann ein riesiges Gestell steht, in das die alle von ein paar Leuten rein gesteckt werden, so dass daraus die Jungfrau (oder eher ihr Gewand) entsteht. Das Ganze dauert ungelogen etwa zwei Tage, und in dieser Zeit gehört es wirklich zu den blödesten Ideen sich in der Innenstadt von A nach B bewegen zu wollen.

Das Randprogramm der Fallas ist auch nicht ohne. Zunächst steht in jeder Seitenstraße ein großes Zelt, in dem die Gemeinschaft nicht selten feiert, das heißt auf der Straße Paella zubereitet, verputzt und ordentlich Lärm verursacht. Das ist auch schon das Stichwort. Die Fallas sind bestimmt das lauteste Fest überhaupt. Nicht nur weil jeder Mensch in Valencia im März mit Feuerwerkskörpern unterwegs ist und die ständig wo er geht und steht zündet (quasi wie Silvester bei uns nur heftiger - nter anderem weil das Zeug viel günstiger ist - und halt fast nen Monat lang). Die Stadt selbst macht auch fleißig mit. Vom 1. bis zum 19. März gibt es jeden Mittag um 14 Uhr eine Mascletá auf dem Rathausplatz, zu der tausende Menschen dorthin ströhmen.
Eine Mascletá kann man auch schwer in seinen Kopf bekommen, wenn man noch keine erlebt hat. Es mag in die Kategorie “Feuerwerk” fallen, ist aber eigentlich sehr anders. Denn wenn sowas mitten am Tag abgehalten wird, kann man mit schönen bunten Farben nicht viel gewinnen. Was tagsüber geht, ist Krach zu machen, und da die Valencianer davon was verstehen, ist das auch das Haupt-Element einer Mascletá. Der ganze Platz ist voller Sprengkörper und Kanonen, die in genau abgestimmter zeitlicher Abfolge ihre Pulver verschießen. Dann kommen so nette Sachen wie bunter Rauch oder Flitterkram in der Luft dazu, aber im Wesentlichen schießt man was in den Himmel, was dort dann laut explodiert oder lässt es gleich am Boden krachen. Die Lautstärken, die dort erreicht werden, liegen durchaus oberhalb der Schmerzgrenze des menschlichen Ohrs. Dennoch gibt es Menschen, die zwei Stunden vor Beginn auf dem Rathausplatz stehen um einen Platz in der ersten Reihe hinter dem nicht sehr großzügig bemessenen Sicherheitsabstand zu ergattern. Die weniger harten Schweine (oder die, die sich nicht ewig durch Menschenmassen zwängen wollen) stehen halt 100 Meter weiter hinten und haben’s immer noch derbe laut. Mir wurde mal gesagt, eine Mascletá habe einen Rhythmus. Ich habe bisher erst einmal wenige Sekunden lang sowas rausgehört. Meiner Ansicht nach ist es einfach Krach. Es fängt recht harmlos an - langsam und verhältnismäßig leise. Zehn und fünf Minuten vor Beginn kündigt ein einzelner Knall an, dass es bald los geht. Um Punkt zwei tritt die Fallas-Königin (vergleichbar mit einer Karnevalsprinzessin) auf den Balkon des Rathauses, bringt irgendnen Spruch und die Hölle bricht los. Das Ganze steigert sich recht schnell (weil es ja kaum länger als 5 Minuten dauert) und gipfelt im Finale, das sich vielleicht anhört wie ein Maschinengewehr, das Granaten verschießt. Man sieht nach wenigen Sekunden nichts mehr in dem Rauch, nichtmal die hellen Lichtblitze, die diese Granaten aussenden. Es ist nur noch ein einziger Krach, der vielleicht 20 Sekunden dauert. Zu dem Lärm gesellen sich dann noch die entsprechenden Druckwellen, die eine Vorstellung von der Kraft der Explosionen liefern. Zum Schluss gibt es dann drei einzelne Explosionen, die das Ende markieren und meist vom Jubel der Menge übertönt werden, der bisher immer noch heftiger in den Ohren dröhnte als die Böller.
Wenn ein solches Event startet, kann man sich eigentlich in der Stadt befinden, wo man will; es ist immer laut. Ich habe das in der Uni gehört, zu hause, im Turia, am Strand, selbst in Alboraya, einem Vorort von Valencia, in dem ich mit meinem Besuch war. Man hört es überall in einer Nahezu-Millonenstadt; ich finde, das sagt was aus. Zum Ende des Monats hin gesellen sich dann immer mehr weitere Mascletás hinzu, die in irgendwelchen Straßen mehr oder weniger privat abgehalten werden, sowie am eigentlichen Fallas-Wochenende jede Nacht ein Feuerwerk, das man nirgens sonst in dieser Dimension zu sehen bekommt. Es ist wirklich erstaunlich. Man ist ständig im Glauben um einen herum würden Häuser eingerissen oder sowas. Es herrscht Krach… immer. Man wacht auf - es ist Krach. Man schläft ein - es ist Krach. Immer und überall. Mal mehr und mal weniger, aber es ist immer laut. Als wir am Sonntag am Strand waren, hörte das gar nicht mehr auf. Die Mascletá vom Rathausplatz ging schon fast unter. Viele viele Minuten lang ging ein Schlachtfeld nach dem anderen hoch. Vom Strand aus konnte man auch noch alles fein sehen. Und anders als zwischen den Häusern, wo der Schall sonstwo lang geht, hörte man dort auch, von wo der Krach kommt.

