Ich glaub, ich bin kein Dover-Fan mehr.

June 7th, 2007

Am letzten Samstag war ich auf einem Konzert. Es dürfte etwa das dritte meines Lebens gewesen sein. Ja, oft tu ich das nicht. Aber das hörte sich wirklich gut an. Es fand statt im Plaza de Toros (der Stierkampfarena) von Valencia und bot damit schonmal ne feine Kulisse. Es spielten drei Bands: Coti, Dover und Oreja de van Gogh, was auch vielversprechend war. Von Coti kannte ich kaum was, aber die zwei Lieder oder so, die ich schon gehört hatte, taugen. Aus Dovers alter Zeit kenn und mag ich ja quasi alles. Ihr aktuelles Album gefällt mir bis auf 1-2 Lieder nicht (hört sich ziemlich anders an), aber ich hatte Hoffnung, dass wir auch altes zu hören bekommen. Ja und Oreja de van Gogh sind eh spitze. Ich glaub, für die allein wär ich auch da hingegangen. Die hör ich auch ständig rauf und runter. Für drei Bands (jede war ne gute Stunde zu hören) waren 30 Euro auch ganz gut angelegt, denke ich. Rickes Eltern waren gerade in der Stadt und nutzten diese Gelegenheit um sich die Arena mal von innen anzusehen. Ob sie nebenbei noch Spaß am Konzert hatten, weiß ich nicht. :) So kamen wir auf neun Menschen, die hingingen. Wir trafen uns zuvor noch bei Julia um was zu trinken, planten dafür aber nicht wirklich ausreichend Zeit ein. Wir wollten natürlich nicht allzu spät zum Konzert. In Spanien kommen die Leute allerdings nicht alle schon Stunden vorher angeströmt. Halt alles ganz röstig
Direkt der erste Gag am Eingang: Man durfte Getränke mit rein nehmen, sofern sie sich in einer kleinen Plastikflasche ohne Verschluss befanden. @-) Ich durfte also meine “kleine” Literflasche Wasser reintragen, wenn ich zuvor den Verschluss entsorgte. Das versteh einer. Zusammen mit Julias Idee den Verschluss in der Hosentasche rein zu schmuggeln außerdem relativ wirkungslos, die Regel. :) Abgesehen davon, dass die Spanier beim nicht ganz billigen Getränkestand in der Arena gut einkauften, hatte auch jeder wieder sein Bocadillo dabei, wie ich es schon im Stadion gesehen hatte. Das ist hier schon echt anders als bei uns, und ich schaffe es einfach nicht es im Kopf zu behalten und genauso zu machen.
Wir kamen zunächst recht halb-frontal zur Bühne zu sitzen. Nach einer Weile schien man dann die Hoffnung aufgegeben zu haben die VIP-Reihen mit entsprechenden Gästen füllen zu können, und wir durften aufrücken. Somit hatten wir also Spitzen-Plätze, von denen aus wir erstmal Coti genossen, die gar nicht schlecht sind. Zu den bekannten Liedern ging das Publikum richtig ab. Ich glaube, ich werd mich demnächst mal auf die Suche nach Musik von denen machen.
Dover war leider ein trauriges Kapitel. Man merkte mal wieder, dass es die Spanier hauptsächlich laut mögen. Es war echt unangenehm, und man verstand kaum was vom Gesang. Es hämmerte einfach nur in den Ohren. Somit wurden auch die schönen alten Lieder der Gruppe versaut, da sie an den neuen “Stil” angepasst wurden, der unterstützt durch die Bewegungen der Sängerin extrem an Aerobic-Stunden erinnert. Ich glaube, von der aktuellen Gruppe bin ich nun kein Fan mehr. Immerhin habe ich aber etwas gelernt, nämlich dass Dover aus Spaniern besteht. War mir nicht bewusst. Vermutlich ist das auch der einzige Grund, warum man die hier mag, denn die Texte versteht ja doch keiner. :) Das vom Publikum erkorene Highlight der Dover-Show war übrigens der Moment, in dem sich die beiden Schwestern der Gruppe (so hab ich’s verstanden) auf der Bühne küssten.
Oreja de van Gogh machten dann alles wieder heile. Die Leute waren aus dem Häuschen, die Stimmung war wirklich gut. Die Bühnenshows wurde immer spektakulärer. Während der Frontmann von Coti noch gediegen mit seiner Gitarre auf ner Art Perser-Teppich auf der Bühne stand, gab es bei Dover schon ne leuchtende Treppe und bei Oreja de van Gogh einen fetten Bildschirm-Hintergrund und allerhand wusch-wusch drumherum.
Wir hatten zunächst vor nach dem Konzert noch was zu unternehmen, aber irgendwie war der Elan dafür dann doch nicht mehr da. War aber ein feiner Abend, der auch eine Menge interessanter Fotos hervorgebracht hat. Unpraktisch, wenn man mit Leuten abhängt, die sowas immer direkt ins studiVZ transportieren…

Gibt’s noch mehr zu berichten? Aus der Zeit vor dem Konzert nicht so sehr. Habe durch eine Campus-Führung Neid in Julia produziert, die leider nicht an der Politécnica eingeschrieben ist. Anfang dieser Woche war aber noch was los. Katrin aus Aachen, die ich auf der Fahrt nach Cuenca kennengelernt hatte, ist seit Dienstag wieder in Deutschland und hat deshalb am Montag Abend bei sich zu hause nochmal ein kleines Beisammensitzen veranstaltet. Auf diesem Event wurde ich spontan zu einem Geburtstagsabendessen am folgenden Mittwoch eingeladen; von einer Brasilianerin, die ich zuvor, glaub ich, einmal gesehen hatte. Außerdem gingen zu diesem meine Mitbewohner Martin und Maud sowie Ricke. Von diesen Feten-Abendessen hab ich bestimmt schon geschrieben: Man geht in ein Restaurant mit entsprechendem Angebot, reserviert einen Tisch für X Menschen, bekommt dann zunächst ein paar Tapas gereicht, und jeder darf ein Bocadillo ordern. Dazu bekommt man Bier und Sangría bis zum Ende und zahlt einen gewissen Betrag (diesmal 13 Euro pro Person) für den Spaß. Für mich war es das dritte Event dieser Art und bisher war das Preis-Leistungsverhältnis-mäßig nie so der Hit. Diesmal jedoch konnte es sich echt sehen lassen. Es gab Calamares, Patatas Bravas, Sepia, Jamón y Queso, Brot natürlich, alles sehr lecker und reichhaltig. Nach dem Gang ging eigentlich kaum noch was rein. Aber son Bocadillo kann man ja nicht stehen lassen (wie es Martin zumindest mit einer Hälfte tat). Ricke hatte vorsorglich gar keins bestellt. :) Da es eine Geburtstagsfete war, gab es am Ende natürlich auch noch mitgebrachten Kuchen. Ja, auch der musste noch rein, was aber erstaunlich einfach ging. Wir waren also alle sehr gut abgefüllt (auch Getränke-mäßig), und ich schloss mich mit Ricke nicht mehr der noch weiterziehenden und weiterfeiernden Gesellschaft an.

Geburtstage sind gerade groß im Kommen und ich geh da voll mit dem Trend. Für Freitag habe ich zum Reinfeiern ein Botellón auf der Puente del Mar (ne Fußgänger-Brücke über den Turia) angezettelt. Ich habe also etwa jedem, den ich hier kenne und irgendwie erreichen kann, bescheid gegeben an dem Abend dort zu erscheinen und viele Menschen und was zu trinken mitzubringen. Wir stellen uns dann alle auf die Brücke und machen uns nen netten Abend. Ich hoffe, es kommen auch reichlich Menschen. Jemand meinte schon zu mir, er müsste sich zwischen meiner und zwei weiteren Geburtstagsfeten entscheiden… Am Mittwoch hätte ich auch noch eine weitere Geburtstagsalternative gehabt (wie ich aber erst heute erfuhr). Also Geburtstage hat’s grad reichlich und zusammen mit all den Abschiedsfeten kollidiert da schon mal so manches im Kalender. Am Tag nach meiner Fete (also an meinem Geburtstag) bin ich bei Daniel (weitere Cuenca-Bekanntschaft) zu einer Einfach-mal-so-Fete eingeladen. Die nächste Woche ist noch weiß in meinem Kalender, aber ich schätze, das bleibt nicht lange so. Wer sich Sorgen gemacht haben sollte ich würde mich langweilen, kann also wieder ruhig schlafen. :)

Damit man nicht denkt, ich würde hier NUR Party machen: Ich sehe mich aktuell außerdem im Netz nach einer Wohnung in Aachen um, denn da würde ich gerne ab August wieder wohnen. Bisschen blöd von hier aus, aber ich schau auch erstmal nur so, was es gibt. Wenn ich mich dann mal in Deutschland sehen lasse, kann ich auch mal wirklich Wohnungen gucken gehen. Hätte das Thema irgendwie gerne schon hinter mir. :)
Die Uni hier liegt quasi hinter mir. Vorlesungen sind rum, jetzt ist Klausurphase. Da das mit meiner Anerkennung nichts geben wird, ist es mit meiner Motivation was für meine Vorlesungen zu tun natürlich nicht so arg weit her. Unimäßig passiert also nicht viel, was ein bisschen schlecht zum Rest der Leute passt, die größtenteils in Examensvorbereitungen stecken (wenn sie nicht gerade Geburtstag feiern).
Ich hab noch keine genaue Vorstellung davon, was ich in meiner restlichen Zeit hier noch tun werde. Ich hab nicht vor nur in den Tag hinein zu leben, also wird bald etwas Planung mit anderen Menschen erfolgen. Vielleicht mach ich nochmal eine kleine Reise. Auf jeden Fall muss ich hier in Valencia noch einige Dinge erledigen. Z.b. unheimlich viele Fotos von der Stadt machen, was sich bisher nie so ergeben hat. Wird dann bestimmt auch alles hier auftauchen. Jetzt erstmal Geburtstag feiern. :)

Alle nen uniSPIEGEL bunkern! :)

May 25th, 2007

Treue Leser werden sich erinnern, dass ich mich hier mal mit einer Reporterin vom SPIEGEL über meinen Aufenthalt in Valencia unterhalten hatte. Nun wurde ich bereits von zwei Aachenern angesprochen, dass sie mich im aktuellen Heftchen gesehen hätten. Der Artikel scheint also veröffentlicht worden zu sein. Sollte jemand demnach das Bedürfnis verspüren was über einen Herrn Valgs (war ja klar, hmpf) in Valencia zu lesen, so laufe er zur Mensa seines Vertrauens oder einem ähnlichen Orte und greife sich ein Exemplar.

Mir wurde auch eines versprochen und ich sollte sogar die Fotos geschickt bekommen, aber bisher hat sich die Gute noch nicht bei mir gemeldet. Ich hab ihr extra meine RWTH-eMail-Adresse gegeben, damit sie meinen Namen nochmal zu lesen bekommt. Wenn sie den jetzt natürlich falsch hat… wer weiß? War ja auch alles kurz auf knapp. Schaumermal. Zur Not muss ich mir halt jemanden suchen, der noch eine Ausgabe zu hause hat.

Nachtrag: Mittlerweile gibt’s den Artikel auch online.

