Neue Adresse in Aachen

Am Donnerstag letzter Woche machte ich mich morgens auf nach Deutschland. Nach Köln um genau zu sein. Der Plan war am Sonntag überraschend auf dem 50. Geburtstag einer Verwandten zu erscheinen und außerdem drumherum in Aachen ein wenig nach Wohnungen zu schauen. Also hatte ich für die paar Tage natürlich kaum Gepäck und da ich auch nicht mehr so höllisch viel Zeug hier hab, bot ich anderen Menschen meine Transport-Dienste an. Ich packte etwas von Marco ein, der mit mir im gleichen Flieger saß, der ihn bereits endgültig nach hause brachte und außerdem noch einiges von Katrin, die auch in Aachen wohnt und schon seit ner guten Woche dort war. Marco und ich checkten gemeinsam ein und brachten gut was auf die Waage. 20kg durfte jeder, zusammen hatten wir 51.5kg, aber die Dame am Schalter ließ das kommentarlos durchgehen. Ich hoffe, wenn ich endgültig nach hause fliege, sind die auch so nett. :)
Ich hatte die Option mit Marcos Eltern, die ihn nach Aachen brachten, mitzufahren, hatte aber am Vortag noch fix organisiert mich mit Charly in Köln zu treffen, also ging ich in Köln fix mit Charly zu McD und machte mich dann mit dem dank Semesterticket kostenlosen Zug auf den Weg nach Aachen, wo ich am Bahnhof von Barbara in Empfang genommen wurde, bei der ich wohnen durfte.

An dem Tag ging dann nicht mehr viel in Aachen, weil Barbara und ich von der Uni bzw. Reise recht hinüber waren. Am nächsten Tag startete ich dann aber voll durch mit der Wohnungssuche. :) Ich telefonierte immens viel und machte für Samstag und vor allem Montag einige Besichtigungstermine. Ich sah an dem Tag auch direkt was feines in der Lütticher Straße nahe des Bahnhofs Schanz. Die Wohnung war leider noch unrenoviert, weswegen sie bei Einzug völlig anders ausgesehen hätte. Außerdem planten die Besitzer das gesamte Haus zu überarbeiten, was wohl diverse Monate Lärm versprach. An einem weiteren heißen Kandidaten lief Barbara zufällig auf dem Nachhauseweg vorbei (Paugasse). Die Wohnung hatte leider keine Kücheneinrichtung und lag im EG. Eine weitere, viel zu kleine Wohnung besichtigte ich noch. Insgesamt also recht gute Quote, wenn zwei von drei Wohnungen schonmal nicht schlecht sind.
Wie es der Zufall wollte, waren in der Woche gerade Wahlen an der RWTH, an denen ich so auch noch eben teilnehmen und mich unter die fast 20% wählenden Studenten unserer Uni mischen konnte.
Außerdem hatte ich mich an dem Tag mit Ines verabredet. Sie wartete zwar vor ihrem Rechner im ICQ auf mich (hihi) und hätte auch fast die Türklingel überhört, aber die Überraschung gelang dann doch sehr gut. :)
Abends an dem Tag gab es noch was Witziges: Die Architekten an der RWTH haben ab und an etwas namens Stehgreif-Entwurf, bei dem sie in recht kurzer Zeit irgendwas entwerfen müssen, was in der Regel sehr weit von einem Haus entfernt ist. An diesem Tag wurden Arbeiten bewertet, die sich mit dem Grillen beschäftigten. Jeder musste also einen Grill entwerfen, der natürlich auch funktionierte und an diesem Abend getestet wurde. Auf der Fete kannte ich natürlich auch nahezu kein Schwein, aber die Idee fand ich stark.
An dem Abend kam auch Christian, Barbaras Freund, in Aachen an, der am Wochenende zu Besuch war und den ich so zum ersten Mal länger als nur ein paar Minuten zu Gesicht bekam.

Am Samstag schaute ich mir dann noch was an und fuhr am nachmittag mit Barbaras Auto nach Goch, wo mich zu hause ein Grillabend und ein überraschter Bruder samt seiner Freundin erwarteten. Nach dem Grillen besuchte ich dann Claudia in Kleve, sah mir bei der Gelegenheit ihre neue Wohnung dort an und überraschte weitere Menschen aus der Clique, die an dem Abend auch dort waren. Wir waren in der Country Bar in Kleve, die man bis auf die nicht übermäßig freundliche Bedienung ziemlich empfehlen kann.

Der Sonntag wurde vollständig von der Geburtstagsfete eingenommen, denn die begann bereits morgens um zehn, und als ich mich am Abend um etwa sieben wieder nach Aachen aufmachte, war der Laden noch längst nicht leer. Auch hier gab es weitere überraschte Gesichter (Tante, Oma, Cousine, …), was echt cool war. Ich sollte sowas öfter machen. :) Außerdem bestand der halbe Tag aus essen. Immens viel wurde dort aufgetischt.

Den Montag hatte ich mir von morgens bis abends mit Besichtigungsterminen gepflastert, und am Ende des Tages musste ich echt ne Weile nachdenken, denn es waren erstaunlich viele akzeptable Wohnungen dabei. Zum Glück konnte ich dann doch recht fix einige ausschließen und entschied mich für eine auf der Jakobstraße, direkt innerhalb des Grabenrings. Die Lage ist also quasi perfekt, die Wohnung ist fein groß und verhältnismäßig günstig. Das Mädel, was dort wohnte, empfing mich sogar spät abends noch ein zweites Mal zusammen mit Barbara, die den ganzen Tag in der Uni und auf der Arbeit war.
Nun hab ich also wieder die Aussicht auf ne feine Wohnung in Aachen. Freue mich schon sehr darauf die zu bewohnen. Generell hat der Besuch in Deutschland dazu beigetragen, dass ich mich wieder ziemlich darauf freue dort zu sein. Werde in den nächsten Tagen mal darüber nachdenken, ab wann genau ich das tun werde.

Nach dem Besichtigungsmarathon am Montag war ziemlich bald schlafen angesagt, weil ich am Dienstag schon unmenschlich früh nach Köln aufbrechen musste um um zehn Uhr bereits in der Luft zu sein. Trotz selbstverständlich verspäteter Bahn und etwas fragwürdiger Beschilderung auf dem Kölner Flughafen lief das alles reibungslos, und ich konnte am Abend zu Rickes Abschieds-Pizza-Essen erscheinen. Das war auch echt spaßig, und wir haben es hinbekommen noch einige Fotos auszutauschen.
Heute mittag waren wir beide dann noch mit ihrer Ex-Mitbewohnerin aus Italien essen und dann hieß es Abschied nehmen, denn sie fliegt morgen für ein paar Wochen zu ihrem Freund nach Südafrika und kommt erst wieder, wenn ich schon in Deutschland sein sollte. :( Sie bleibt dann noch bis September hier. Danach sehen wir uns aber mit Sicherheit in Deutschland wieder.

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