Die letzte Nacht der Fallas verdient besondere Erwähnung, denn hier werden die Puppen verbrannt. Zuerst die kleinen, das ist noch gemütlich, aber dann die großen. Und am Schluss die auf dem Rathausplatz, die von der Stadt bezahlt wurde (aber deswegen nicht unbedingt die spektakulärste ist). Verbrennen tun die Valencianer etwas natürlich nicht indem sie einfach ein Streichholz dran halten. Erstmal gibt’s bisschen Feuerwerk drumherum, dann ein Mascletáchen, das quasi um die Puppe rum geht, so dass diese Feuer fängt. Unterstützt wird das durch die Raketen und die Fläschchen mit klarer Flüssigkeit, die vorher in der Puppe plaziert wurden. So eine kleine Puppe brennt auch echt fix weg (manche Teile schmilzen auch eher) und dicke schwarze Rauchschwaden steigen in den Himmel. Alle sind fröhlich und tanzen umher, singen, jubeln, machen sonstwas in der Art. Zwei Stunden später sind die großen Puppen dran. Das läuft nach ähnlichem Prinzip ab, ist halt nur größer. Größere Puppe, größere Flaschen, größere Raketen, größere Mascletá, … größere Flammen. Klar, ne haushohe Puppe produziert halt haushohes Feuer. Da stehen dann immer ein paar Männchen von der Feuerwehr rum und krasse Teile, die von der Puppe runterfallen könnten, sind auch manchmal vorher schon abgetrennt und daneben gelegt worden. Aber im Wesentlichen brennt das Teil einfach mal so weg, fällt in sich zusammen und die Leute stehen quasi direkt daneben. Jedes Osterfeuer bei uns hat mehr Sicherheitsabstand. Genaueres zu “unserer” Verbrennung weiter oben beim 19. Es war ein echt krasses Erlebnis.