Die Zahl meiner Verehrerinnen wächst :)

May 25th, 2007

Am Dienstag durfte ich das spanische Original erleben. Ich hab mich seit ewig mal wieder mit Anna unterhalten und unter anderem sprach ich sie auf unsere Dachterrasse an, weil ich im letzten Jahr einst an einer Grillfete auf einer solchen teilnahm und überlegte, ob sowas bei uns vielleicht auch möglich wäre. Sie war erstmal unglaublich überrascht von meiner Idee und meinte, man dürfe in Spanien so gut wie nirgendwo einfach so grillen. :) Außerdem meinte sie, die Terrasse wäre sehr klein und voller Antennen und sonem Zeugs. Sie wollte mir das direkt mal beweisen, also gingen wir zur Wohnung gegenüber, weil die dort wohnende Dame einen Schlüssel für die Terrasse hat. Nun klappt es in Spanien natürlich selten, wenn man “mal eben schnell” was tun will. Anna kannte die über 80 oder sogar über 90 jährige Frau, die dort mit ihrer ähnlich alten Schwester wohnt. Sie selbst ist noch sehr fit, besitzt sechs Wohnungen hier in Valencia, die sie vermietet mit all dem Papierkram und so. Nur ihre Schwester ist mental nicht mehr ganz auf der Höhe und vergisst scheinbar nahezu alles.

Ich weiß nicht, wie lange wir dort waren. Ich war auf jeden Fall froh an dem Abend nichts mehr vor gehabt zu haben. Zunächst sprach Anna die Alte auf das Fernsehn an, dessen Empfang irgendwie im Eimer war. Man vermutete das Wetter, aber… naja… es war halt etwas windig. :) Dann ging es um die Arbeiten, die gerade an unserer Fassade stattfinden. Wir betraten die Wohnung um gezeigt zu bekommen, wie das auf ihrer Seite des Hauses aussah. Dann wurde natürlich die Schwester begrüßt und ein paar Worte gewechselt. Man sprach über Nebenkostenabrechnungen und sowas… Ich hab natürlich nur einen Bruchteil von alldem, was geredet wurde, verstanden. Irgendwann fiel der Dame dann auf, dass ich ja doch recht groß sei. Sie fragte, wo denn so ein großer Junge her käme. Aus Deutschland halt. Dann fragte sie, wo denn so ein hübscher Junge her käme… Und dann ging das los. Sie und Anna überschlugen sich in Äußerungen darüber. Ich verstand sowas wie “Er ist eine 10 oder mindestens eine 7.” :)
Wie für die meisten Spanier war für die Frau klar, dass ich englisch kann, weil ich aus Deutschland komme. Sie hatte ein Tagebuch, auf dem was auf englisch stand, das sie nicht verstand. Dass Anna auch englisch spricht, war ihr wohl nicht bewusst. Auf dem Buch stand auf englisch “nur für mich”, was sie scheinbar nicht so ernst nahm, denn es folgte ein Vortrag über den Inhalt. Das Buch war so 2/3 gefüllt mit Text und eingeklebten Fotos, von denen wir jedes einzelne kommentiert bekamen: “Schau, das ist meine Tochter, schau, hier mit ihrem Hund, hier sind wir alle zusammen, …” Dann ging es nochmal kurz über die bald in Spanien anstehende Wahl und die Schwester wurde mehrmals gefragt, wen sie denn wählen würde und gab jedes Mal eine andere Antwort oder so. Irgendwie empfand man es wohl fragwürdig, ob sie denn wählen gehen sollte.

Die Terrasse rockt wirklich nicht so. Sie ist schon recht klein und voller Zeugs, das sie nicht gut begehbar macht. Aber die Aussicht ist klasse. Werde mich mal bei besserem Wetter mit einer Kamera dort hoch trauen.

Den Schlüssel zurückzugeben war dann natürlich auch nicht mal eben so getan. :) Wir wechselten mit der Dame ein paar Worte über’s Grillen. Sie meinte, auf Terrassen und so dürfte man das schon, man fände halt in der Stadt nur schwer welche. Nach kurzer Zeit kam ihre Schwester hinzu. Dann ging erstmal die Rangelei los. “Den ganzen Tag muss man ihr den Hintern nachtragen, und auf einmal kann sie laufen wie ne Eins.” und sowas. Die beiden scheinen öfters so ihren Spaß miteinander zu haben. Dann ging es um einen Jungen (ein Enkel der einen), der jede Woche zum Essen kommt. Man beschuldigte sich gegenseitig in ihn verliebt zu sein und sowas. Obwohl ich nicht alles verstand, war es echt witzig das zu erleben. Das Zurückbringen des Schlüssels hat dann nochmal ähnlich lange gedauert wie das Abholen. War aber halt ein netter Abend.

Was gibt’s sonst noch neues? Spanien ist aus dem America’s Cup geflogen. :( Im Rennen sind jetzt noch Neuseeland und eines der italienischen Teams. Wer von den beiden gewinnt, darf dann ende Juni die Schweiz herausfordern. Nun halte ich also für Neuseeland, und wenn die Italien rausgekickt haben für die Schweiz, damit das Teil in Europa bleibt und - wer weiß - nächstes Mal vielleicht wieder in Valencia stattfindet. Ich hätte es den Spaniern allerdings arg gegönnt (mehr als den Deutschen, die ja schon vorher weg waren). Man stelle sich das Feuerwerk vor, das es gegeben hätte, wenn Spanien hier in Valencia das Teil geholt hätte… *träum*

Am letzten Samstag wollten wir uns das AC-Spektakel mal aus der Nähe ansehen. Ich wollte ja immer mal zum Hafen, wenn da auch Rennen ist, weil ich dachte, dann wäre da ne Menge mehr los… irgendwie nicht. Und ich kann es nachvollziehen. Es reizt auch nicht viel. Es gibt halt zwei Leinwände (vor denen sich die Leute dann auch knubbelten), auf denen man das Rennen betrachten kann wie vom heimischen Fernsehsessel aus. Neben dem Rennen selbst gibt es am Hafen ja kaum was. Man kann ein Bierchen trinken (zu gar nicht mal überhöhten Preisen) oder was in der Art, aber das war’s im Wesentlichen auch schon abgesehen von den ganzen kleinen Shops und Ausstellungen in den einzelnen Gebäuden, die man recht fix hinter sich hat. Das Rennen in echt zu sehen, ist nicht. Wenn man auf dem Steg des Hafens oder am Strand steht, kann man es am Horizont anhand einiger weißer Punkte erahnen, aber mehr auch nicht. Was Sinn machen soll (hab es noch nicht erlebt) ist sich das Raus- oder Wiederreinfahren der Boote anzusehen. Das taten wir zumindest vom Strand aus (in Badehose in der Sonne, ja), von wo das schon interessant aussah, als die - keine Ahnung - 50 Boote wieder in den Hafen fuhren. Unglaublich, wie viel da auf dem Wasser los war.

Ansonsten ist nicht viel spektakuläres passiert in letzter Zeit. Wie hatten ein Sagunto-Castellón-Nachtreffen, ich hab die Bodega mal wieder bei ein paar weiteren Leuten bekannt gemacht, war letztens mit Sandra ein Geburtstagbierchen trinken (nein, ich trinke immer noch keins) und sowas. Aber bald geht’s bestimmt wieder richtig ab. :)

Der Norden der Comunidad Valenciana

May 14th, 2007

Und wieder kann ich was von der ToDo-Liste streichen. Am Sonntag schauten wir - Julia, Ricke, Sarah, Nadine (Mitbewoherin von Ricke), Claudia (Besuch von Ricke) und ich - uns Sagunto und Castellón an. Zumindest Sagunto lohnt sich schon. Da gibt’s nen Berg nebendran mit Festungsüberresten drauf, der bei der Hitze etwas mühseelig zu besteigen war. Außerdem waren wir alle anfangs etwas fertig, weil wir recht wenig Schlaf hinter uns hatten. Die Festung (Castillo) reißt einen nicht um, aber die Aussicht von da oben ist ganz nett. Etwas tiefer gibt es auch ein römisches Theater, das leider nahezu vollständig mit einem neueren Freiluft-Theater überbaut ist. Scheinbar wird es auch in unserer Zeit für Aufführungen genutzt. Das Schärfste sahen wir dort: Toiletten unter freiem Himmel. Also es waren schon Wände drum mit Tür und es gab Waschbecken und alles und sogar Licht, aber keine Decke. War mal was anderes da in der Sonne rumzusitzen. :)
Von dem Berg aus hat man eine schöne Aussicht über die Stadt. In dieser gibt es dann noch ein jüdisches Viertel, das sich als irre klein herausstellte und wie wohl überall hier (es ist wirklich schon sehr unspektakulär geworden) eine Katedrale.
In dem Städtchen muss an dem Tag irgendwas los gewesen sein. Zunächst mal schienen alle Bewohner in der Kirche gewesen zu sein. Die Straßen waren wie leer gefegt. Dann hingen überall religiöse Bilder herum und es gab diverse Mascletás in der Stadt. Auch cool war eine Art kleines Motorrad-Treffen, was da wohl stattfand. Wir sahen diverse Motorräder den Berg hoch und wieder runter fahren. Bei dem Wetter natürlich ne feine Sache. Wirklich ergründen, was da abging, konnten wir aber nicht. Wir aßen noch eine Kleinigkeit in einem sehr lauten Schuppen mit unfreundlicher Bedienung und zogen dann weiter nach Castellón.
Hier liefen wir einfach mal in Richtung Innenstadt und kamen durch einen wirklich sehr schönen Park neben einem sehr protzigen Corte Ingles. Wir sahen die zwischen ein paar neueren Häusern sehr fehl am Platz wirkende Stierkampfarena, die Post, die ja oft ein Hingucker ist, und warfen noch einen kurzen Blick auf Katedrale, Marcado Central und was es da in der Gegend (Plaza Mayor) sonst noch so gab. Auch hier schien irgendwas zu passieren, denn man baute eine Bühne auf. Insgesamt begeisterte Castellón nicht höllisch, was uns auch schon der Reiseführer versprochen hatte. Wir hetzten dann ziemlich zurück zum Bahnhof, weil die Züge nach Valencia nur stündlich fuhren. Dem einzigen(!) Fahrkarten-Automat war unsere Eile viel zu unspanisch, und nach zwei Tickets hatte er einfach mal keinen Bock mehr. Der Typ am Schalter ließ sich auch nicht dadurch aus der Ruhe bringen, dass unser Zug in weniger als fünf Minuten weg sein würde. Letztendlich kamen wir dann aber gerade noch rechtzeitig und stellten später fest, dass es in Spanien wohl überhaupt kein Problem ist beim Schaffner sein Ticket zu lösen. Hmpf!
Castellón ist mit dem Zug ne gute Stunde von Valencia entfernt, Sagunto vielleicht ne halbe. Wir stiegen im Bahnhof Valencia-Cabañal ein. Von dem Gebäude war mir zwar schon gesagt worden, dass es ein Bahnhof ist, jedoch konnte ich das nie so recht glauben, weil das einfach mal so auf der Straße rumsteht und die Schienen drum herum unterirdisch verlaufen. Ich hatte mich auch schon mehrfach gewundert, dass Valencia so wenig Bahnhöfe hat. :) Für die Fahrt von Castellón zahlten wir knappe drei Euro. Man setze sich mal für eine Stunde in einen deutschen Zug und vergleiche…

Interessant bei der Reise zu beobachten war die Sache mit der Sprache. Anna meinte mal zu mir, dass man in Valencia gar nicht wirklich viel Valenciano spricht, weil es eben eine große Stadt wäre. Man täte das eher in den Dörfern, und das kommt wohl hin. In Sagunto (~60.000 Einwohner) steht eine Menge in Valenciano und nur darin, in Valencia (und auch in Castellón mit ~130.000 Einwohnern) steht halt alles zusätzlich auf castellano. Es geht also noch schlimmer als hier. Hätt ich kaum gedacht. :) In Castellón war es schon fast recht wenig Valenciano. Die Verbreitung scheint schnell abzunehmen. Castellón ist ja eine Randprovinz der Comunidad Valenciana.