Und am nächsten Morgen war dann alles vorbei. Wie am Morgen nach einer Schlacht (nachdem die Stadtreinigung bereits erstes beseitig hat). Mit einem Mal war es ruhig. Es ist wirklich erstaunlich. Ich lebte vorher sechs Monate in dieser Stadt und es war halt immer so, aber nach Wochen des Radaus und des Krawalls wirkt der Unterschied zum normalen Geräuschpegel unglaublich krass. Der normale Stadt-Lärm ist immer noch da und jemand, der die Stadt an diesem Tage zum ersten Mal betreten würde, wäre wie ich damals der Ansicht, es wäre schon recht laut hier, aber für uns war es eine wunderschöne Stille. Vielleicht gibt es einen Ehren-Kodex, dass man direkt nach den Fallas keine Feuerwerkskörper abfeuert, oder die Bewohner haben schlicht nix mehr. :) Jetzt, eine knappe Woche danach, hört man hier und da wieder was. Entweder geht also jetzt das Reste-Verballern los, oder wir erreichen wieder den normalen Feuerwerksgeräuschpegel, den Valencia so mit sich bringt das ganze Jahr über. Irgendwie kann ich mich an den nicht mehr recht erinnern…
Im Prinzip verläuft die Kurve bei den Fallas wie bei einer Mascletá. Es geht ruhig los, steigert sich in kleinen, aber schnellen Schritten, hat ein immenses Finale und endet dann sehr abrupt. Eine irre Erfahrung. Ich bin trotz all der Anstrengungen, des Stresses und der… nun ja… Gefahr sehr froh dabei gewesen zu sein.

Das mit der Puppen-Abstimmerei gab uns allerdings bis zum Schluss Rätsel auf. Wir waren zwischendurch in einer Ausstellung, in der man Modelle der ganzen Puppen sieht und für eines seine Stimme abgeben kann… so dachten wir. Es gibt übrigens nicht nur 382 große Puppen, sondern nochmal ebensoviele kleine Kinderpuppen, die halt eher Kinderthemen ansprechen und nicht so gesellschaftskritische wie die großen. Also zunächst mal war es viel zu schwierig seine Stimme nur einer Puppe zu geben, weil die fast alle klasse waren und nach den großen Modellen hatten wir kaum noch Aufmerksamkeit und Fußkraft übrig für die ganzen Kinder-Modelle. Aber als wir später wieder durch die Straßen zogen, erkannten wir keine einzige Puppe aus der Sammlung wieder. Als die Ausstellung geschlossen wurde, sahen wir dann, dass neben den großen Puppen in der Straße immer mehrere der Modelle aufgestellt waren, die wir bereits aus der Ausstellung kannten und die auch nachher mit verbrannt wurden. Neben den Kinderpuppen stand nichts. Alles sehr verwirrend. Ich werde bald mal einen Spanier damit konfrontieren müssen.

Insgesamt also ein eigentlich nettes Fest, das die Valencianer allerdings wohl ziemlich modifiziert haben, damit es ihrer Lebensweise gerecht wird. Sie müssen halt alles laut haben und mit viel Krawall. Außerdem zünden sie scheinbar gerne Dinge an. Es gibt hier im März so viel Programm. Wir waren jeden Tag echt geschlaucht und konnten bei weitem nicht an allem teilnehmen. Ich habe von Leuten gehört, die quasi jede Nacht durch gemacht haben, aber damit wären wir echt hin gewesen. Wir wollten ja nicht nur Fallas erleben hier. Teils wurde das durch die Festivitäten natürlich erschwert. Ich denke mal, im März bekommt kein Feuerwehrmann, kein Polizist und bestimmt niemand von der Stadtreinigung Urlaub. Andererseits läuft hier in der Zeit echt nicht viel. Alle Professoren vertraten, was Arbeit anging, meist die Ansicht “nach den Fallas”.
Was wohl klar ist: Bei uns gäb’s sowas nicht. Abgesehen von dem, was die Stadt auf sich nimmt um das durchzuziehen, würde jeder Sicherheitsbeauftragte in den Knast kommen, wenn er das durchgehen ließe.

Das ist so das objektivste, was man über die Fallas schreiben kann. :) Das subjektive steht dann im Besuch-Tagebuch weiter oben (komm ich hoffentlich bald zu).
Weitere treffend formulierte Impressionen zu den Fallas gibt’s auf der Seite von Marco:
“Die Stadt steht Kopf…”
“Die Stadt steht Kopf… - Teil II”
“Die Stadt stand Kopf… (Nein, sie war komplett verrückt!)”
“Die Stadt stand Kopf… (Nein, sie war komplett verrückt!) - Teil II”

Parties, viel bumm-bumm in der Luft und ein paar Euros für Ryanair

Sunday, March 4th, 2007

Ja, das war doch schon wieder ein nettes Wochenende. Wie so häufig dachte ich bis zuletzt, ich hätte nix vor, und dann ergab sich in letzter Minute noch so manches.