Das mit dem Schlafmangel an dem Tag war bei mir extrem. Am Tag zuvor war ich ja bei Eva zum Song-Contest gucken und so. Der ging bis halb eins; eigentlich also gar nicht so lang, allerdings machte ich dann den “Fehler” mit den Nachtbussen nach hause fahren zu wollen, was eigentlich ne recht fixe Methode ist, selbst wenn man mehrere braucht. An dem Tag jedoch wäre ich zu Fuß schneller dort gewesen. Über zwei Stunden hab ich mit der Reise verbracht (80% davon hab ich natürlich gewartet). In der Zeit wäre ich das Stück locker gelaufen. Und da wir am nächsten Tag schon um neun am Bahnhof stehen wollten, kam da nicht mehr so viel Schlaf bei rum.
Außerdem war ich am Freitag endlich mal wieder auf einem Botellón. Meine Mitbewohner hatten mich gefragt, ob ich mit zu einer Abschiedsfete wollte, aber dort hätte ich außer ihnen wohl niemanden gekannt (einschließlich der Gastgeberin). Also ging ich mit Marco und Eva zu dieser Botellón irgendwo in der Nähe der Uni. Genauer wusste das keiner, aber so ein Event findet man ja ganz gut, wenn man durch die Gegend läuft. Es war allerdings nicht das einzige an dem Abend. Wir sahen unterwegs für eine Uhrzeit weit nach Ladenschluss ungewöhnlich viele Menschen mit Supermarkttüten rumlaufen…
Die Party war ein Geburtstagsbotellón von zwei Österreichern und einem Deutschen, folglich war nur eine Minderheit der vielleicht 100 Anwesenden nicht-deutschsprachig. Insgesamt kannte ich auch hier nicht wirklich viele. Vielleicht 15 Menschen, wenn man die mitrechnet, die ich mal in Gandia gesehen hab. Erstaunlich, dass man mit so vielen Menschen so lange hier sein kann und sie nie zu Gesicht bekommt. Vielleicht geh ich dafür auch auf die falschen Parties, wer weiß? Auch der Abend wurde natürlich lang, aber von dort konnte ich gemütlich nach hause laufen.

East-O-Vision Song Contest

May 14th, 2007

Manche von euch werden’s miterlebt haben. An mir wäre es natürlich völlig vorbei gegangen, aber der spanische Mitbewohner von Eva ist totaler Fan des Eurovision Song Contests und hat - man glaubt es kaum - alle(!) davon auf Video. Da Eva heute wieder nach hause fliegt, nutzte sie die Gelegenheit um ein paar Leute zum Contest Gucken einzuladen und sich zu verabschieden. So gelangte ich also am Samstag zusammen mit ein paar netten Menschen in den Genuss dieses Ereignisses. Im Vorfeld hörte ich schon, dass sich nahezu kein westeuropäisches Land für das Finale qualifiziert habe. Dass die wenigen teilnehmenden dann auch noch auf den letzten Plätzen landen würden… naja, dabei sein ist ja alles. :) Der Titel dieses Artikels ist übrigens von n-tv.de geklaut, die ihre Halbfinal-Berichterstattung so nannten, was ich auf der Suche nach den genauen Plazierungen fand.

Ich muss sagen, das Bild des Contestes scheint sich verändert zu haben. Für mich war das immer ein Inbegriff für einen Haufen schmalziger Heimatmusik, die ich mir freiwillig niemals anhören würde. In diesem Jahr hatte ich aber extrem das Gefühl, dass die Musikrichtungen sehr gemischt waren. Es gab nur sehr wenige Lieder, die ich dem Ereignis so gefühlsmäßig zugeordnet hätte. Es gab sogar ein paar Lieder, die ich richtig gut fand (weiß natürlich nicht mehr, welche alle). Insgesamt hatte ich aber das Gefühl, das Event wäre zu einer einzigen Freak-Show verkommen. Nicht nur die, ich würde mal sagen, offensichtlich nicht völlig ernst gemeinten Beiträge von Frankreich (piiink) und Ukraine (”sieben, sieben, eins zwei”) trugen zu dem Eindruck bei. Länder wie Spanien mit ihrer schlechten Ausrede für eine Bilderbuch-Boyband bilden sich ja ernsthaft ein damit was reißen zu können. Der deutsche Beitrag in diesem Jahr war gar nicht so schlecht. (Ich war überrascht.) Auch er trug zur Manigfaltigkeit der Stilrichtungen bei. Dann gab es noch die Frau an der Bushaltestelle, die wieder was ganz eigenes hatte, und sowas wie Finnland und Schweden (Das ewige Licht leuchte ihr.). Insgesamt sehr vielfältig, aber halt auch ne Menge Müll dabei. Ich würd sagen, es waren vielleicht so ne Hand voll anständige Beiträge dabei, für den Rest hätte ich gerne eine “nächster Track”-Taste gehabt.

Marco beim Erleiden des Contests

Die Abstimmung war dann auch noch eher öde. Die Länder, die ich auf ner Weltkarte finden würde, versammelten sich sehr schnell am Ende, was ich z.b. für Irland sehr schade fand, weil die ein Lied hatten, das nicht nur da rein passte weil landestypisch und so, sondern das man sich außerdem noch anhören konnte ohne weglaufen zu wollen. Und dann weniger Punkte als der Verbesserungsvorschlag für die Präsentation der Sicherheitsanweisungen im Flugzeug aus GB zu bekommen ist schon bitter. Aber naja, die Qualität der Lieder scheint da ja eh nicht wirklich bewertet zu werden. Sehr schade.
Wir haben übrigens nicht mitgewählt, obwohl das natürlich die Gelgenheit gewesen wäre all den Ballermann-Touristen beim Deutschland-Pushen unter die Arme zu greifen. Ich hätte mir auch keinen wirklichen Favoriten aussuchen können. Meine Stimme hätte vermutlich Ukraine bekommen, weil die das mit der Freak-Show perfektioniert hatten, was sehr gut passte, fand ich. Die hätten’s ja auch fast gemacht, das hätt ich gut gefunden.
Aber der Gewinner hat’s schon auch verdient. Die “Frau” von denen kann ja scheinbar singen.

Gut fand ich neben dem Umbruch, der in den Zuschauerreihen stattgefunden haben muss (Sonst kann ich mir nicht erklären, wie man Apocalyptica in der Werbepause spielen lassen kann.), dass der eine oder andere Punkte-Ansager seinen Job nicht ganz so ernst nahm. Es gab nicht nur das übliche “Hiiiii. Good Evening, Europe. Let me say, Great Show!!! You two look very nice today. blablabla” und dann die Punkte abgelesen. Am besten fand ich den Schweden mit seiner Taschenlampe. Selbst die Art der Taschenlampe war sehr gut gewählt. Ich denke mal, der Contest kann auch weiterhin ziemlich gut als Party-Unterhaltung dienen. Muss ich mir merken.

Endlich wieder Strand :-P

May 14th, 2007

Deutschland und Spanien hatten ja in den letzten Wochen das Wetter getauscht, aber nun ist endlich wieder alles normal. Spanien brät während Deutschland absäuft. :) (Seht mir die Arroganz noch ein paar Wochen nach; bald sitzen wir wieder im selben Boot, und ich werde die Spanier genauso für ihr Wetter hassen wie ihr.) In den letzten Tagen war es hier also meist unbewölkt und mal gerne zwischen 30 und 35°. Zum Studieren oder so nicht ganz angenehm, aber für eines perfekt: Strand. Der letzte Freitag und Samstag wurde von uns exakt dafür genutzt. Es war zwar ziemlich windig, was bedeutete, dass ein gewisser Sandsturm fegte, aber nah am Wasser hatte man damit keine Probleme. Das ging aber auch nur, weil es so schön leer war. Nun haben wir also schonmal eine gewisse Bräunungsgrundlage geschaffen. Ich war sogar im Wasser. Mehrmals. Komplett. Am ersten Tag war es noch nur an der Oberfläche warm, aber am zweiten musste ich mich schon strecken um kaltes Wasser an den Füßen zu fühlen. Ich denke mal, wir werden uns dort noch öfter sehen lassen. Man muss ja was sehen, wenn ich wieder da bin. :)
Was uns mal wieder aufgefallen ist: Valencia ist nicht reif für den Tourismus. Das Strand-Viertel ist nicht nur schäbig, sondern auch völlig unökonomisch. Es gibt kaum was zu essen oder zu kaufen. Touristen würden denen da glatt wegsterben. Es hat wirklich so den Anschein, als wäre der Strand halt da, man hat nichts gegen ihn, aber bezieht ihn auch nicht wirklich in die Stadt mit ein. Vielleicht ändert sich das irgendwann mal. Eigentlich ist es ja schön, dass Valencia keinen Strand-Trourismus hat (und auch sonst abgesehen aktuell vom America’s Cup eher wenig), aber manchmal auch unpraktisch.

Noch was zum vorherigen Wochenende:
Ich hatte ja drüber nachgedacht mit Julia nach Madrid zu fahren. Das wäre bestimmt auch sehr lustig geworden nach dem, was sie mir nachher am Strand davon erzählte, aber mein Wochenende in Valencia war auch toll. Mein Hauptgrund hier zu bleiben war die Abschiedsfete von Melanie, die hier einen Teil ihres Referendariats abgelegt hat und an dem Wochenende noch zu Freundinnen in Spanien und dann nach Deutschland aufbrach. Da hin zu gehen hat sich auch gelohnt. Als ich die Wohnung betrat, war ich erstmal erschlagen von der Masse an Leuten, von denen selbst Melanie nur eine Hand voll kannte. Einer ihrer Mitbewohner kam an diesem Tag von einem langen Aufenthalt in Südamerika zurück und man hatte beschlossen (ob er wolle oder nicht) ihn zu empfangen. Darum war die Wohnung auch nahezu ausschließlich mit Spaniern gefüllt. Später kamen dann noch ein paar deutsche Freundinnnen von Melanie vorbei, die ich auch kannte.
Das Konzept der Party war, dass jeder was zu essen und zu trinken mitbringt, was auch fleißig praktiziert wurde, weswegen die Küche mit den verschiedensten Nahrungsmitteln angefüllt war. Manche hatten nen Salat gemacht oder irgendwelches spanisches Essen vorbereitet, manches wurde dort erst gekocht, es gab Tiefkühlpizza, Tortilla, quasi alles. Und natürlich fing man nicht vor elf Uhr an das Zeug so nach und nach zu reichen. In Deutschland wäre solch eine Party nicht möglich gewesen. Ich erinnerte mich an die Gesichter meiner Gäste, als ich auf einer meiner Feten mal eröffnete, das Essen käme “erst” um neun Uhr…
Die Abschiedsparty ging ne ganze Weile, aber zum Glück konnte ich mir danach mit ein paar Leuten ein Taxi teilen.

Am Samstag und Sonntag war ich mit Ricke im Kino. Wir konnten uns nicht recht entscheiden, ob wir in eines der kleinen Hinterhof-Kinos gehen wollten, das Filme im Originalton zeigt, oder in ein richtiges großes spanisches, also taten wir einfach beides. :) Wir sahen “Little Miss Sunshine” auf englisch und “Tu la letra, yo la música” auf spanisch. (”Du den Text, ich die Musik” heißt in Deutschland scheinbar “Mitten ins Herz”; wer sich den Quatsch wieder überlegt hat…) Beide Filme waren sehenswert. Der erste schon recht B-Movie-mäßig und sehr ausgeflippt, der zweite natürlich Main-Stream, aber echt witzig (Mittlerweile versteh ich sogar manche witzige Filmszenen auf spanisch.) und die Musik, die der Hugh Grant da mit seiner Truppe gemacht hat, war echt klasse.
Nach dem zweiten Film wollten Ricke und ich noch was futtern (hauptsächlich ich), also gingen wir zu Pans & Company, denn dafür waren auf der Rückseite unserer Kinokarte Gutscheine und das kannte sie noch nicht (kann ja nicht angehen). Diese Kette hat am Plaza de Ayuntamiento (in dessen Nähe das Kino war) gleich zwei Läden, allerdings macht einer wohl früher zu. Da drin sagte man uns nämlich, dass man gerne anfangen würde die Stühle zusammenzuräumen und man außerdem den Pommes-Macher schon weggepackt hätte. :) Aber da der andere Laden weit länger auf hat, bekamen wir doch noch unser Bocadillo und unsere Patatas Bravas, was wir uns dann alles auf dem Plaza de la Virgen reinzogen. Der Platz ist, gerade nachts, halt doch am gemütlichsten. Vermutlich weil dort weit und breit keine Autos fahren.

Ein weiterer Vorteil in Valencia geblieben zu sein war, dass ich am Montag Dennis wiedergesehen hab. Vielleicht erinnert sich jemand. Mit ihm war ich (unter anderem) in meiner ersten Woche hier bei der Tomatina. Seine Freundin macht son Erasmus-Ding in Madrid und die beiden hatten sich für ein paar Tage in Valencia getroffen. (An dem Tag in Madrid zu sein wäre also echt blöd gelaufen gewesen.) War ne sehr spontane Sache. Ich bekam eine SMS von ihm und für den Abend verabredeten wir uns dann im Carmen. Wir gingen in ein paar Läden (so arg viele haben montags nicht geöffnet) und tranken natürlich auch Agua de Valencia, das ich ja jedem Besucher hier andrehen muss, also auch den beiden.
War sehr cool ihn mal wiederzusehen und sich mit seiner Freundin über die Unterschiede von Madrid und Valencia zu unterhalten. Ich bin jetzt noch glücklicher nicht dorthin gegangen zu sein. :) Abgesehen davon, dass es keinen Strand und nix dergleichen gibt, ist es wirklich unheimlich teuer. Also 300-400 Euro für ein Zimmerchen bedeutend schlechter als das meinige zu zahlen ist da üblich.

Spanien so grün wie Deutschland

May 14th, 2007

Ja, sowas geht. Spanien ist nicht überall heiß wie doof. Ich kann mittlerweile wirklich gut nachvollziehen, warum die Spanier nie ihr Land verlassen. Die haben hier alles, was das Herz begehrt. Ich gebe zu noch kein Land so intensiv erforscht zu haben, aber ich hab den Eindruck, in Spanien ist es extrem so, dass man durch relativ wenige zurückgelegte Kilometer in völlig andere Welten gelangen kann. Und diese Welten sind fast alle toll. :)

Über die 1.-Mai-”puente” (Das heißt Brücke; so nennen die Spanier solche langen Wochenenden.) sahen wir uns die Welt des Baskenlandes an. Wir, das sind Julia, Friederike (Ricke), Sarah und ich. Julia, dat is die, die mal n Zimmer in meiner Wohnung angeguckt hat (und den Titel wird sie wohl ewig behalten). Ricke kannte ich seit der Cuenca-Aktion und Sarah hatte ich nie zuvor gesehen. :) Die Mädels untereinander kannten sich aber schon.
Wir verbrachten im Vorfeld relativ viel Zeit mit der Planung. Also der Zeitplan und die Route standen recht schnell, aber die Suche nach Schlafmöglichkeiten zog sich hin. Zaragoza war sehr teuer und in Pamplona schien es gar keine Hostals zu geben. Ach ja, die Route. Zaragoza, Pamplona, San Sebastian, vielleicht Bilbao und Santander sollte es werden. Übernachtungen in jeder dieser Städte außer Bilbao. Fancy feature dieser Reise: Mein Mitbewohner Martin hatte einen GPS-Empfänger hier rumliegen und Gerätschaften um meinen Laptop im Auto zu betreiben. Dann fix noch nen chicken Routenplaner gezogen und nichts konnte mehr schief gehen… so dachte man. In der Praxis gab es wenige Schwächen. Hier und da fehlte mal eine Straße auf der Karte und in Städten kam mein Rechner manchmal nicht recht nach mit dem Anzeigen der scheinbar zu detailreichen Karte in Echtzeit. Aber das Teil war trotzdem Gold wert. Nicht nur haben wir uns so sehr gut zurecht gefunden und sind nie verloren gegangen, auch haben wir jetzt einen netten Strich auf der Karte im Programm (den ich noch auf Papier übertragen werde) wo wir lang gefangen sind. (Wird teils wohl recht abenteuerlich aussehen.)

Wir fuhren am Freitag kurz vor mittag am Flughafen Valencia los und nach Zaragoza. Das ist nicht grad um die Ecke, drum waren wir erst am Abend dort. Auf dem Weg nach Zaragoza liegt Teruel, ein kleines und recht nettes Städtchen vielleicht eine Stunde von Valencia entfernt. Wir wollten was zu Mittag essen, also machten wir dort Halt. Maria, eine Tandem-Partnerin von mir kommt dort her, war aber an dem Wochenende leider in Valencia. (Die Spanier fahren nahezu jedes Wochenende nach hause; an langen sowieso, aber an diesem natürlich nicht…) Jedoch empfahl sie uns einen feinen Laden zum Essen, den wir auch problemlos fanden. Von Teruel haben wir dann nicht mehr viel angeschaut (obwohl es wirklich ein schönes Städtchen zu sein scheint) weil das bei dem Regen nicht so Spaß gemacht hätte. Das Wetter an dem Wochenende war leider ziemlich im Eimer. Wir hatten insgesamt so 1.5 Tage Sonne. :( Aber wir haben das Beste draus gemacht und es war ja trotzdem schön.

In Zaragoza angekommen ging zum ersten Mal die Freude der Parkplatzsuche los. Eine gute Taktik ist oft sich erstmal ins Parkverbot zu stellen, in der Bleibe einzuchecken und dort nach ner Parkmöglichkeit zu fragen. Man empfahl uns ein Parkhaus von der Stadt, dass normalerweise recht teuer, nachdem man sich im Hotel einen gewissen Wisch ausfüllen lässt aber wohl bezahlbar sein sollte. Präziser erfuhren wir es nicht… Wir fuhren dann erstmal ein wenig durch die Gegend und schau an… nicht sehr weit von dem Ort, den man uns für das Parkhaus nannte, fanden wir einen kostenlosen(!) Schotterplatz. Normalerweise rennt da wohl ein Opa mit Kasse rum (solche Leute nehmen aber auch selten mehr als nen Euro), aber der hatte bei dem Wetter wohl auch keinen Bock drauf.
Das Hotel in Zaragoza war mit Abstand das beste Dach über dem Kopf, das wir an dem Wochenende hatten. Kostete auch entsprechend, aber es gab ja auch nix anderes in der Stadt (sah zumindest im Netz so aus; als wir durch die Stadt liefen, sahen wir genug). Und da wir so einen engen Zeitplan hatten, wollten wir weder viel Zeit damit vertun vorort was zu suchen noch damit immer aus irgendeinem günstigeren Vorort anzureisen.
Zaragoza ist eine schöne Stadt. Sie ist (nach Madrid, Barcelona, Valencia und Sevilla) die fünftgrößte Spaniens und scheinbar fett im Umbruch begriffen. Wir haben auf dem Rathausplatz eine große Ausstellung gesehen, in der es um Zukunftspläne der Stadt ging. Die haben viel vor. Unter anderem natürlich ein Metro-Netz, wenn man die richtige Partei wählt. :) Ja, in Spanien sind bald Wahlen, was auch immer für welche. Die Werbung der Parteien ist bei weitem nicht so nervig und allgegenwärtig wie in Deutschland, aber man merkt’s schon. Was in Zaragoza grad halt auch ganz groß ist: Die Stadt ist Gastgeberin der Expo 2008. Vermutlich haben die auch einfach die Hotelpreise schonmal vorausschauend angepasst. Die Expo ist in der Stadt natürlich allgegenwärtig, weshalb wir direkt mal ne studiVZ-Gruppe für das immens knuffige Maskottchen (das wir in Ermangelung eines offiziellen Namens Fluvi tauften) aufgemacht haben.
Desweiteren hat Zaragoza eine sehr sehr schöne Basilika und, ich glaub, auch eine Katedrale, die aber Geld kostet, was sie schonmal extrem hässlich erscheinen lässt. :) Die Dame im Touri-Büro war sehr kooperativ und die hatten da so feine Prospekte, die Routen vorschlugen für Leute, die 24, 48 oder 72 Stunden in der Stadt waren. Genau das richtige für uns. Ich denke, am schönsten fand ich die Basilika. Nach den ganzen Trips hier bin ich wohl schon relativ abgestumpft was Kirchen angeht, aber die hatte immer noch was. Ich glaube, ich fand sie fast gemütlich… Wir haben am nächsten Tag noch ein Schloss besichtigt und einen sehr schönen Park, der leider auch unter dem schlechten Wetter litt, und dann ging’s auch schon weiter Richtung Pamplona.

Hier wurde es dann baskisch. Pamplona heißt in der Sprache “Iruña”. Klingt fast genauso oder? :) In Valencia ist es ja schon manchmal komisch mit zwei Sprachen, wobei die natürlich recht ähnlich sind und man sich echt schon sehr dran gewöhnt hat. Baskisch ist aber mal sowas von anders… schon komisch. Man hat das Gefühl, die würden zu jedem Wort, das da so rumsteht, einfach noch ne zufällige Aneinanderreihung von Buchstaben beischreiben.
In Pamplona haben wir nette Sachen gesehen. Die Stadt ist scheinbar unter anderem durch einen Roman von Hemingway berühmt, der wohl oft dort war. Auf der Suche nach dem “Cafe Iruña”, in dem sich der Bursche damals häufig aufhielt, wurden wir auf dem Rathausplatz (wenn in spanischen Städten was abgeht, dann erstaunlich häufig dort) Zeuge des Endes einer Schaumparty für Kinder. Sehr witzig anzusehen, und die Kleinen hatten trotz des auch hier schlechten Wetters sichtlich Spaß.
Unsere Bleibe in Pamplona war… sagen wir mal, schlicht. Zunächst tat unser Routenfinder sein Bestes uns zum “Hotel” zu lotsen. Bei dieser verrückten Straße war das aber aussichtslos. Wir brauchten die Hausnummer 2. Ich lief in ein großes Hotel, in dem die Dame an der Rezeption meinte “Ja, wir sind die 1, aber wo die 2 ist, kann man nicht so genau sagen… es ist eine verrückte Straße.” Das Verrückte war, dass die ungeraden und die geraden Hausnummern an unterschiedlichen Enden der Straße begannen, die 2 war also exakt am anderen Ende der Straße auf der anderen Seite. Wenn man das weiß… Dort war aber nur das Restaurant, der Essensraum oder wie auch immer. Auf jeden Fall eine Bar, die gleichzeitig Rezeption war. Wir hatten uns für Pamplona den Luxus gegönnt einen PKW-Stellplatz mit zu mieten, weil wir hier nur nen halben Tag eingeplant hatten und nicht die Hälfte davon mit Parkplatzsuche verbringen wollten. Nun stellten wir aber fest, dass wir gar nicht so höllisch zentral gelegen waren und sich deshalb in der Umgebung unserer Bleibe ne Menge Parkplätze fanden. Parkplatz stornieren war aber natürlich nicht drin. Hmpf. Das Wohnhaus an sich war dann auch recht einfach gehalten. Das Treppenhaus war eine Baustelle, wir hatten ein kleines Badezimmer für acht Leute oder so, aber jeder hatte nen Fernseher mit sogar deutschen Sendern. :) Naja, nur zum Pennen reichte es ja. Nach dem Frühstück ging es dann direkt weiter zur Nordküste Spaniens.