Am Donnerstag (Ja, laut Stundenplan fängt mein Wochenende da schon an.) gab unsere Fakultät für die Erasmus-Studenten (plus Mentoren, Freunde, …) ein Dinner. Das war ne nette Idee. Leider waren recht wenige da. Wir waren 17 Menschen, dafür aber recht breit gestreuter Nationalität. Größtenteils waren es alles Leute, die schon ne Weile hier sind und natürlich waren allesamt männlich. :) Das Essen war OK. Es gab zunächst Tapas: Calamares, Patatas Bravas (soweit gut), irgendwas salatartiges und “Morros”. Man konnte mir nicht wirklich sagen, was das ist. Vielleicht wollte man auch nicht. Ich glaube, so ganau will ich es auch gar nicht wissen. Es war irgendwas vom Schwein, was man wo ich herkomme eigentlich nicht auf den Teller bekommt. Danach durfte dann jeder ein Bocadillo wählen und es gab noch Kaffee und ein Likörchen. Insgesamt für den Preis (12 EUR) recht wenig, aber man wurde satt und es war echt nett. Außerdem gab es viel Bier und Sangría zu trinken. Nach dem Essen waren wir noch in einer Bar in der Nähe und ließen ein paar Karaffen Agua de Valencia kommen. Die Meute zog danach weiter, ich ging aber nach hause. Drei Uhr fand ich spät genug.
Ich hatte vielleicht so die Hälfte der Leute schonmal gesehen. Wirklich kennen tat ich etwa drei. So habe ich nun mein Nationalitäten-Spektrum erweitert, indem ich einen Griechen kennenlernte, der grad erst hier ist. Fun Fact: Dieser Grieche meinte zu mir, ich würde griechisch aussehen. Wohl auf jeden Fall südländisch, aber konkret prinzipiell sogar griechisch.
Am Freitag hatte mich Pedro (aus Portugal) spontan zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. Zufällig wohnte er im gleichen Haus, in dessen Erdgeschoss am Tag zuvor das Dinner stattfand. :) Erstmal dachte ich mir (lame wie ich unter all den Erasmuslern wohl bin): “Och, schon wieder Party.” Aber auch da hin zu gehen lohnte sich ungemein. Ich glaube, ich war so gegen fünf zu hause. Wir fingen in der sehr coolen Wohnung an und gingen nachher dann vor die Tür auf den “Plaza del Cedro”. Sehr cooler Platz; dachte ich schon am Vorabend, als wir dort vorbei liefen. Hier kannte ich bedeutend mehr Menschen (die Hälfte vielleicht), es waren aber auch einfach zig mehr da. Ebenfalls verschiedenste Nationalitäten, auch einige Spanier (den einen oder anderen hatte ich auch am Vorabend schon gesehen). Ein paar Leute kamen auch einfach zu uns, weil sie auch auf dem Platz abhingen und sahen, dass wir nicht wenig Alkohol dort auffuhren. :)
Noch ein Fun Fact: Andre (aus Bonn) unterhielt sich auf dem Platz eine Weile mit ein paar Spanierinnen und erzählte mir dann später, die hätten gemeint, dass die Deutschen so blond und blauäugig (Andre fällt ziemlich in diese Kategorie.) in der Regel ja eher nicht so ihr Fall wären, aber da gäb’s einen, so groß und dunkel, der wär was. Ja, damit meinten sie mich. Hätten wohl zwischendurch mal auf mich gezeigt. Neben dem auffällig vielen Nach-dem-Weg-gefragt-werden und sowas ein weiterer Beweis dafür, dass ich hier (solange ich nicht den Mund auf mache) so gar nicht deutsch rüber komme.