San Sebastian war definitiv das Highlight unserer Tour. Das mag daran gelegen haben, dass wir die komplette Zeit, die wir uns in der Stadt aufhielten, strahlenden Sonnenschein hatten, aber die Stadt hat echt was. Es gibt natürlich auch hässliche Gegenden, aber die meisten Häuser sind echt schön (sogar die neuen großen), es liegt direkt am Strand und man hat außerdem Berge im Hintergrund. Nachdem wir einen Blick auf den Strand geworfen und ein wenig zugesehen hatten, wie ne Menge Leute sich beim Wellenreiten versuchten, gingen wir wandern. Direkt neben der Stadt ist ein kleines Berglein mit einer Jesus-Statue drauf. Von dort oben hat man einen schönen Ausblick über die Küste vor der Stadt. Es gibt mehrere Strände in San Sebastian, eine kleine Insel direkt vor der Tür, das alles in einer ruhigen Bucht mit Bergen drum. Wirklich schön. Wir sahen uns noch den Hafen und die Strandpromenade an. Hier war es unangenehm voll. Irrsinnig viele Leute marschierten dort entlang. Es lagen sogar ein paar am Strand. Wir liefen dort ein gutes Stück entlang und machten ein paar schöne Fotos auch um das tolle Wetter zu dokumentieren. Als es dunkel wurde, hielten wir dann noch ein Foto-Shooting ab und schlossen den Pakt allesamt unsere studiVZ-Seite mit einem dieser Fotos zu schmücken.
Das Thema Unterkunft erlebte in San Sebastian seinen Höhepunkt. Wir hatten es hinbekommen in jeder Stadt was zu finden und zu reservieren, aber das war natürlich bloß die Theorie. Als wir an der im Internet angegebenen Adresse ankamen, meinte die freundliche Dame, sie sei ausgebucht und habe das mit unserer Reservierung wohl verpeilt. Aber kein Problem. Sie habe da eine Freundin, die uns gerne noch unterbrächte. Ein Anruf und schon hatten wir was zum Wohnen ein paar Häuser weiter. Das war allerdings wohl kein eingetragenes Hostal. Um genau zu sein war es eine Oma, die in Kauf nahm eine Weile auf einer Matratze in der Küche zu schlafen und dafür nahezu ihre gesamte Wohnung mit reisenden Studenten zu füllen. Zum Glück gab es zwei Badezimmer, denn wir waren auch hier locker acht Menschen, die allesamt recht amüsiert ihr Schlafgemach kennenlernten. Wir vier lagen in Wohnzimmer, dadurch hatten wir zwar einen großen Fernseher, jedoch kein Fenster. Als Ausgleich war das Omchen echt lieb. Unterhielt sich nett mit uns und stellte uns sogar spontan ne Tortilla hin als wir abends nach hause kamen. :) Richtig gegessen haben wir an dem Tag aber auch in der Stadt und zwar Pinxtos. So heißen Tapas im Baskenland. Und wir waren in einer stilechten Tapas-Bar, in der der gasamte Boden voller Servietten, Zahnstocker und anderem Müll liegt, wo der Schinken von der Decke hängt und es kein Besteck gibt. Man packt sich was von der Theke auf den Teller und zahlt pro Stück einen relativ niedrigen Preis. Alles sehr fettig, aber lecker.
Die Lage unserer Unterkunft war auch top. Wir wohnten mitten in der Altstadt und konnten überall hin fallen. Bei uns gegenüber gab es ein Einkaufszentrum in einem sehr alten Gebäude. Das war sehr komisch. Von außen sah das so altehrwürdig aus und von innen neu und stressig wie Einkaufszentren hier eben sind. Auch San Sebastian verließen wir recht bald nach dem Frühstück (bei “Don Huevone”; huevo ist das Ei auf spanisch), weil wir hier einen richtigen Parkplatz mit Ticket an der Straße bezahlten, der nur eine recht knappe Höchstparkdauer erlaubte.

Auf dem Weg nach Santander fuhren wir durch Bilbao. Die Frage, ob wir da mal halten und uns die Stadt ansehen sollen, beantwortete uns der sich wie aus Eimern auf die Erde ergießende Regen, der uns dort begrüßte. Wir fuhren also nur einmal vor dem Guggenheim-Museum und dem Hündchen daneben auf und ab und dann weiter nach Santander.

Unsere letzte Station war auch nicht so schlecht. Wir schliefen in einer Pension, hatten damit also so ziemlich alle Arten von Herbergen durch. Die Leute waren sehr nett und erzählten uns, was wir uns ansehen sollten und wo wir das Auto unterkriegen können (das, wie es sich gehört, natürlich zu dem Zeitpunkt direkt vor der Tür im Parkverbot stand). Wir hatten wieder einen Fernseher, auf dem wir in unseren Erholpausen einen Teil eines unglaublich schlechten deutschen Fantasy-Films und später ein Stück Bud Spencer und Terence Hill schauten (beides natürlich auf spanisch). Da wir zu der Zeit schon recht hinüber waren und das Wetter immer noch nicht recht mitspielte, entschieden wir uns die Küste mit dem Auto abzufahren und an gewissen Stellen mal auszusteigen um Fotos zu machen. Dabei kamen wir an einer Art Park vorbei, in dem es ein Schlösschen gab, ein paar Schiffsmodelle und einen kleinen Tierpark mit Pinguinen und Seelöwen (sehr strange). Ganz nett anzusehen, wenn es auch alles sehr künstlich aussah. Eine schöne Aussicht hatte man dort nahezu überall. Aufgrund der Wolken haben wir es leider nicht hinbekommen den Sonnenuntergang zu sehen. Das hätten wir gerne getan, wo wir schonmal auf der anderen Seite Spaniens unterwegs waren. Jetzt werden wir uns demnächst zumindest mal in Valencia den Aufgang reinziehen. :)

Abgesehen davon dass wir auf dieser Reise ein paar schöne spanische Städte gesehen haben (die auch irgendwie anders waren als die, die ich hier in der Gegend kenne), hat es sich allein schon wegen der Landschaft gelohnt. Es war ein ähnliches Gefühl wie bei meinem Kurzbesuch bei Esther in Deutschland. Damals hatte ich schon vergessen wie grün Deutschland sein kann nach all den Monaten im eher ungrünen Spanien. Nun weiß ich, dass auch letzteres nur lokal gilt. Der Norden Spaniens ist mal sowas von grün. Teils kam wirklich das Gefühl auf man wäre im Schwarzwald oder ähniches. Auf der Strecke zurück von Santander, die wir über Madrid zurücklegten, was zwar weiter als der direkte Weg aber mit Autobahnen versehen ist, nahm das Grün dann immer weiter ab und wurde blasser, bis wir nahe Valencia dann wieder bei den gewohnten Farben angelangt waren.
Zwischen Santander und Madrid fuhren wir über ein Gebirge und befanden uns zeitweise auf über 1000 Metern Höhe. (GPS liefert einem auch das, ja.) Dort wurde die Landschaft dann plötzlich weiß. :) Wir konnten das überhaupt nicht glauben und mussten anhalten um es wirklich zu fühlen. Dort lag Schnee. Wirklich immer wieder krass, wie schnell sich hier um einen herum die Landschaft ändern kann, wenn man gewisse Straßen langfährt.

Nun liegt also wieder eine sehr schöne Reise hinter mir und ich habe meinen Spanien-Horrizont erneut erweitert. Es gibt noch ein paar Dinge, die ich gerne sehen würde, aber so die großen Regionen sind damit in etwa durch. Neben diesen landschaftlichen Erfahrungen, die wir versuchten auf über 800 Fotos festzuhalten, war es echt ne schöne Zeit, und wir hatten unheimlich viel Spaß. Mal schauen, was als nächstes kommt…

Was sonst noch so geschah

May 4th, 2007

Habt ihr etwa geglaubt, in letzter Zeit wäre nichts erwähnenswertes mehr passiert? :) Seit ich aus Calpe wieder zurück bin, war es nicht wirklich langweilig. Ich werde versuchen mich kurz zu fassen, aber das wird eh nix. Im Detail bekomm ich’s zwar nicht mehr zusammen, weil es sooo viel war… Drei Wochen ist es jetzt etwa her, und ich hab zu fast jedem Tag was zu erwähnen. Und ich möchte es gerne erwähnen um zu zeigen, wie falsch ich lag, als ich dachte, das zweite Semester würde dem ersten in irgendeiner Weise nachstehen. Ich fürchte, ihr werdet euch an längere Artikel gewöhnen müssen. Dafür kommen sie aber ja auch etwas seltener. Also los!

Am Mittwoch (11.04.) Abend kam ich aus Calpe zurück und erledigte noch allerhand umzugstechnisches, was ich vor der Abreise nicht mehr geschafft hatte. Viel Zeit war aber natürlich nicht, weil ich abends in der Altstadt verabredet war zur “Noche de Idiomas”. Kurze Erklärung: Es gibt im Carmen eine Bar, die recht international angehaucht ist. Wird von Nicht-Spaniern geleitet und ist recht offen für andere Sprachen. Die veranstalten dort jede Woche quasi Sprachnächte (Noches de Idiomas). Montags englisch, dienstags französisch, mittwochs deutsch. Entsprechende Muttersprachler und Spanier treffen sich sozusagen zu einem Massen-Tandem. Sehr coole Idee, und das wollte ich mir zusammen mit Melanie mal ansehen. Natürlich verpeilte ich die Zeit und kam zu spät. Fast hätte ich sogar die Motivation verloren hinzugehen, weil ich so fertig war nach Calpe, aber mein Horoskop, das ich an dem Morgen in Calpe in der Bild laß, sagte, ich solle am Abend ausgehen, weil ich dabei etwas schönes erleben würde. Und was die Bild sagt… :) Und der Abend war auch wirklich schön. Ich habe nette Leute getroffen und mich nett unterhalten. Wir Deutschen waren etwas schwach vertreten, darum ging jemand durch den Laden und fand noch ein paar, die natürlich nichts dagegen hatten etwas spanisch zu üben. Mit denen hatten wir dann sogar auch Österreich und die Schweiz vertreten. Erstaunlich organisiert ist dieses Event, mit Homepage und allem. Bisher war ich erst dieses eine Mal dort, aber ich denke, ich werde mich, wenn ich die Zeit finde, nochmals dort sehen lassen. Es war so cool, dass es natürlich relativ spät wurde mit dem Nachhausegehen. Ich glaube, ich war nach zwei im Bett. Interessantes geschah sogar dann noch. :) Meine spanische Mitbewohnerin (Anna), die ich bis dahin insgesamt vielleicht nen Tag kannte, kontaktierte mich per SMS. Wir hatten am Mittag unsere Nummern ausgetauscht und nun fragte sie, ob ich zu hause sei. Ich dachte mir (weil sie meinte, das passiere ihr öfters mal), sie hätte ihren Schlüssel liegen lassen, aber nein, sie wollte einfach quatschen. Sie lag nämlich auch im Bett und erzählte mir dann, dass sie gern was trinken würde, aber - weil ihr kalt wäre - nicht aufstehen wolle; dass sie nicht schlafen könne und so Sachen. Das fand ich schonmal äußerst cool. Sowas wäre mir mit meinen ehemaligen Mitbewohnern nie passiert. Das trug dazu bei, dass ich mich in meiner neuen Wohnung direkt mal wohl fühlte. Ich steh ja auf so verrückte Sachen. Sich über SMS zu unterhalten, obwohl man keine fünf Meter entfernt voneinander rumliegt, gehört schon irgendwie dazu.