Am Samstag gab’s auch nur einen Programmpunkt, und der war auch noch bedeutend kürzer. Neben der Mascletá auf dem Rathausplatz, die im März bis zum Ende der Fallas jeden Mittag stattfindet, gab es da abends nämlich noch eine Gran Mascletá. Wie der Name schon sagt, war diese “etwas” größer. Eine Mascletá ist an sich was Feuerwerk-ähnliches, aber es ist nicht schön bunt, sondern primär laut und findet deutlich näher am Boden statt. Man kann es schwer beschreiben. Ich werde wohl in den nächsten Tagen versuchen etwas auf Video zu bannen. Versucht’s einfach mal bei YouTube mit dem Suchbegriff. Trägt ziemlich zum Kriegsfeeling hier bei.
Ich ging also zum Strand und lief und lief und lief. Die ganze Gegend war voller Menschen. Tausende. Das Spektakel dauerte keine 15 Minuten, aber es hat sich definitiv gelohnt. Ich sah sogar ein Flugzeug während der Krawalle über den Strand fliegen. Von dem aus muss das ausgesehen haben als wolle man sie abschießen. :) Ich wollte mich am Strand mit Martin (aus Schweden) treffen, aber das war hoffnungslos. Als es vorbei war und alle wieder nach hause ströhmten, liefen wir uns dann über den Weg, aber zuvor war in der Meute nichts zu wollen.
Seit dieser Gran Mascletá kommt die Stadt nun etwas anders rüber. Ständig hört man es irgendwo knallen. Explosionen, Lichtblitze, … wie im Krieg. Quasi wie bei uns über Silvester (tagsüber) nur viel, viel heftiger… und nen ganzen Monat lang.

Nun zum schönsten Teil des Wochenendes: Am Samstag vormittag telefonierte ich mit Nadine. Das ist an sich schon fein, aber speziell in diesem Gespräch festigten wir den Plan ihres Besuchs. Nun sind die Flüge gebucht, und ich kann mich auf eine weitere Woche in der näheren Zukunft freuen. In der letzten April-Woche wird sie mich besuchen. Das ist zwar noch ein gutes Stückchen hin, aber bis dahin passiert hier ja noch so viel, dass ich wohl nicht ständig nur mit Warten beschäftigt sein werde. :)

Kommunikation: mangelhaft; Geldgier: sehr gut

Saturday, March 3rd, 2007

Ich gebe mal ein Update zu meiner Wohnungssituation, oder eher zu meiner Mitbewohnersituation:

Es war ja so, dass Susana ausgezogen ist und wir dafür ein Mädel mit Mutter und Baby bekommen haben. Nun ist zum 1.3. auch Jonas raus aus der Wohnung. Zuvor hatte ich Susana geschrieben ich würde gerne einen neuen Mitbewohner suchen, weil ich ja schließlich mit diesem ne Weile zusammenwohnen würde. Sie fand die Idee auch toll und hat vorgeschlagen einfach meine Nummer in die Anzeige zu schreiben, so dass mich die Leute kontaktieren können, ich die kommen lasse, mich entscheide und ihr dann mitteile, was Sache ist. Außerdem bat ich sie mir die Anzeige zu schicken, damit ich weiß, worauf sich die Leute da melden, wann und wo sie geschaltet wurde, was so die Wohnregeln sein werden und sowas alles. Gesagt, nicht getan. Sie packte Jonas’ Nummer in die Anzeige (die ich nie erhielt und plötzlich einfach in der Welt war). Zum Glück für ihn wollte Susana verbrecherische 250 EUR für das Zimmer. Eine Unverschämtheit. Die Wohnung und erst recht das Zimmer haben nichts zu bieten, was das rechtfertigen würde. Somit blieben also die Heerscharen von Menschen aus, die man eigentlich in dieser Zeit beobachtet, wenn irgendwo ein Zimmer frei wird. Ein paar waren hier um sich das anzusehen, aber letztendlich zeigte nur ein Mensch (Rene aus Deutschland) wirklich Interesse. Susana fing dann an Druck zu machen, weil der Monat zuende ging und sie unbedingt die Kaution von dem neuen Menschen haben wollte. Mit Auswahl hatte das Ganze dann also noch sehr viel zu tun. Aber gut, mit Rene wär ich klar gekommen, also nannte ich ihn Susana und freute mich, dass die Sache so gut ausgegangen war… ja, denkste!
Am nächsten oder übernächsten Tag (als Rene eigentlich hätte einziehen sollen) kam Susana plötzlich mit einem Pulk Leuten in die Wohnung und führte diese rum. Ich fragte sie dann, ob das Zimmer nicht vielleicht schon weg wäre (oder hatte ich das geträumt). Ich verstand dann von ihr, dass Rene nicht mehr wollte, rief ihn an und er erzählte mir, dass er sie um einen weiteren Tag Bedenkzeit gebeten hätte, weil er noch auf die Antwort von einer anderen Wohnung wartete, worauf sie dann die Suche wieder aufgenommen hat. Den halben späten Abend lang kamen dann hier Leute rein und schauten nach dem Zimmer. Ihnen wurde dann gesagt, der erste, der das Geld auf den Tisch lege, hätte das Zimmer. Man bemerke nicht nur, dass die Suchaktion nun keinerlei Auswahl-Elemente mehr enthält, sondern auch die ausgereifte Bereitschaft zur Kommunikation, die Susana mal wieder bewieß. Wäre ich an dem Abend nicht zufällig hier gewesen (um mit Nadine zu telefonieren, was durch die Aktion verdammt gut gestört wurde) und hätte einer dieser Menschen zugeschlagen, hätte ich plötzlich hier wen wohnen gehabt und nicht gewusst, was das soll. Ich glaube, mit sowas werde ich mich abfinden müssen.
Nun also passierte das noch das eine oder andere Mal, dass hier Leute gucken kamen. Ich hatte mittlerweile jeglichen Spaß an der Sache verloren. Ich machte die Tür auf, wenn jemand kam, und zeigte auf das Zimmer, aber mehr war ich nicht mehr bereit in die Sache zu investieren. Mitbewohnersuche kann ne tolle Sache sein, glaub ich, aber unter diesen Umständen… nein, danke! Die Aktion war auch zum Scheitern verurteilt. Aufgrund des hohen Preises meldeten sich halt so gut wie keine Studenten. Hauptsächlich Leute, die schon arbeiteten und eigentlich gar nicht in soner Wohnung wohnen wollen. Ich sagte Susana dann auch, dass sich wegen des Preises so wenige melden und alle wieder absagen, aber das schien wohl egal.
Gestern dann kam sie wieder mit einem Schwung Menschen an und plötzlich hörte ich von irgendwem (natürlich nicht von ihr), dass das Zimmer nur noch 220 EUR kostet. Immer noch zu viel, aber nun waren scheinbar wieder Interessenten da. Hätte man von Anfang an diesen Preis angesetzt, hätte man richtig schön wählen können. Aber mittlerweile waren wir ja schon in der Phase “Das Zimmer steht schon nen ganzen Tag leer. Wir brauchen jemanden. Egal wen!” Ich hätte mich darüber sehr aufregen können (kurze Zeit tat ich’s), aber eigentlich war mir mittlerweile so ziemlich alles egal. Ich fühlte mich eh machtlos. Mit Susana zu diskutieren hielt ich für sehr sinnlos. Ich hoffte also auf Glück, dass halt ein anständiger Mensch zuerst das Geld auspackt und dass es mit dem anderen Zimmer, das ja ab April wieder frei wird, besser läuft.
Am gleichen Abend kam irgendwann ein Mensch vorbei, der scheinbar zu den Interessenten gehörte und Geld dabei hatte, denn Susana packte ein Stück Papier aus, das von weitem wie ein Mietvertrag aussah. Es erhielt nun also jemand das Zimmer. Bis dieser am nächsten Tag sein Zeug hier rein schleppte war ich dessen allerdings nicht 100%ig sicher, denn ich schloss es ja nur aus meinen Beobachtungen. Gesagt hat mir nie jemand, dass das Zimmer nun weg ist. Wäre ich nicht zufällig hier gewesen… ja, das hatten wir ja schon. Scheinbar ist aus der Alternative für Rene nix geworden, denn später fragte er mich, ob das Zimmer noch zu haben wäre. Ich konnte nicht mehr antworten als “glaub nicht”. Vielen anderen Menschen hat Susana generell nicht daon erzählt, denn später waren noch weitere Menschen an der Tür zum Zimmer-Gucken. Zum Glück wusste ich da schon, dass das Zimmer vergeben war (aber halt auch nur, weil der neue Mitbewohner da bereits neben mir stand).
Also nun habe ich einen neuen Mitbewohner (Yassin aus Marokko). Niemand hat mich nach meiner Meinung gefragt, niemand hat mir gesagt, wer es ist, was er macht oder dass er überhaupt einzieht. Dabei zeigte Susana vorher noch sehr viel Verständnis für die Aussuch-Idee. Vermutlich nur, weil sie dadurch weniger Arbeit gehabt hätte. Ich hoffe wirklich, dass das bei dem anderen Zimmer anders läuft. Dafür will Susana 350 EUR haben, denn es ist ein Doppelzimmer. Das ist auch ein Grund, warum mir die Idee einfach auch umzuziehen und den ganzen Mist hinter mir zu lassen nicht gefällt. Abgesehen davon, dass umziehen doof ist und ich so ein Zimmer hier zu dem Preis bestimmt nicht leicht finde, würde Susana meines dann auch als Doppelzimmer vermieten und mal eben 150 EUR mehr in der Tasche haben. Irgendwie gefällt es mir besser das hinauszuzögern.
Nunja, Yassin macht einen netten Eindruck. Er ist auch Informatiker und sitzt hier grad an seinem Doktor im Bereich künstliche Intelligenz. Er spricht auch englisch. Also ich denke, es hätte weit schlimmer kommen können. Wird sich zeigen, wie das hier mit unserer Gemeinschaft endet, aber im Moment fühlt es sich schonmal echt besser an als in den letzten Tagen.

Noch ein bisschen Erfreuliches zum Schluss:
Das Wetter im Moment rockt! Wir haben fast immer strahlend blauen Himmel mit mindestens 25° und leichtem, angenehmen Wind. Letztens saß ich in einer Pause auf dem Campus in der Sonne (vielleicht 20min) und war danach schon ansatzweise rot.

Der Spanisch-Kurs der UPV in diesem Semester könnte echt taugen. Ich fühlte mich ja in dem letztes Jahr schon etwas überfordert. Da ich aber die Klausur am Ende so gerade eben geschafft hab, bin ich nun im Folgekurs (Level B2), versprach mir davon also noch unpassenderes. Bisher haben wir hauptsächlich wiederholt. Die Lehrerin meinte, B2 wäre hauptsächlich dazu da um früher gelerntes zu vertiefen. Ist also gar nicht so verkehrt, der Kurs, wie’s scheint.
Letztens sollten wir als Hausaufgabe einen Witz über “Lepe” raussuchen. Das ist ein kleiner Ort im Süden Spaniens, der (oder deren Bewohner) in vielen Witzen vorkommt, sehr zu vergleichen mit unseren Ostfriesen-Witzen. Ich habe eine Website mit diesen Witzen gefunden und das Niveau ist wirklich vergleichbar. Ich habe sogar schon mehr als einen Witz gelesen, den ich zuvor bei uns wörtlich über Ostfriesen gehört hatte.
Noch was Feines: Die Erasmus-Menschen sprechen untereinander plötzlich viel mehr spanisch. Das hat schon was. Daneben hab ich in diesem Semester ja nahezu alle Vorlesungen auf spanisch. Damit hätte ich echt schon im ersten Semester anfangen sollen, dann würde ich jetzt bestimmt schon alles darin verstehen. Es klappt erstaunlich gut, aber es dauert wohl noch ein bisschen, bis ich wirklich dem Unterricht vollends folgen kann. Die Vorlesungen machen allesamt einen sehr interessanten Eindruck. Ich hoffe wirklich, ich finde mal die Zeit mich dazu ausführlich zu äußern. :)