Am Donnerstag musster das Auto zurück. Sowas mach ich ungern. Ich mag es hier ein Auto zu haben. :) Und ich machte mir noch nen Spaß draus vorher fett einkaufen zu gehen… aber richtig fett. Ich fuhr ins Einkaufszentrum meines Vertrauens (El Agua), befand mich also zum ersten Mal hier in einer Tiefgarage und packte erstmal einen Einkaufswagen voll Wasser ein. Die großen 2-Liter-Flaschen. 10 Sixpacks gingen rein. 120 Liter sollten ne Weile reichen… und kosteten mich keine 17 Euro. Schon fein so ohne Pfand. :) Als ich dann fast den ganzen Kofferraum voller Wasser hatte, wurde der nächste Einkaufswagen mit allerhand anderem gefüllt. Alles, was über kein stressiges Haltbarkeitsdatum verfügt. (Ich glaube, ich war seitdem erst einmal wieder ein bisschen einkaufen.) War ne ziemliche Plackerei, aber auch lustig. Jetzt hab ich wieder viele Tüten und brauch das eine oder andere vor meiner Abreise wohl nicht mehr zu besorgen.
Abends erwartete mich ein auf dem Papier feines Event. Anna arbeitet für das Team Germany beim America’s Cup. (Ich sag nur: Ermäßigung im Souvenir-Shop.) Und sie hatte eine Einladung für die Eröffnung der Lounge-Bar des Team China für zwei Personen. Sie und ihr Freund (Ruben) hatten nicht so den Bock da hinzugehen, also gingen Martin und ich. Wie gesagt: Klang fancy, war es aber nicht so ganz. Erstmal war es weiiit weg. Das China-Gebäude ist eines der letzten (und unschönsten) auf dem Hafen-Gelände, die Bar natürlich auf dem Dach. Also der Ausblick war fein. Und ich meine nicht nur die Victoria’s Secret Fashionshow auf all den Großbildschirmen dort, sondern auch der Blick über den Hafen. Aber wir kannten halt niemanden dort (alles nur AC-Leute) und es gab nichts zu tun außer zu trinken und zu reden. Also die Party an sich muss nicht schlecht gewesen sein. Fernsehn war da und hat Interviews im VIP-Bereich gemacht und alle schienen sich zu amüsieren, aber wir standen halt eher so nebendran. Hinzu kam: Anna meinte, es gäbe Essen und Trinken für lau… Essen haben wir nie gesehen. Das mit dem Trinken war so ne Sache. Es schien, als gäb’s auch davon nix, also holten wir uns was an der Bar. Ich dachte mir, Alkoholisches wird wohl teuer sein, also trank eine Fanta für schlappe 5 Euro, Martin ein Bier für 4… Kurz danach dann sahen wir Kellner mit Tabletts rumlaufen und Gratis-Drinks verteilen. Tolles Timing. Die hatten zwar nicht alles im Angebot, aber Softdrinks und Wein tun’s ja schon. Nach eine Weile, als es voller wurde, blieben sie allerdings aus und es wäre wieder teuer geworden. Da die Party ja eh nicht so höllisch viel hergab, gingen wir wenig später. Aber immerhin war ich nun auch einer offiziellen und eine Einladung erfordernden Party des America’s Cups. Das mit der Einladung war allerdings auch son Gag. Natürlich sackte das Chick am Eingang die ein als man kam. Da das Gebäude über keine für Gäste erreichbaren Toiletten verfügte, wurde man angewiesen die gegenüber auf dem Gelände zu benutzen. Nicht nur musste man also jedes Mal drei Stockwerke Treppen hinter sich bringen, man durfte auch jedes Mal dem Eingangschick erzählen, dass man zwar mal eine Einladung in Händen hatte, diese aber abgegeben hatte und jetzt nur mal eben auf Klo war. Sehr sinnvolles und durchdachtes System… so kennen wir die Spanier ja.

Freitag war tolles Wetter. Traurig, aber wahr: In diesen Tagen ist das erwähnenswert. Ich realisierte das erst erstaunlich spät muss ich zugeben, aber ich musste ja auch gut Schlaf nachholen aus der letzten Zeit. Irgendwann SMSte ich dann Julia an mit sowas wie “Das Wetter ist toll. Lass uns *irgendwas* damit anfangen.” Damit gewann ich den Gewissenskampf gegen ihre Hausarbeit, und wir trafen uns am Turia. Pünktlich als wir dort ankamen fing es an zu regnen. :) Mir fiel ein, dass Melanie mir die Foto-Ausstellung empohlen hatte, die zu der Zeit im alten Uni-Gebäude von Valencia in der Altstadt stattfand, also gingen wir dort hin. Man zeigte dort die Geschichte Spaniens in Bildern… obwohl das nicht so höllisch klar rüber kam, aber es stand an der Tür. Die Bilder waren ganz nett, aber nicht spektakulär, das Uni-Gebäude an sich hingegen ein Hingucker. Haben den Tag also trotz suboptimalem Wetter gut rum bekommen.

Samstag fand ein weiteres AC-Event statt. Diesmal allerdings öffentlich. Dennoch wurde es irgendwie nicht sehr groß angekündigt. Der Luis Vuitton Cup startete an diesem Tag. Fragt mich bloß nicht, was das genau ist. Irgendeine wohl ziemlich frühe Runde in diesem Cup eben. Nicht so wichtig. Auf jeden Fall wurden alle teilnehmenden Teams vorgestellt. Die fuhren mit ihre Booten durch’s Hafenbecken und jemand erzählte was dazu. Natürlich gab’s dabei zwischendrin ein bisschen und am Ende fett Feuerwerk und all sowas, is ja klar. Wenn die Valencianer eins drauf haben… Es waren irre viele Leute dort, und jeder hatte einen Regenschirm dabei. :) Denn natürlich regnete es an dem Abend und vor lauter Schirmen konnte man kaum was sehen. Trotzdem haben wir (Julia, Sandra, ich) viele Fotos und Videos gemacht, die die Atmosphäre hoffentlich ein wenig einfangen.
Als die Schiffchen alle vorbei waren, gab es noch ein Open-Air-Konzert von Efecto Mariposa (quasi Butterfly Effect), der spanischen Band, von der der offizielle America’s Cup Song (”Believe in me”) stammt. Dafür haben die einen ihrer großen Hits ins Englische übersetzt, was bei den spanischen Fans nicht wirklich gut ankam. Ich find das spanische Original (”No me crees”; bedeutet meiner Ansicht nach genau das Gegenteil, aber gut) auch besser. Hab mir erstmal ein paar Alben von denen… besorgt.
Fun fact: Anna erzählte mir, Julia und ich wären für wenige Sekunden im Fernsehen zu sehen gewesen. :) Natürlich wurde das Event ausgestrahlt und die Kamera hat wohl mal über uns rüber geschwenkt. (Anna war zu hause bei ihren Eltern, weil sie dort in der Gegend eine Prüfung hatte, konnte also nicht mitkommen.)

Den Sonntag verbrachte ich mit einem Praktikum für die Vorlesung “Integración Multimedia”.    Da lernen wir quasi Flash. Damit kann man - in einem Satz formuliert - Multimadia-Anwendungen erstellen, was genauso nichtssagend ist, ich weiß. Bunte Buttons, Dinge, die sich Bewegen, Geräusche machen und sowas… und hoffentlich noch Nützliches vollbringen :) In dem Praktikum sollten wir eine kleine Anwendung mit mehreren Ebenen erstellen. Also eine Hauptseite, ein Menü, verschiedene Bereiche, durch die man sich klicken kann und in denen man was sehen kann… Ich gab einen Teil dessen ab, was ich als finale Arbeit in der Vorlesung plane: eine Präsentation meines Aufenthalts hier. Da kann man dann (auf spanisch natürlich, weil für die Uni) nachlesen und nachsehen, was ich hier so erlebt habe; die verschiedenen Aspekte meines Aufenthalts. Das wird noch gut Arbeit, könnte aber durchaus Spaß machen, und ich hab später noch was davon.

Ich musste mir den ganzen Sonntag mit IMM um die Ohren schlagen, weil das Dienstag fertig musste und ich den ganzen Montag in Cuenca war. Das ist ne nicht so höllisch große Stadt auf halber Strecke zwischen Valencia und Madrid. Meine französische Mitbewohnerin (Maud) hatte mich ein paar Tage zuvor gefragt, ob ich Lust hätte mit ihr und ein paar Freunden dorthin zu fahren. Ich hatte es dann noch hinbekommen Julia dafür zu begeistern und sie brachte noch Ricke mit. Die Freunde von Maud waren Daniel (französisch sprachige Schweiz) und Katrin, ihres Zeichens Maschienenbauerin aus Aachen. Zufälle gibt’s. :) Wir waren also zu sechst, und die Hälfte der Leute hatte ich nie zuvor gesehen. Ein guter Beweis dafür, dass sowas völlig unwichtig ist, denn es war ein super Tag. Wir wollten nicht allzu viel Geld für den Zug hinlegen, also nahmen wir die Bimmelbahn, die in jedem Kaff hält, und saßen somit hin und zurück etwa sieben Stunden in eben dieser. Damit wir noch Zeit in Cuenca hatten, hieß es also um acht Uhr morgens mit einem der ersten Züge los und um halb sieben abends mit dem letzten aus Cuenca zurück. (Ja, die Verbindung ist so mies. Es fahren auch nur alle 3-4 Stunden Züge. Einen verpassen kommt also nicht gut.) Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Die Stadt bietet keine wirklichen Seheswürdigkeiten (laut Reiseführer natürlich schon, aber unserer Meinung nach nicht), ist aber als Stadt an sich unheimlich schön anzusehen. Man hat überall eine tolle Aussicht, und es stehen dort viele schöne Gebäude rum. Der halbe Tag reicht gut aus um alles zu sehen und das Wetter… war mal heiß, mal nass. Insgesamt war es ein wirklich schöner Tag und ich habe dadurch wieder neue Leute kennengelernt, was auch fein ist.

Den Rest der Woche verbrachte ich damit ein bisschen in Vorlesungen abzuhängen und sowas. Außerdem: Julia hatte für das kommende Wochenende geplant jemanden in Madrid zu besuchen, was sie irgendwie verschieben musste, weswegen sich die Gelegenheit ergab übers lange 1.-Mai-Wochenende woanders hin zu fahren. Da ich ja schon immer mal in den Norden Spaniens wollte, stand das also auf dem Plan. Drum trafen wir uns in der Woche noch das eine oder andere Mal um den Trip zu planen. Ricke sollte noch mit und Sarah, die ich vor der Planungsphase noch nicht kannte.

Am Samstag wurde es wieder interessant. Ich hatte seit ein ner Weile geplant an diesem Tag mal mit Anna weg zu gehen. Wir wollten uns den Hafen in der angehenden heißen Phase mal genauer ansehen. Das war auch echt spaßig. Zunächst waren wir im El Agua was essen bei einem mediteranen Buffet. Das war nicht billig und das Personal war nicht das freundlichste, aber es gab viel leckeres Essen, also ging das schon OK. :)
Danach gingen wir dann an meiner alten Bleibe vorbei zum Hafen und liefen dort etwas rum. Das Gelände ist zur Zeit echt schön anzusehen. Jedes Mal, wenn ich dort bin, haben die was neues, was wieder nett aussieht. Das schafft den Eindruck, dass die immer noch nicht wirklich bereit sind, aber so hat man zumindest immer wieder was zu gucken und zu erleben. Dieses Mal war das Highlight der “Aguabus”, der Besucher von einer Seite der Hafen-Einfahrt zur anderen brachte. Dorthin zu laufen hätte nämlich bedeutet um das gaaanze Becken rum zu spazieren, dessen Umfang den einen oder anderen Kilometer misst. So war es eine Strecke von vielleicht 30 Metern, jedoch ging das natürlich nicht höllisch schnell. Wie man das von Spanien kennt, werden die am falschen Ende penibel. Die Boote waren nicht so arg klein, trotzdem durften niemals mehr als 20 Menschen einsteigen (da kaum jemand alleine dort war, lief es meist auf 18-19 hinaus). Und der Steg musste völlig frei sein, wenn die Leute von der anderen Seite ausstiegen, weil er sonst untergegangen wäre. Janee… is klar. So standen wir also ne ganze Weile auf beiden Seiten an (man wollte ja irgendwann auch wieder nach hause) und es war zum Schluss echt windig dort. Es war trotzdem witzig, weil einer der Bootsfahrer echt nett war und die ganze Aktion halt schon spaßig zu beobachten war. Vor allem ging es jedem etwa wie uns: Auf der “anderen Seite des Hafens” gibt es nicht wirklich was zu erleben. Es gab dort eine Bar, die wohl gerade eröffnete oder so. Auf jeden Fall war da Party, auf die aber auch nicht jeder durfte. Ansonsten war da zwar viiiel Platz, aber sonst auch nichts. Die ganze Besucherschaft setzte also mit dem Bus über, stellte fest, dass das ein Fehler war und fuhr wieder zurück. Auch witzig zu beobachten. Und da der Aguabus umsonst war, machte das selbstverständlich JEDER, der dort war, denn ist ja n nettes Erlebnis, und wenn es schon nix kostet… Anna meinte, Spanier wären da ganz schlimm. Wenn etwas umsonst ist, muss man es haben, egal, was es taugt. Werbegeschenke sind hier ganz groß…
Durch die Warterei waren wir also gut durchgewindet, aber weder das noch der halbstündige Heimmarsch erschienen mir wirklich schlimm. Es war ein feiner Abend und mir ist mal wieder klar geworden, dass ich unbedingt nochmal zum Hafen muss, wenn da wirklich was los ist.

Sonntag flog ich nach Deutschland. Das war eigentlich schon lange geplant, aber dann doch anders. Eigentlich wollte mich in der folgenden Woche Nadine besuchen und ich sie vorher quasi abholen kommen. Der Plan war ja nun hinfällig. Damit die Flüge nicht einfach so verpuffen, beschloss ich sie zu nutzen um etwas Gepäck nach Deutschland zu bringen um es nicht hier zurücklassen oder irgendwann draufzahlen zu müssen. Und da Esther ja erfreulich nah am Flughafen Hahn wohnt, bot sich das an. Ich flog also am Sonntag Abend mit 15kg Gepäck hin und Montag Mittag im Wesentlichen mit meinem Buch in der Hand wieder zurück. Abgesehen davon, dass es sich natürlich mies anfühlte daran zu denken, wofür die Flüge eigentlich gedacht waren, hatte die Aktion schon was. Esther und ich haben uns einen schönen Tag gemacht. Ich hab das dritte Mal oder so innerhalb des letzten Jahres auf einem Fahrrad gesessen und so ein bisschen was vom Hunsrück gesehen, und wir haben sogar gegrillt (juhu). :) Das letzte Mal als ich in Deutschland war, sah es ja eher trostlos aus, aber jetzt war alles irre grün. Den Anblick war ich aus Valencia gar nicht mehr gewohnt. Echt tolle Gegend, da bei Hahn.
Insgesamt also ne recht feine Aktion. Und immer für nen Lacher gut, wenn man Leuten erzählte, dass das nicht teurer war als ein Paket nach Deutschland zu schicken. Und weiß Gott, ob und wann das angekommen wäre. So war es mir da schon lieber. Und oben drauf gab’s halt noch nen schönen Tag in Deutschland. Nochmals danke, Esther! :)

Für den Dienstag nach meiner Rückkehr hatten wir ein Cuenca-Nachtreffen angesetzt. Wir schmissen unsere Fotos zusammen und gingen gemeinsam zum Chinesen. Für nur einen Tag hatten wir schon ne Menge Fotos, aber wir waren ja auch zu sechst und von nicht wenigem hatten wir dann auch so an die sechs Fotos. :) Aber Aussortieren kann man ja immer noch… irgendwann. Ist auf jeden Fall ne nette Truppe und ich freu mich darauf noch mehr mit den Leuten zu erleben. Mit Julia und Ricke ist das ja schon eingetreten.

Noch was witziges ist an diesem Tag (Dienstag) passiert. Ich bekam eine eMail vom International Office der Fakultät, in der stand, dass an diesem und dem folgenden Tag eine Reporterin vom SPIEGEL in Valencia sei um ein paar deutsche Erasmus-Studenten zu interviewen. Scheinbar ist Valencia mit Abstand die beliebteste Erasmus-Stadt Europas und der uniSPIEGEL will wissen, warum. Dank gewohnt ausgereifter spanischer Organisation geschah das alles super-spontan, aber am Mittwoch Mittag gab es somit ein kleines Treffen auf dem Campus mit dieser Reporterin, einem Fotografen und einigen deutschen Stdenten, die ich allesamt noch nie zuvor gesehen hatte. Die Dame wollte dann wissen, was uns an Valencia so gefällt, warum wir hier seien, wie das Uni-Niveau so ist und all sowas. Sie hat uns allen was zu trinken spendiert, und wir gingen nach und nach alle mal mit dem Fotografen mit um zur Bebilderung beizutragen. Der Artikel wird wohl irgendwann im Juni erscheinen, allerdings gibt’s das Heft nicht so direkt zu kaufen. Den uniSPIEGEL bekommen die SPIEGEL-Abonenten, die Studenten sind, zu ihrer Ausgabe beigelegt. Uns wurde aber versprochen, dass wir alle ein Heft zugeschickt bekommen, ebenso wie die Fotos, die von uns gemacht wurden. Darauf bin ich echt mal gespannt. :)

Tja, das war’s eigentlich auch schon an Interessantem, was so in letzter Zeit passiert ist. Für drei Wochen doch recht kurz geworden, findet ihr nicht? Gut, ich war am letzten Wochenende noch im Baskenland, aber das bekommt natürlich einen eigenen Artikel. Ich hatte ne Weile darüber nachgedacht mich an diesem Wochenende vielleicht nochmal in Madrid sehen zu lassen. Unter anderem, weil Julia das auch vor hatte und die Busfahrt dadurch natürlich deutlich kürzer würde. Aber das wäre doch zu stressig geworden, weil ich ja seit Dienstag Abend erst wieder in Valencia bin. Da kann ich besser mal n bisschen was für die Uni tun und das verschieben. Aber ich hab heute ein paar Fotos von Marco gesehen, der in Madrid, Salamanca und Segovia war und muss sagen: “Ei, was schööön. Da will ich auch hin!” :)

Man sieht also: Ich erlebe immer noch genug. Die Uni könnte schlimmer sein und das Wetter wird auch besser. Prinzipiell also alles im grünen Bereich. Ich hoffe, bei euch auch.

Adressänderung

April 19th, 2007

Es ist vollbracht (schon lange, aber ich hab ja nie Zeit zu schreiben). Seit dem 5. April habe ich eine neue Adresse (siehe Abschnitt “Kontakt” auf meiner Homepage). Es lief mehr oder weniger problemlos, eigentlich ziemlich gut. Susana fand die Idee gut, dass ich (für etwas Geld natürlich) länger in dem Zimmer bleibe, denn so konnte ich die ganze Zeit über wieder Anrufe entgegennehmen und Leuten die Wohnung zeigen. Die letzten kamen noch kurz bevor ich gehen wollte, was aber praktisch war, weil die mir dann tragen helfen konnten. :)
Ich hatte ja den Leihwagen für den Besuch bei meinen Eltern hier. Den hab ich abgeholt und habe auf dem Rückweg vom Flughafen einen Parkplatz (wörtlich) direkt vor meiner Haustür gefunden. Ich hätte mich auch damit zufrieden gegeben in zweiter Riehe auf der Straße zu stehen, wie es hier ja jeder tut und es bei der Breite der Av. Baleares auch ohne weiteres möglich ist, aber das war natürlich fein. Zumal es an dem Tag nicht wenig geregnet hat. Das war so ziemlich das einzige Pech, das ich hatte. Kurz bevor ich gehen wollte, rief mich noch ein Australier an und wollte mit seiner Freundin das Zimmer anschauen. Mit den beiden hab ich mich dann noch ne Weile unterhalten und hab versucht Susana klar zu machen, dass die das Zimmer haben wollen (konnten kein spanisch). Was letztendlich daraus geworden ist, weiß ich nicht. Was soll’s. Auf jeden Fall hatte ich so ein paar Helfen beim Tragen, denn es ist ja nun schon gut was an Zeug zusammengekommen hier in all der Zeit.
Auf der Av. del Puerto musste ich dann naturlich “schmutzig parken”, aber die ist vermutlich noch breiter. Das interessiert wirklich niemanden. Zum erneuten Glück waren dann auch noch Maud und Martin zu hause, so dass ich ebenfalls Helfer beim Hochtragen des ganzen Zeugs hatte. Ein Aufzug fuhr mit Zeug hoch, der andere mit uns. Das ging alles echt fix. Dann noch schnell das Auto ordentlich geparkt. Direkt bei mir um die Ecke ist nun ein großer Parkplatz, auf dem man eigentlich immer was findet. Was will man mehr? Lief also super, das Ganze.

So, nun zur neuen Wohnung: Kurz gesagt, alles toll! :) Ich wohne jetzt mit einem spanischen Pärchen zusammen, einer Französin (Maud) und einem Schweden (Martin). Die Spanierin heißt eigentlich spanisch korrekt Ana, was im Valencianischen scheinbar eher Anna geschrieben wird… auf jeden Fall gefällt’s ihr mit zwei n besser, weswegen ich sie so schreiben werde. Ihr Freund (Ruben) ist relativ selten zu hause. Kommt nur ein paar Tage mal vorbei. Weiß nicht, wo er sich sonst rumtreibt.
Ich habe beim Umzug nicht das schlechteste Zimmer bekommen. Eigentlich ist es Sitte, dass die Miete gleichmäßig auf alle aufgeteilt wird und wer zuerst kommt halt das beste Zimmer bekommt. Das hatte zuvor Johannes, dessen Platz ich eingenommen habe. Martin ist in dessen Zimmer gezogen, aber Maud (die das kleinste Zimmer bewohnt) wollte nicht umziehen, also bin ich jetzt in Martins Zimmer, was ähnlich groß ist wie mein bisheriges und nur ein kleineres Fenster und natürlich ein kleineres Bett hat. Also doch recht fein. Auch die Lage stört mich nicht wirklich. Es ist halt der ganze Internet-Kram drin, das heißt, auch ein Rechner als Router, der immer läuft, und es ist neben der Küche mit Wasch- und Spülmaschine, aber das stört alles, wie gesagt, nicht wirklich. Ich find’s eher schön, dass mein Zimmer diesmal ziemlich zentral gelegen ist und nicht so am Rande wie vorher, denn da bekam ich deutlich weniger mit.
Noch ein paar Highlights: Es gibt einen Esstisch im Wohnzimmer mit mehreren richtigen Stühlen. Es können vier Menschen gleichzeitig dort sitzen, essen und fernsehen. Haben wir schon gemacht. Sehr cool. Und es gibt ZUSÄTZLICH ein Sofa dort. Wir haben eine Spülmaschine und eine richtig funktionierende Waschmaschine. Der einzige Nachteil, den ich bisher gefunden hab, ist der nicht vorhandene Backofen, also so bald keine Backofenpizza mehr. :( Aber ansonsten ist, wie gesagt, alles toll. Ich habe bereits Wäsche auf dem Balkon getrocknet. Ebenfalls eine neue Erfahrung. Und da das Wetter endlich der Jahreszeit angemessen zu werden scheint, macht das bald auch richtig Sinn. Ich habe bereits mit meinen Mitbewohnern Dinge unternommen (steht hier auch irgendwo drin), von denen noch weitere folgen werden. Ich spreche recht häufig mit ihnen und immer und mit allen spanisch, und das klappt ganz gut, alles super nette Leute, voraussichtlich sehr bald meine Freunde. Die Wohnung macht auch einen viel ordentlicheren Eindruck. Also zum Beispiel fließt das Wasser überall einfach so normal ab und sowas. Nicht allgegenwärtig hier…
Was auch etwas schade ist: Eigentlich hätte die Wohnung den Mörder-Ausblick. Unser Gebäude hat 15 Stockwerke, glaub ich. Wir wohnen im 11. und könnten eigentlich über alle Häuser bis zur CAC gucken. Leider allerdings wird unser Gebäude wohl grad gestrichen oder so. Auf jeden Fall steht ein riesen Gerüst davor. Und weil gerade America’s Cup ist und man sich darum mit Plakaten scheinbar dumm und dämlich verdienen kann (sonst würden die nicht jeden freien m² damit pflastern), schaut hier oben seit einer Weile der 6 Stockwerke große Kopf von George Clooney an einer Espresso-Maschine vorbei auf die Straße. Man kann zwar durch das Plakat schauen, aber erstmal sind die Vorhänge öfters zu, damit “all die Arbeiter” (hab noch keinen gesehen) nicht vollends an unserem Leben teilhaben und außerdem wird die Aussicht schon verdammt grau dadurch. Man kann nun nur noch erahnen ob es gutes oder schlechtes Wetter ist, weil alles grau aussieht. Zum Glück ist das wohl bald endlich mal kein Thema mehr, denn dann weiß man einfach, wie es ist. :)

Ich bin also wirklich, wirklich zufrieden mit meiner neuen Situation. Ich kann echt froh sein, dass sich das so entwickelt hat. War anfangs nicht ganz absehbar, aber eigentlich hat die ganze - letztendlich witzige - Geschichte mit meiner Wohnung doch echt ne Menge positiver Effekte gehabt. Davon stehen auch hier und da noch welche.

Urlaub bei den Eltern, nicht zu hause

April 19th, 2007

Über Ostern habe ich meine Eltern besucht, die sich in dieser Zeit in Calpe aufhielten. In Valencia zu wohnen kann man über Ostern im Allgemeinen und jetzt während des America’s Cup im Speziellen völlig vergessen, wenn man nicht grad der Typ Mensch ist, der eh immer erster Klasse fliegt. Calpe war das nächste bezahlbare von Valencia aus. So an die 120km waren es dann aber schon. Man ist dort bereits fast in Benidorm, falls das jemandem was sagt. Noch ein Stückchen weiter liegt Alicante. Der geniale Plan war also, dass ich mir ein Auto miete und mal auf Besuch dort runterfahre. Von 5.4. bis zum 12.4. verfügte ich nun also über ein Auto in Valencia. Das kam natürlich - ohne dass ich das bei der Reservierung wusste - unheimlich gut mit meinem Umzug zusammen. Ich holte also den Wagen, zog erstmal gemütlich um, packte aus und so und fuhr dann am nächsten Morgen ebenso gemütlich nach Calpe. Es gibt hier in Spanien ja verschiedene Arten von Straßen. Die feinste ist die Autopista, sowas wie unsere Autobahn (heißt wörtlich übersetzt sogar genau das). Die kostet allerdings Geld (von Valencia nach Calpe, also für die 100km Autobahn, 8 Euro). Es gibt noch die Autovia, die sehr ähnlich ist (nen Hauch schlechter vielleicht, länger), aber kein Geld kostet. Dann gibt es Nationalstraßen (wie unsere Bundesstraßen; auf Karten meist rot), die halt einspurig sind und durch alle größeren Dörfchen auf der Strecke führen (mit 50 da drin und Ampeln und allem drum und dran). Und dann gibt es noch die ganz kleinen Straßen (gelb), die halt echt jedes Kaff verbinden. Nach Alicante gibt es von Valencia aus alles, allerdings führt die kostenlose Autobahn (durchs Landesinnere) nicht an Calpe vorbei (dazwischen liegen noch einige Kilometer gelber Straßen). Die Autobahn an der Küste kostet, also nahm ich die kleinere Nationalstraße. So brauchte ich dann etwa drei Stunden für die Strecke. Teilweise ist das echt frustrierend und man kommt langsamer voran als in Valencia während der Rush Hour. Als ich mit meinen Eltern Valencia besichtigte, nahmen wir noch einmal diese Route, weil sie schon recht nett anzusehen ist, aber danach dann immer die Autobahn, die einen die Strecke in ner guten Stunde zurücklegen lässt.

Die Zeit dort war sozusagen ein kleiner Urlaub. Wir haben am Wochenende aufgrund meines Reiseführers für diese Region hier zwei kleinere Touren in das Umland gemacht und waren am Montag in Valencia und haben im Wesentlichen den Hafen und die CAC besichtigt. Am Dienstag war ich außerdem noch mit meinem Vater beim Champions League Spiel Valencia gegen Chelsea. Abends sind wir alle immer wieder nach Calpe zurückgefahren und haben dort im Appartment meiner Eltern übernachtet. Wir haben immer viel und gut gegessen, und ich hab in der Woche nicht einen Euro ausgegeben. :)
Außerdem konnte ich meinen Eltern ne ganze Menge Zeug mitgeben, von dem ich sonst nicht gewusst hätte, wie es Deutschland hätte erreichen sollen. Ihr Gepäck war extra für diese Aktion optimiert gewesen. Meine Mutter hatte bei der Reise alles, was es an Handtüchern und ähnlichem nicht mehr so tat, eingepackt um es hier zurücklassen zu können. Außerdem reisten meine Eltern mit so gut wie keinem Handgepäck. Es war also ordentlich Platz und das nutze ich.

Für wen’s interessiert; die Details:
Ich kam am Freitag (5.4.) in Calpe an, so zur (deutschen) Mittagessenszeit und wir nahmen jenes bei einem deutschen Metzger ein, der halt auch Schnitzel und sowas reicht. Das war schonmal der totale Umbruch aus Valencia, wo man spanisch und meist noch valencianisch antrifft, in so einen Touristen-Ort zu kommen, in dem fast jede Speisekarte auf spanisch, englisch, französisch, deutsch und holländisch angeboten wird und fast jeder einen gewissen Teil dieser Sprachen beherrscht. Man kommt sich schon fast komisch vor die Leute auf spanisch anzureden. Aber mal wieder ein feines deutsches Schnitzel zu essen hatte schon was. :)

Unsere erste Tages-Tour (Samstag) ging in Richtung Westen in die Berge (Altea, Fuentes del Algar, Guadalest). Auf der Karte sieht das nach kaum Weg aus, was wir da zurückgelegt haben, aber man kommt da natürlich auch nur langsam voran (sehr schöne Passstraßen mit toller Aussicht). Und wir waren in den einzelnen Orten natürlich noch bisschen was unterwegs. Generell alles sehr schön dort in der Ecke. Man hat feine Aussicht und sieht halt mal was *etwas* Abseits des Tourismus, wirklich hinterweltlerisch ist es dort auch noch nicht. Die Fuente del Algar (fuente = Quelle) ist ein Stück Berg mit mehreren Wasserfällen und so. Sehr schön anzusehen, aber leider mit Eintritt versehen, und wir waren dort schon etwas zu fertig als dass sich das gelohnt hätte.

Die zweite Tour (Sonntag) ging Richtung Norden an der Küste entlang (Moraira, Jávea, Dénia). Das bedeutete jetzt aber keinen krassen landschaftlichen Gegensatz, denn die Gegend um Calpe ist voller Küstengebirge (bestes Beispiel ist der fette Felsen neben der Stadt selbst). Aber die Orte waren größer und es waren nun schon wirklich Städte und keine Dörfer. Details zu den einzelnen bekomme ich nicht mehr zusammen. Wir haben auch keine speziellen Monumente besichtigt oder so (auch wenn die Touri-Info-Büros immer sehr hilfreich waren), sondern haben eher die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Das hat gut geklappt.

Am Montag besuchten wir Valencia. Wir nahmen, wie gesagt, die Trödel-Strecke und waren darum erst gut mittags dort. Leider war das Wetter außerdem nicht so berauschend. Unser erster Stop war meine neue Wohnung und die Bar auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wo ich meinen Eltern zeigte, was ein Bocadillo ist. :) Als nächstes gingen wir die Avenida del Puerto lang zum Hafen und sahen uns dort etwas um. Da der Cup nun ja voll im Gange ist, ist auch alles fein abgesperrt, es gibt nur noch ein paar Eingänge mit Metalldetektoren und so und es gibt allerhand zu gucken. Hauptsächlich ließen wir uns in einem Laden sehen, damit mein Vater bei seinen Tennis-Kollegen mit einem America’s Cup Sweatshirt angeben kann und als Andenken ne schöne Tüte zu Hause liegen hat. :) Wir gingen dann vom Hafen aus an meiner alten Wohnung vorbei zur CAC, die natürlich wieder gut Eindruck machte. Praktischerweise sieht man die ja auch immer, wenn man die Stadt in Richtung Süden (Calpe) verlässt oder von dort kommt. Meine Idee war, danach noch etwas Turia und vielleicht Altstadt zu sehen, aber das wäre zeitlich eng geworden, weil wir abends in El Saler (wo sonst) eine Paella Valenciana (was sonst) essen wollten. Das lohnte sich, wie zu erwarten war, auch extremst und wenn man zwischen acht und neun dort ist, ist es auch noch sehr ruhig.

Dienstag war der Tag des Fußballspiels. Vormittags ließen wir uns nochmal in Moraira sehen, weil es dort einen interessanten China-Laden gab, von dessen Konzept meine Eltern nun auch überzeugt sind. Von dort fuhren wir dann kurz in Teulada vorbei, was wir am Wochenende nicht mehr geschafft hatten. Viele Orte dort an der Küste haben zwei Teile; einen älteren etwas in den Bergen und einen neueren für Touristen am Strand. Meist liegen die nah beieinander und heißen auch sehr gleich (wie in Calpe oder Gandia), aber manchmal ist es auch subtiler, wie bei Moraira und Teulada. Letzteres ist der Teil, in dem zunächst mal der Hund begraben ist. Als wir dort waren, fanden sich auf der Straße einige Kinder, die alles anmalten, weil wohl bald Dorffest war, aber an sich war dort rein gar nichts los. Trotzdem nett anzusehen. In Moraira kann man halt mehr machen als wohnen, so dass wir zum Essen wieder dorthin fuhren.
Abends stand dann das Fußballspiel an. Wir nahmen natürlich die Autopista nach Valencia, gerieten aber kurz vor der Stadt in einen guten Stau. Der war wohl Teil der ganz normalen valencianischen Rush Hour. Aber ich war erstaunt wie gut ich mich bereits mit dem Auto in der Stadt zurecht finde. Wir kamen gerade rechtzeitig zum Spiel an. Das Auto hatten wir natürlich bei mir zu hause geparkt. Von dort ist es kein Problem zum Stadion zu laufen. Verwunderlich war, dass man in der Stadt kaum was von dem Ereignis merkte. Erst sehr kurz vor dem Stadion wurden die Straßen voll. Das Spiel selbst war leider nicht besonders sehenswert. Die Valencianer haben sich nicht sonderlich gut angestellt und letztendlich auch verloren, womit sie sich aus dem Pokal geworfen haben. Aber die Aktion war trotzdem ein Erlebnis. Die Atmosphäre in einem Stadion muss man halt mal erlebt haben. Und als die Jungs aus der Stadt dann ihre Hymne zu hören bekamen und alle Zuschauer die bereitgelegten orangenen Zettelchen hochhielten… das hatte schon was. Nach dem Spiel kamen wir erfreulich gut wieder aus der Stadt raus (weil wir eben nicht am Stadion geparkt hatten) und zogen uns auf ner Raststätte noch ein Bocadillo rein, was auch nicht verkehrt war, denn in Calpe war um die Zeit bereits tote Hose.

Der Mittwoch, mein Abreisetag, wurde gemütlich begangen. Meine Eltern verstauten schonmal all meinen Kram in ihrem Gepäck und wir gingen noch eine Paella am Strand essen (diesmal “arroz a banda”). Ich fuhr nach hause und finalisierte meinen Umzug.
Das war ne sehr schöne Woche. Es war wirklich wie Urlaub und ich hab wieder gut was für die Erinnerungskiste angesammelt. :)